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Dax: Entgegen zittern..

Eines scheint klar: der Dax wird den Aussagen von Mario Draghi heute entgegen zittern! Mit dem Euro-Anstieg der letzten Tage erhält die heutige EZB-Sitzung eine Bedeutung, die so von der Notenbank wahrscheinlich gar nicht beabsichtigt war..

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FMW-Redaktion

Eines scheint klar: der Dax wird den Aussagen von Mario Draghi heute entgegen zittern! Mit dem Euro-Anstieg der letzten Tage erhält die heutige EZB-Sitzung eine Bedeutung, die so von der Notenbank wahrscheinlich gar nicht beabsichtigt war, denn eigentlich ist die September-Sitzung in sieben Wochen eine „große Sitzung“ mit neuen Projektionen der EZB-Mitarbeiter über Inflation und Wirtschaftswachstum.

Wenn Draghi wirklich ankündigen wollte, dass die EZB ihr QE zurück fahren oder absehbar sogar beenden wird, dann doch eigentlich eher auf dieser „großen Sitzung“ im September, kurz davor ja der Auftritt Draghis bei der Notenbanker-Konferenz in Jackson Hole als ideale Plattform einer solchen Ankündigung (in Jackson Hole hatte Draghi erstmals Andeutungen über das spätere QE der EZB lanciert).

Im Grunde gibt es nun nur zwei Möglichkeiten: die erste ist, dass Draghi das bestätigt, was er in Sintra gesagt hat, nämlich dass die EZB perspektivisch das QE reduziert, aber die ultralaxe Geldpolitik nur sehr langsam zurück gefahren werde. Das wäre hawkish und dürfte den Dax weiter belasten. Die zweite Möglichkeit ist, dass Draghi den Märkten erzählen will, dass man seine Aussagen in Sintra überinterpretiert habe, und überhaupt die Inflation nicht so anziehe wie sie sollte etc. Wahrscheinlich wird, so oder so, die optimistische Sicht auf die Konjunktur beibehalten.

Wenn Draghi aus Sorge um den Anstieg des Euro sowie der Anleiherenditen sehr dovish sein wird, dürfte der Dax die große Lücke zu den US-Indizes verkleinern (Investoren aus dem Dollar-Raum wurden durch den Anstieg des Euro für die schlechtere Performance des Dax gewissermaßen ja schon entschädigt). Wenn Draghi aber die wabernden Befürchtungen bestätigen sollte in Sachen QE, wird es ungemütlich für den deutschen Leitindex.

Denn dann droht das Durchbrechen der 12310er-Unterstützung mit dem Potential eines weiteren Rücksetzer in Richtung der 12000er-Marke:

Aber so weit ist es noch lange nicht. Denn es ist wahrscheinlich, dass Draghi versuchen wird, dem Höhenflug des Euro den Wind aus den Segeln zu nehmen. Erstens weil das ein vordringliches Interesse der EZB ist, da ein zu starker Euro und zu stark steigende Renditen von Staatsanleihen der Euro-Peripherie die angeblichen Erfolge der Notenbank zunichte machen könnten. Und zweitens weil Janet Yellen kürzlich eine dvishe Steilvorlage gegeben hat, die Draghi vermutlich aufnimmt, um die Dinge (Euro-Dollar) im Gleichgewicht zu halten.

Wir werden sehen. Sollte Draghi die dovishe Keule schwingen, dürfte der Dax über die 12530/35 in Richtung 12675 Punkte steigen, im Extrem sogar auf 12730.

Wir bringen um 13.45Uhr das EZB-Statement und berichten dann so zeitnah wie möglich über die Ausagen Draghis und ihre Bedeutung für die Märkte ab 14.30Uhr..

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

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