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Indizes

Dax: Ende der Rally?

Für die Bullen wäre es jetzt schon ein Gewinn, wenn man den Anfang dieser Woche Unfall-frei überstehen würde..

Markus Fugmann

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am

Ist das jetzt das Ende der Rally? Der Dax hat immerhin 400 Punkte zulegen können in der letzten Handelswoche. Einer der zentralen Treiber dieser Rally war die Hoffnung auf eine Entspannung im Handelskrieg – aber von dieser Hoffnung ist nicht mehr viel übrig geblieben nach den Ereignissen der letzten Tage: Absage an weitere Gespräche durch China, Sanktionen der USA gegen eine Abteilung des chinesischen Militärs, woraufhin Peking den amerikanischen Botschafter einbestellt. Und in dieser Woche dürften die Spannungen nicht gerade weniger werden (siehe hierzu den Bericht bei „Axios“).

Der Dax muß nun zusehen, den gebrochenen Abwärtstrendkanal halten zu können – mithin also zu zeigen, dass der Ausbruch aus diesem Abwärtstrend keine Eintagsfleige war. Auf X-Dax-Basis testet der Index bereits diesen Abwärtstrendkanal von oben kommend:

 


(Chart durch anklicken vergrößern)

 

Für den deutschen Leiitndex steht jetzt viel auf dem Spiel: ein sich Befreien aus dem Abwärtstrend wäre so wichtig, um wieder andere Gefilde anlaufen zu können nach dem Niedergang seit Juni (also seit dem Zeitpunkt, als der Handelskrieg als Thema dominant wurde). Ein Problem ist jedoch, dass viele institutionelle Investoren bereits auf der Long-Seite positioniert sind und so die Neigung sich verstärken dürfte, Gewinne mitzunehmen, wenn die Kurse wieder zurück laufen. Also auch von dieser Seite eher Gegenwind als Rückenwind.

Auch charttechnisch seht jetzt viel auf dem Spiel: sollte der Dax am Freitag einen Fehlausbruch absolviert haben, dann dürfte das nach unten einige Dynamik erzeugen (wozu wiederum die aktuell starke Long-Positionierung institutioneller Investoren paßt, die dann auf dem falschen Fuß erwischt würden und mit ihren Verkäufen dann die Abwärtsdynamik verstärken würden).

Möglich ist, dass vor allem die Wall Street erst einmal im Wartemodus verbleibt bis zur Fed-Sitzung am Mittwoch. Der dortige Trend, dass Industriewerte gut laufen, während Tech-Werte nun Probleme bekommen, dürfte dabei für den Dax hilfreich sein, der bekanntlich ja eher klassisch besetzt ist mit Industriewerten denn mit Tech-Werten. Gleichwohl basierte jedoch auch die Rally der Industriewerte auf der Annahme, dass die USA und China die Dinge schon nicht eskalieren würden – und diese Annahme ist mindestens stark in Frage zu stellen!

Für die Bullen wäre es jetzt schon ein Gewinn, wenn man den Anfang dieser Woche Unfall-frei überstehen würde – mit der Fed am Mittwoch könnte dann ein nuees Motiv in die Märkte kommen. Sollte der Dax wieder in den Abwärtstredkanal eintauchen, ist ein zeitnaher Test der 12110er-Unterstützung sehr wahrscheinlich..

 


Von Calistemon – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=44407062

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Zimmermann

    24. September 2018 17:48 at 17:48

    Hallo Herr Fugmann,
    ich kann ihren Pessimismus nicht teilen. Korrekturen in den USA sind Kaufkurse, zumindest bis zum 4.11, wegen den Kongresswahlen. Sie argumwentieren ja immer selbst damit, wenn es wieder „hoch“ geht, dass Trump fallende Märkte nicht zulassen wird, weil die Kongresswahlen für die Republikaner gewonnen werden wollen.

    DAX lassen wir mal aussen vor. Das ist ohnehin im Vgl. zu den USA ein Trauerspiel. Den DAX kann man nur „Short“ traden. Solange die 12300 nicht unterboten werden, ist der Impuls nach oben noch aktiv. Bie 12600 kann man wieder „Short“ gehen.

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Aktien: Bubble-Boomer demaskieren Wall Street-Casino! Marktgeflüster (Video)

Mit Aktien wie Gamestop bringen die Bubble-Boomer Hedgefunds in Schieflage – und demaskieren damit gleichzeitig den Casino-Charakter der Wall Street!

Markus Fugmann

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Aktien wie Gamestop oder AMC schießen auch heute wieder durch die Decke – die Bubble-Boomer bringen damit jene Hedgefunds weiter in Schwierigkeiten, die eben diese Aktien short spielen. Diese Bubble-Bommer (Generation Z) ist mit der Spiele-Mechanik bestens vertraut und hat damit nicht nur eine Schwachstelle der Finanzmärkte offengelegt, sondern gleichzeitig den Casino-Charakter der Wall Street demaskiert. Man darf gespannt sein, ob die Fed heute dazu etwas sagen wird – letztlich sind es die Notenbanken, die dieses Casino ermöglicht haben und den beteiligten Spielern das Gefühl suggerierten, dass man im Casino nicht verlieren könne, weil jedesmal wenn es eng wird, die Retter in Gestalt der Notenbanken nahen..

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Aktien

Mit Zocken reich werden – der neue „American dream“ ersetzt den Traum vom eigenen Haus

Claudio Kummerfeld

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American Dream Symbolfoto

Man erinnere sich an die Zeiten von Bill Clinton und George Bush, und auch von Notenbank-Chefs wie Alan Greenspan. Die inoffizielle Staatsraison der 1990er und 2000er in den USA war (unter anderem): Jedem Amerikaner solle es möglich sein in seinem eigenen Haus zu leben. Das war der American Dream. Unterschwellig (so meine Meinung) war damit die Aussage an die eigene Bevölkerung verbunden, dass man sagen konnte: Schaut her, wir sind das größte, reichste und stärkste Land der Welt. Unsere Bürger können sich alle ein eigenes Haus leisten.

Die Regulierungen am US-Häusermarkt wurden dramatisch runtergefahren. Millionenfach wurden von der Regierung befeuert Hauskredite vergeben an Menschen, die in vielen Fällen noch nicht mal eine Arbeit hatten. Sie hatten noch nicht mal bei beschönigender Betrachtung irgendeine Art von Bonität. Die Katastrophe war vorprogrammiert, und das ganze Kartenhaus brach ab 2007 zusammen – was wir heute als Finanzkrise 2008 bezeichnen. Es war ein großer Traum, der für viele Amerikaner zum Albtraum wurde und für viele mit einem Schlafplatz unter einer Brücke endete.

Im Corona-Jahr 2020 entstand offenbar ein neuer American Dream. Nicht mehr Häuser auf Kredit kaufen, sondern ohne Arbeit, Wissen, Recherche oder sonst etwas reich werden, vom eigenen Computer, von zuhause aus. Durch stumpfes, sinnbefreites Zocken in Aktien, die man selbst gar nicht kennt. Einfach drauf los zocken, und schnell und einfach reich werden. Das ist wohl der neue amerikanische Traum. In der Coronakrise hockten auf einmal Millionen Amerikaner zuhause, betätigungslos. Sehr üppige staatliche Hilfen beschwerten Millionen arbeitsloser Amerikaner ein höheres monatliches Einkommen, als sie es vor Corona mit Arbeit hatten.

Klar erkennbar war die daraufhin folgende Welle an Millionen neuer Brokerkonten in den USA. Unglaublich aber wahr. Unzählige Menschen kauften sich von den staatlichen Hilfen nichts zu essen (sinnbildlich ausgedrückt), sondern überwiesen die Gelder auf ihre frisch eröffneten Brokerkonten. Hinzu kommen die neuen Broker wie „Robinhood“, bei denen man ganz ohne Gebühren zocken kann. Dadurch wurde es möglich auch mit Kleinstbeträgen von mehreren hundert Dollar drauf los zu zocken. Rein, raus, rein, raus, immer weiter.

Robinhood-Chef beschreibt den neuen American Dream

Vlad Tenev, CEO und Mitbegründer von Robinhood, des bekanntesten dieser neuen Broker für die junge wilde Zocker-Meute, hat heute einen Gastkommentar auf CNBC veröffentlicht (hier nachzulesen). Er spricht davon, dass es der neue American Dream sei ein „Investor“ zu werden, nach dem vormaligen Traum vom eigenen Haus. Er erwähnt, dass viele seiner Kunden Aktien kaufen und dann langfristig halten würden. Will da jemand Kritik am stumpfen und sinnbefreiten Zocken vorbeugen? Die Mission von Robinhood sei es nach seinen Worten, das Finanzwesen zu demokratisieren – dies sei im amerikanischen Idealismus verwurzelt. Amerika sei schon immer stolz auf seine Fähigkeit gewesen, Aufwärtsmobilität und Chancen mit wenigen Barrieren zu fördern. Dieses nationale Ethos des „American Dream“ sei so alt wie die Nation selbst. Im 20. Jahrhundert habe sich alles um den Erwerb von Wohneigentum gedreht, was unter anderem durch die 30-jährige Hypothek vorangetrieben wurde. Jetzt, wo es im Börsenhandel keine Provisionen und Mindestbeträge mehr gibt, sei die Bühne frei für einen neuen amerikanischen Traum, bei dem nahezu 100 Prozent der US-Bürger Investoren werden sollen. „Lassen Sie uns das schaffen – gemeinsam“, so seine finalen Worte.

Dazu möchte ich final anmerken: Ist das noch „Investieren“, was wir derzeit am US-Aktienmarkt sehen? Wohl kaum. Völlig wertlose Unternehmen unbegrenzt nach oben traden, ohne jeglichen Sinn und Verstand? Auf Dauer kann das nicht gut gehen. Wir haben es auf finanzmarktwelt.de die letzten Tage mehrfach angesprochen (hier der letzte Video-Kommentar von Markus Fugmann heute früh). Die ganz frische Generation von Tradern hat das Platzen der Dotcom-Blase und die Finanzkrise 2008 gar nicht erlebt. Damals waren diese Trader gerade erst geboren oder noch in der Grundschule. Sie kennen nur steigende Kurse, nur Party, nur nach oben, völlig sinnbefreit. Auch sie werden wohl eines Tages einen großen Knall erleben. Einige von ihnen werden auch nach so einem Crash immer noch kräftig Geld auf der Kante haben – andere werden nach dem „All In“ wohl ähnliches erleben wie viele Menschen nach der Zwangsräumung ihrer Häuser in den Jahren 2005, 2006 und 2007.

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Indizes

Rüdiger Born: Märkte fallen – Tradingchance Long?

Rüdiger Born

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Die Indizes fallen gerade. Ist das die Chance für Trader auf steigende Kurse zu setzen? Das schaue ich mir anhand des Nasdaq-Chart etwas genauer an.

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