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Dax: Eintagsfliege – oder Ausbruch..

War das gestern eine Eintagsfliege beim Dax? Oder wirklich der Ausbruch? Der heutige Handelstag wird sehr wahrscheinlich den Beleg für das eine – oder das andere liefern!

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

War das gestern eine Eintagsfliege beim Dax? Oder wirklich der Ausbruch? Der heutige Handelstag wird sehr wahrscheinlich den Beleg für das eine – oder das andere liefern!

In Asien sind die Vorgaben eher leicht negativ, der Nikkei rutscht zum Handelsende etwas weiter in negatives Terrain – in Hongkong hat man auf den Handel lieber verzichtet, weil der Typhoon Haima im Anmarsch ist:

Shanghai Composite -0,03%
CSI300 +0,07%
ChiNext -0,69%
Nikkei -0,42%

Der X-Dax öffnet wenig verändert gegenüber dem Vortagesschluß:

dax21-10-16

Im 4-Stunden-Chart sieht man, dass dieser große Bereich zwischen 10700 und 10810 ein harte Nuß werden könnte. Wenn diese aber geknackt wird, könnte es richtig bullisch werden! Denn dann verschieben wir in gewisser Weise die Handelsrange nach oben, neue Räume würden dadurch geöffnet..

dax21-10-162

Auftrieb geben die gestrigen Zahlen von Microsoft – nach den vielen Enttäuschungen bisher aus dem Tech-Bereich. Aber aus Europa wieder ein anderes Bild mit miesen Zahlen von Ericsson – aber klar: Microsoft ist wichtiger..

Was derzeit der Fall ist: massive Dollar-Stärke – der Euro so tief wie seit sieben Monaten nicht mehr, jetzt im Bereich der Brexit-Tiefs. Die Euro-Schwäche mag dem Dax etwas Rückenwind geben, aber die Dollar-Stärke ist eben für viele große US-Unternehmen ein echtes Problem, das sich in ihren Zahlen wiederspiegeln wird. Wenn das so weiter geht, könnte in 2017 die USA in eine Rezession abrutschen, wie zuletzt Steen Jakobsen warnte.

Kurzfristig wichtiger aber ist, dass diese Dollar-Stärke die US-Indizes ausbremst, weil das Auslandsgeschäft der in den großen US-Indizes enthaltenen Unternehmen darunter leiden wird. Grundsätzlich geht es also um die Frage, ob sich der Dax – wie derzeit schon – wirklich von den US-Indizes wird abkoppeln können!

Und das ist ihm, das muß man klar sagen, in der Vergangenheit noch nie dauerhaft gelungen. Aber sicher ist diesmal alles anders..

Und so bleibt es dabei: damit der Dax nachhaltig seine Aufwärts-Bewegung fortsetzen kann, müssen die US-Indizes zeitnah nachziehen. Nächster relevanter Widerstand ist der Bereich 10800/10810, das bisherige Jahreshoch. Unterstützung bieten jetzt der Bereich 10675-10700, dann das getrige Tagestief knapp unter der 10600er-Marke..

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    mingo

    21. Oktober 2016 10:26 at 10:26

    zu welcher uhrzeit wird heute abgerechnet ?

    • Avatar

      Emm wie Meikel

      21. Oktober 2016 11:05 at 11:05

      Heute ist der letzte Handelstag für viele Optionen und Futures (falls das mit „Abrechnung“ gemeint ist). Jeder Handelsplatz hat seine eigenen Handelszeiten.

      • Avatar

        mingo

        21. Oktober 2016 12:35 at 12:35

        ok danke

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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