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Dax: Eingekeilt! Der große Überblick

Der Dax keilt sich ein, was für eine große Bewegung spricht, die ansteht. Hier alles, was Dax-Trader wissen sollten..

Markus Fugmann

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am

Eine Analyse von Andreas Mueller (alias Bernecker1977)

Einen DAX im Bann der Politik hatten wir zuletzt vor der US-Präsidentschaftswahl im Ausland und bei der Bundestagswahl im September. Mit dessen Ergebnis wurden die Weichen für die neue Regierung leider nicht ausreichend gestellt. Daher finden noch immer Gespräche und Verhandlungen statt, die in der vergangenen Woche gleich zum Wochenstart für Kursausschläge sorgten. Wie sich dies genau auswirkte und welchen Ausblick man auf die kommende Woche trotz weiterer Verhandlungen geben kann, stelle ich nun ausführlich dar.


An der 13.000 bleibt DAX im Bann der Politik

Da wir vor einer Woche unter der 13.000er-Marke schlossen, hatte ich einen verhaltenen Ausblick gegeben. Genauer wurde in der Analyse der Vorwoche bemerkt, dass wir zwischen dem Tief um 12.85x (was übrigens ab dem Top das 38,2% Fibonacci-Niveau darstellt) und dem Abwärtstrend pendeln könnten und erst danach ein größeres Signal generiert wird. Im Schaubild sah dies so aus:


(Alle Charts druch Anklicken vergrößern!)

BEIDE Szenarien fand Verwendung. Mit Eröffnung am Montag und der ersten Ernüchterung über die geplatzte Jamaika-Koalition startete der DAX vorbörslich sehr schwach und touchierte die untere Zone. Danach bewahrheitete sich erst einmal die Börsenweisheit „Politische Börsen haben kurze Beine“ und es fand eine Rückeroberung der 13.000 statt. Damit verbunden ein Ausbruch über die gezeigte Trendlinie. Am Dienstag wurde diese noch einmal per Pullback getestet und danach rannten die Bullen los:

Bis über 13.200 Punkte reichte die Kraft, bevor dann die Bären zum Gegenangriff riefen. Denn an der Wall Street war die Partystimmung etwas eingetrübt. Mit einem möglichen Doppeltop bei 23.600 Punkten vollzog sich dort ein kleiner Widerstand und Respekt am Markt:

Ebenfalls bremsend wirkte die neuerliche Stärke des EUR/USD. Sie sorgte letztlich auch vor dem Donnerstag für ein erneutes Anlaufen der 13.000er-Marke. Am Donnerstag selbst war kein Handel in den USA, sondern das traditionelle Truthahnessen. Zudem aber auch die Vorbereitung auf den „Black Friday“ (dazu hier mehr) – für Shopping-Begeisterte ein wichtiges Event vor Weihnachten. Hier winken immer Rabatte und Schnäppchenangebote.

Die Händler und Börsianer wurden nicht enttäuscht. Profitieren konnten davon die großen Handelsketten in den USA wie Walmart, Target oder Macy’s. Allen voran aber der Onlinehändler Amazon. Mit einem neuem Rekordhoch legte er nun rund 20% über der 1.000er-Marke im Kursniveau neue Maßstäbe. Mitgezogen wurden davon auch der marktbreite S&P500 mit neuem Rekordniveau und der Technologieindex Nasdaq100.

Im DAX fand der Feiertag in den USA erst einmal wenig Anklang, doch auch hier war die Vorbörse trügerisch. Ähnlich dem Montag war die Panik übertrieben, wie hier im Chartbild dargestellt:

Der Freitag als Brückentag in den USA bescherte im DAX zumindest einen neuen Anlauf zur 13.160er Marke. Auslöser war das Rekordniveau im ifo-Geschäftsklimaindex. So hoch stand dieser noch nie.

Wenig später folgte jedoch wieder Ernüchterung beim Blick auf den steigenden EUR/USD. Wie schon am Dienstag war dies quasi der „Sand im Getriebe“ für unseren DAX. Denn während in den USA (wenn auch im verkürzten Handel) neue Rekorde geschrieben wurden, gab der DAX ab dem Hoch am Freitag rund 100 Punkte ab und näherte sich erneut der 13.000er-Marke.

Übrig blieb zwar ein Wochengewinn von 0,5 Prozent, jedoch kein zufriedenstellender Ausbruch. Der Markt bleibt insgesamt recht volatil und ist schnellen Richtungswechseln unterzogen. Zum Wochenausklang fasste ich dies im 4-Stundenchart einmal zusammen:

Bleibt der DAX im Bann der Politik?

Die Politik und damit die runde Marke von 13.000 könnte uns also auch weiterhin beschäftigen. Im aktualisierten Stundenchart des XETRA-DAX sieht man die Dominanz der Trendlinie, die Überwindung und auch das nochmalige Abstoßen in der zweiten Wochenhälfte:

Damit hat diese Linie nun „ausgedient“. Eine neue Orientierung für die neue Woche kann die Verbindung der Bewegungstiefs bringen. Kürzt man (charttechnisch nicht sauber!) die Extrempunkte der Kerzen heraus, lässt sich eine Aufwärtstendenz konstruieren. Sie liegt aktuell in etwa auf dem interessanten Niveau knapp über 13.000 Punkten und ist in deren Kombination für mich eine Unterstützung:

Dies bedeutet konkret für ein bärisches Szenario: Kurse unter 12.990 Punkten würde ich erneut zum Shorten nutzen mit Ziel 12.930 / 12.905 und bei Panik auch 12.85x

Auf der Oberseite sind auch einige Punkte zu verbinden, die letztlich auf eine abnehmende Vola und einen Keil abzielen. Dienstag und Mittwoch war der DAX mit einer Handelsspanne von 182 Punkte noch am volatilsten. Dies könnte sich etwas einengen, aber letztlich wird eine Entscheidung über 13.100 oder unter 13.000 vollzogen werden:

Die bullische Variante der Auflösung würde ich bereits über 13.100 handeln und damit auf die Bewegung zur 13.160 und 13.210 als weitere Ziele spekulieren.

Impulse könnten am Mittwoch vom Bruttoinlandsprodukt der USA oder am Freitag vom ISM Index bzw. der US-Notenbankreden kommen. Im Chart werden wir die Bewegungen auf jeden Fall sofort sehen und interpretieren können. Dafür ist mein Wochenausblick zur Orientierung gedacht.

Mehr von Andreas Mueller unter http://www.trading-treff.de/

Weitere Meinungen zum Dax in Videoform:

1. Ronald Gehrt:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

2. DrMartin Kawumm:

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff- und Merger-Montag

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die vierte Woche in Folge gibt es pünktlich Montag Mittag eine Impfstoff-Meldung, diesmal von Moderna. Und IHS Markit soll von S&P Global gekauft werden. Markus Koch spricht von einer massiven Konsolidierung im Bereich der Finanzdaten.

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Aktien

Aktienmärkte: Die gefährliche Euphorie – alles steigt!

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte sind in Feierlaune und dürften den November mit neuen Rekorden abschließen: der S&P 500 ca. 11% im Plus, der Dow Jones mit dem besten Monat seit dem Jahr 1987 (und dem besten November seit dem Jahr 1928!), auch der Dax ist gut 15% im Plus seit Monatsbeginn, die deutschen Nebenwerte-Indizes MDAX und SDAX erreichen heute sogar neue Allzeithochs. Derzeit steigt einfach alles, ob Bitcoin, Kupfer – oder die meist hoch verschuldeten amerikanische Small Caps, die im Russell 2000 enthalten sind. Egal wohin man blickt: seit der Meldung von Pfizer/BioNTech am 09.November spielen die Aktienmärkte das Spiel: durch den Impfstoff wird alles besser als es vor der Coronakrise war. Dementsprechend ist der sichere Hafen Gold so ziemlich das Einzige, das fällt.

Aktienmärkte: wenn alle euphorisch sind..

Gleichzeitig rechnet niemand mit einem stärkeren Rückgang der Aktienmärkte – sichtbar am Rekordtief des Verhältnisses zwischen Puts und Calls. Das bedeutet: es ist derzeit extrem günstig, sich gegen eine Kursrutsch der Aktienmärkte abzusichern. Aber es ist nicht selten, dass Märkte, an denen die Investoren so derart einseitig positioniert sind, plötzlich ein überraschender Gegenwind auftaucht – eine Art Schwarzer Schwan, den niemand auf der Rechnung hatte. Dann müssen alle durch die selbe Tür – und da es so gut wie keine Shortpositionen mehr gibt, gibt es dann auch praktisch keine Käufer (die ihre Short-Positionen eindecken), wird es an der Tür dann sehr eng.

Nicht umsonst lautet eine Börsen-Weisheit (von Warren Buffett): „Sei gierig, wenn die anderen Angst haben, und ängstlich, wenn sie gierig sind“. Derzeit aber sind alle gierig – sichtbar auch am Fear & Greed Index mit einem Stand von aktuell 91.

Florian Homm bringt im folgenden Video die derzeitige Gier auf den Punkt und nennt einige Aspekte, die „schief gehen“ könnten:

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Die Aktienmärkte in Euphorie - das kann nach hinten losgehen

 

 

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Aktienmärkte: Extreme Bewertungen, Zinsumfeld – und Corona

Das Überschießen der Aktienmärkte wird immer deutlicher, eine Korrektur scheint nahezu unvermeidlich. Wann aber kommt diese Korrektur?

Wolfgang Müller

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Bereits schon seit geraumer Zeit rufen einige Parameter der Aktienmärkte nach Abkühlung, immer mehr Analysten bringen Argumente für eine notwendige Marktbereinigung auf das Tableau – dennoch reagieren die Börsen bisher nur mit Miniabgaben. Warum nehmen Investoren keine Gewinne mit, in einem Monat November, der am heutigen Tag einige Rekorde brechen könnte? Hier ein paar Gedanken zu den Headwinds und Tailwinds in meinem wöchentlichen großen Bild.

Die aktuellen Bewertungen der Aktienmärkte

Täglich werden die Kennziffern herangezogen, die das Überschießen der Aktienmärkte und mehr noch bestimmter Einzelaktien – Tesla und FANGMAN – in den Fokus stellen und von der Unvermeidbarkeit der Korrektur zeugen. Ob es die Relation der Aktienmarktkapitalisierung zum Bruttosozialprodukt ist, welches mit über 95 Billionen Dollar weltweit ein neues Hoch erreicht hat – im Vergleich zum globalen BIP von 86,6 Billionen Dollar (2019), welches in diesem Jahr aber über 4 Prozent schrumpfen sollte. Oder die Kurs/Gewinn-Verhältnisse, die schon im Bereich der Internetblase von 2000 liegen, insbesondere beim Nasdaq. Die vielen herumgereichten Langzeitcharts, die zeigen, dass die US-Märkte an ihren oberen Begrenzungen anstoßen.

Aber was am deutlichsten auf eine Korrektur hinweist, ist die Aktienperformance des Monats November, die dabei ist, Jahrzehnte alte Rekorde zu brechen. Der Dow Jones und der Nasdaq liegen bereits mit 13 beziehungsweise 12 Prozent im Plus, der S&P 500 mit 10,7 Prozent. Der altwürdige Dow Jones könnte heute den besten Monat seit 1987 absolvieren, ein Grund dafür ist natürlich die Branchenrotation hin zu Value, was in diesem Index reichlich vorhanden ist. Ebenso wie in unserem Leitindex, der bereits vor dem Monatsultimo um 15 Prozent gestiegen ist. Selbst beim volatilen Dax ein Extremum und einer der besten Börsenmonate der letzten 20 Jahre. Zuletzt gab es dies im März 2009 in ähnlicher Dimension, als die Anleger das Ende der Finanzkrise einpreisten. Was noch auf eine nahe Bereinigung hindeutet: Aber am treffsichersten für eine Korrektur ist der Fear&Greed-Index aus den USA, der sich aus sieben Einzelindikatoren zusammensetzt, wie zum Beispiel dem Put/Call-Ratio oder dem VIX. Bei Ständen über 90 Punkten ist es nur eine Frage der Zeit, wie die Darstellung der letzten beiden Jahre darlegt.

Fear&Greed-Index, über 90 Punkte, dann wird es spannend

Das Gier-Barometer der Aktienmärkte

Derzeit sind die Aktienmärkte gierig

Das Zinsumfeld

Kurskorrektur der Aktienmärkte ja, aber was ist mit dem Gesamtumfeld? Können Investoren, die aus dem Markt ausgestiegen sind, derzeit überhaupt längere Zeit außen vor bleiben, mit Minuszinseinlagen? Über die absurd niedrigen Anleiherenditen wurde an dieser Stelle schon oft berichtet: Über 17 Billionen Dollar mit einer Negativrendite, unter Berücksichtigung der Inflation (Realrendite) sind es sogar über 32 Billionen Dollar. Vor zwei Wochen betrug sogar die Rendite der globalen Langläufer (7 – 10 Jahre Laufzeit) bei den Staatsanleihen gerade mal 0,18 Prozent.

Ein weiterer Grund für das weltweite Anwachsen der Verschuldung.

FMW hat vor Kurzem den Chart präsentiert, mit dem Außeinanderdriften der Gesamtschulden und der Wirtschaftsentwicklung seit den 1980-ern. „Der Chart, der die Welt erklärt.“ Aber dafür gibt es eben eine große Ursache, den dramatischen Verfall der Zinsen, wie dieser Chart aufzeigt.

Das Zinsumfeld der Aktienmärkte

1980 mussten die Staaten noch zweistellige Zinsen p.a. für ihre Schulden bezahlen, Schuldenhöhen wie damals, würden derzeit rasch zum Bankrott führen.

Das Hoch erreichte die 10-jährige US-Staatsanleihe im September 1981 mit 15,81 Prozent – aus heutiger Sicht unvorstellbar hohe Renditen für die sichersten Staatspapiere. Wer kaufte da Aktien? Das Gegenteil der heutigen Situation mit TINA.

Staaten und Firmen, haben sich also immer höher verschuldet, weil sie es konnten, ohne ihre Zinslast zu erhöhen. In den 1990-ern hatte Fed-Chef Alan Greenspan mit seiner Zinspolitik einen weiteren Zinsrückgang befördert, anschließend kam die Finanzkrise und zuletzt Corona. Man konnte sich also immer mehr verschulden, ohne dass es finanzielle Konsequenzen hatte.

Als Beispiel könnte man Italien heranziehen. In den 1990er-Jahren musste das Land noch ein Viertel des Haushalts für Zinszahlungen aufbringen, obwohl die Verschuldung noch deutlich niedriger war als zuletzt. Aktuell sind es nur noch 10 Prozent, die die Zinsaufwendungen ausmachen. Zugleich hat Italien seine Staatsanleihen auf sehr lange Laufzeiten umgestellt. Dasselbe gilt für viele weitere EU-Staaten. Derzeit schimpft man über die Zunahme der Verschuldung in Deutschland, aber momentan verdient der Staat sogar noch bei seiner Schuldenaufnahme.

Noch ein Effekt: Die Aktienmärkte wurden „relativ“ preiswerter, weil der Zins nichts anderes ist als der Preis für Zeit. Wenn der Zins aber verschwindet, spielt Zeit bei der Geldanlage keine Rolle mehr, Aktienerträge werden wertvoller. Ich kann deshalb nicht verstehen, warum Kommentatoren die Aktien-KGVs von heute immer wieder mit Phasen vergleichen, als es 5 oder 6 Prozent Zinsen am Kapitalmarkt gab.

Natürlich sind die Notenbanken die Verursacher der Zinssituation mit ihren Anleihekäufen (7 Billionen in nur einem halben Jahr), dies ist die eigentliche Manipulation an den Märkten und nicht die bei den Aktien. Die Investoren nutzen nur die gegenwärtige Situation oder sie könne teilweise gar nicht anders agieren.

Dass die Verschuldung ein Riesenproblem wird, wenn die Zinsen steigen, steht auf einem anderen Blatt. Aber wie lange so etwas gut gehen kann, zeigt uns Japan seit Jahren.

Die Hoffnungen für die Zeit nach Covid-19

Die Aktienmärkte blicken weit in die Zukunft, deshalb war der 9. November so etwas wie ein großer Game Changer. Die Meldung von BioNTech/Pfizer zur demnächst anstehenden Zulassung eines Impfstoffs gegen die Pandemie, die Folgemeldungen von Moderna und AstraZenecca und die riesigen Mengen an Impfstoffdosen mit dem mRNA-Präparat, welche in kurzer Zeit zur Verfügung stehen könnten. Eine globale Impfaktion, was für eine Mammutaufgabe, die aber schon zu Jahresbeginn so richtig starten könnte. China hat mit der Impfung schon begonnen, ebenso Russland und für Europa gab es am Wochenende folgende Meldung: Großbritannien will einem Zeitungsbericht zufolge den von BioNTech und Pfizer entwickelten Corona-Impfstoff offenbar in der kommenden Woche zulassen. Mit der Auslieferung solle nur Stunden später begonnen werden, berichtete die „Financial Times“.

Worauf aber blicken die Anleger? Auf den Sommer 2021 und danach wohl nicht so sehr auf den harten Corona-Winter, der uns zunächst im Jahr 2021 bevorstehen soll. Laut Armin Laschet, der härteste seit dem zweiten Weltkrieg, aber da soll er sich mal mit den Jahrgängen von 1935 und davor unterhalten, die können ihm über andere Nachkriegsjahre berichten. Die Wirtschaftsindikatoren in punkto Arbeitslosigkeit, Dienstleistungen und Konsumentenvertrauen sind durch die zweite Coronawelle im Rückgang begriffen. Aber was ist mit dem Frühindikator US-Transportation Index? Dieser aus 20 Werten zusammengesetzte Index (Fluggesellschaften, Bahngesellschaften, Schifffahrt, Speditionen und Lieferservice) ist weiter am steigen und hat mit über 12.500 Punkten schon deutlich sein Vor-Coronaniveau (11.000 Punkte) überschritten. Vor dem Verkauf kommt die Verarbeitung und der Transport der Güter, ein Frühindikator auf Mehrjahreshoch.

Fazit

Warum sind die Investoren noch so investiert bei all den gegenwärtigen Warnsignalen? Viele trauen sich vermutlich nicht aus dem Markt zu gehen, weil man jederzeit mit einer neuen Impfstoffmeldung oder gar der Zulassung des Impfstoffes rechnen muss. Auch steht die EZB-Sitzung am 10. Dezember unmittelbar bevor, zu der Chef Volkswirt Philipp Lane noch ein großes Ankündigungszeichen gesetzt hat. Er warnte vor den schädlichen Auswirkungen einer niedrigen Inflation?!

Die EZB will daher neue Konjunktur- und Inflationsprognosen zu ihrer nächsten Zinssitzung veröffentlichen. Höchstwahrscheinlich verbunden mit zusätzlichen Hilfsmaßnahmen für die von der zweiten Pandemie-Welle gebeutelte Wirtschaft, wie EZB-Chefin Christine Lagarde unlängst unmissverständlich andeutete.

Und ein paar Tage später, am 16. Dezember kommt die Federal Reserve mit ihrer Sitzung. Gerade wurde das letzte Fed-Protokoll veröffentlicht, in dem man die Möglichkeit einer noch laxeren Geldpolitik durchgespielt hat.

Ergo: Es sind nur noch etwa 17 Handelstage für die Aktienmärkte bis zum Schließen der Bücher für 2020, vorher gibt es für gewöhnlich noch ein kleines Window Dressing. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit einer kurzen und knackigen Korrektur nicht von seiner Hand zu weisen, zu optimistisch sind die Investoren, nicht zuletzt die viereinhalb Millionen neuen Anleger in den USA, die noch einmal „all-in“ gegangen sind.

Aber dennoch hat sich an meiner These, wann die Aktienhausse Probleme bekommen könnte, nichts Substanzielles geändert: Bei einem Anziehen der Inflation und der damit verbundenen Kapitalmarktzinsen.

Die Aktienmärkte mit extremen Bewertungen

 

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