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Dax: Einfach schlecht!

Man kann es nicht anders sagen: was der Dax gestern geliefert hat, war einfach schlecht! Was ist da los? Warum diese Schwäche?

Redaktion

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FMW-Redaktion

Man kann es nicht anders sagen: was der Dax gestern geliefert hat, war einfach schlecht! Da kamen gestern am frühen Nachmittag die US-Futures unter Druck – und der Dax rauschte nach unten. Nach Eröffnung der Wall Street schossen die US-Indizes jedoch zunächst einmal nach oben – aber der Dax blieb mehr oder weniger unten kleben. Dann kam gestern im späteren Handel die Wall Street unter Druck, und der X-Dax fiel weiter. ZUsammengefaßt: der Dax nahm die Schwäche der US-Indizes auf, aber ignorierte weitgehend deren stärkere Phasen.

Was ist da los? Warum diese Schwäche? Fangen wir einmal bei den Zahlen an: SAP nach den Zahle abverkauft, gestern Daimler nach den Zahlen abverkauft, heute, so sieht es aus, wird die Deutsche Bank nach Vorlage ihrer Zahlen abverkauft (dazu glich ein gesonderter Artikel). Nach gutem Start mit BASF bekommt also die Berichtssaison hier in Deutschland eine zunehmend negative Drehung.

Schauen wir uns das Index-Unglück einmal an:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Gestern der gute Start, dann das Scheitern an der 13300er-Marke, und dann mit Schmackes nach unten, ungebremst, geradezu freier Fall, die wichtige Unterstützung bei 13130 Punkten (Doppelboden von Mitte Januar) bot keinerlei Halt. Das ist ein Zeichen von Schwäche, keine Frage – wer so wehrlos nach unten rauscht, hat irgendwie ein Problem..

Und charttechnisch ist das Problem jetzt doch ziemlich erheblich, im Grunde ist da nicht mehr viel bis zum Verlaufstief aus Anfang Januar bei 12735 Punkten. Vielleicht noch ein wenig in der Zone 12860 bis 12880, aber sehr dick ist dieses Auffang-Netz nicht gestrickt.

Was preist der Dax ein? Euro-Stärke vermutlich ist ein Faktor, und es riecht derzeit danach, als würde der Euro bald noch in andere Gefilde vorstoßen – die Märkte wittern die Schwäche der EZB, die keine Munition mehr hat (das war in den letzten Jahren anders gewesen). Dann ein mögliches Scheitern der Regierungsbildung in Deutschland, was besonders ausländische Investoren, die durchweg Merkel-Fans zu sein scheinen, verschreckt. Dann natürlich das dominante Motiv steigender Anleiherenditen: so ist etwa der Bund-Future jetzt an einer entscheidenden Unterstützung – die entweder hält, womit sich die Situation am Anleihemarkt kurzfristig entspannen würde, oder bricht, wodurch es dann noch ungemütlicher würde.

Heute der Fokus bei den US-Arbeitsmarktdaten auf die Stundenlöhne, das wird der entscheidende Trigger, ob der Abverkauf bei Staatsanleihen anhält oder nicht. Daneben natürlich wird es spannend, wie Apple, Amazon und Google heute reagieren..

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