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Dax: Ende des Höhenflugs?

Die derzeitig größte Gefahr für den Dax geht nicht etwa von der politischen Unsicherheit der Eurozone aus, sondern von den USA, wo das Enttäuschungspotential groß ist…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Dax hat gestern am Allzeithoch geschnuppert – aber eben nur geschnuppert. Als dann die US-Märkte Schwäche zeigten, rappelte es auch beim Dax, der daraufhin in Richtung 12200er-Marke abrutschte. Der gestrige rebound der US-Indizes wird durch schwächere US-Futures wieder zunichte gemacht – der Nikkei verliert gut 1%, China steigt erst morgen in den Handel wieder ein.

Was war gestern Auslöser der Schwäche? Zunächst einmal die stark enttäuschenden US-Autoverkäufe, die einmal mehr bestätigten, dass der Unterschied zwischen Stimmung und Realität groß ist: diejenigen Amerikaner, die Trump-freundlich sind, haben zwar gute Laune, aber eben auch nicht mehr Geld im Portemonnaie als vor der Wahl des neuen US-Präsidenten. Dazu steigen die Preise stark an, wie gestern der ISM Index gezeigt hat – was perspektivisch eben bedeutet, dass der Konsum nicht eben stärker wird.

Mit anderen Worten: das Konsum-Wunder bleibt bislang aus, und das Trump-Wunder, also der Glaube an den großen Stimulus, hat inzwischen auch Kratzer bekommen. Das zeigt sich besonders beim Nebenwerte-Index Russell2000, der seit der Wahl Trumps besonders stark profitieren konnte: anders als die anderen US-Indizes konnte der Russell2000 sich gestern nicht mehr nachhaltig erholen. Ein Warnzeichen, dass die US-Märkte vor einer Korrektur stehen?

Der X-Dax startet mit einem Abwärtsgap:

Wie geht es nun weiter? Unterstützung im kurzen Zeitfenster nun beim gestrigen Tagestief, also bei 12210 Punkten. Darunter dient dann noch einmal der Bereich 12175/80 als Auffangbecken, deutlich darunter sollte der Dax nicht fallen, um nicht ersten ernsten charttechnischen Schaden zu nehmen.

Im größeren Zeitfenster sieht man, dass der Index über die obere Begrenzung des Aufwärtstrend ausgebrochen ist, vergeblich versuchte, das Allzeithoch zu attackieren, um dann wieder in eben diesen Aufwärtstrend zurück zu fallen:

Wir rechnen heute nicht mit einem neuen Allzeithoch, vielmehr sollte der Index bei 12315/20 erneut abprallen, um dann seine Konsolidierung auf hohem Niveau fortzusetzen. Denkbar ist also eine Seitwärtsbewegung unter dem Allzeithoch – wer in der Nähe des Gipfels steht, bekommt manchmal ein mulmiges Gefühl. Der Anstieg zuvor war steil, im kurzen Zeitfenster etwas zu steil.

Natürlich hat sich die Stimmung der internationalem Investoren gedreht: Europa ist wieder sexy, daher könnte der Dax durchaus in den nächsten Tagen und Wochen sich weiter besser entwickeln als die US-Indizes, die bekanntlich nicht wirklich günstig sind und die Beste aller Welten fest eingepreist hatten. Wenn diese Traum-Welt aber absehbar dann doch nicht eintritt, dann bekommen die US-Indizes ein Problem.

Und das heißt auch: die derzeitig größte Gefahr für den Dax geht nicht etwa von der politischen Unsicherheit der Eurozone aus, sondern von den USA, wo das Enttäuschungspotential groß ist…

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Flury

    4. April 2017 09:26 at 09:26

    Dann bin ich mal gespannt, ob der Höhenflug beendet ist. Ich zweifle…
    Persönlich denke ich, dass es frühestens dieses Herbst kracht.

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Neu: Warum Disruptoren für Sie so lukrativ sind – Werbung

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Lieber Börsianer,

US-Investoren lieben diese neue Aktiengattung. Die Rede ist von den sogenannten Disruptoren. Was ist das? Den Begriff des Disruptors prägte vor einigen Jahren der US-Ökonom Clayton M. Christensen.

Er meint damit Unternehmen, die das bestehende Marktgleichgewicht in aller Regel mit großer Dynamik kreativ zerstören. Anders formuliert: Hier werden Erfolgsserien bereits bestehender Technologien oder etwa Produktionsverfahren unterbrochen (englisch: to disrupt). Im deutschsprachigen Raum sprechen wir dann von disruptiven Technologien.

Landläufig verstehen viele Anleger darunter vor allem Neuerungen im Bereich Software oder Internet. Tatsächlich ist das faszinierende Feld dieser Disruptoren vieler größer. Auch nicht-technische Innovationen können einen Markt erheblich verändern.

Ein Beispiel aus der Vergangenheit: Nach dem Zweiten Weltkrieg startete ein Einzelhändler, den wir heute unter dem Namen Aldi kennen, ein gänzlich neues Geschäftsmodell. Man setzte nicht mehr auf Frischprodukte wie Obst und Gemüse, sondern lang haltbare Konserven und ähnliches. Das Modell des Lebensmittel-Discounters war geboren.

In der jüngeren Vergangenheit etwa sorgte die US-Kaffeehauskette Starbucks für Furore und konstruktive Unruhe im Markt. Die Performance dieser Disruptor-Aktie in den vergangenen 10 Jahren: über 2.200 % Kursplus. Tatsächlich machte diese US-Aktie viele Anleger wohlhabend, einige unter uns machte die Starbucks-Aktie sogar zu kleinen Millionären.

Es muss nicht immer Internet sein

Wie gesagt: Es muss nicht immer Internet sein. Trotzdem gilt natürlich, dass aus dieser Branche in den vergangenen Jahren sehr viele Disruptoren erwachsen sind. Dafür stehen Namen wie Alphabet, Amazon oder etwa in China Tencent oder Alibaba.
Nun kennen wir natürlich alle die Disruptoren der Vergangenheit. Aber was sind die Disruptoren der nächsten Jahren? In meinem Börsendienst RENDITE TELEGRAMM befasse ich mich schwerpunktmäßig genau mit dieser Aktiengattung. Anhand eines aufwendigen Prüfschemas…..

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York- „Biden vorne, aber das Volk verliert“

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden lässt ihn das Fazit ziehen, dass Joe Biden zwar besser abschnitt, dass aber nach dieser Schlammschlacht das ganze amerikanische Volk verloren hat.

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