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Dax – Entscheidung naht

Von Christoph Lange

Der deutsche Leitindex DAX ist nachbörslich mit einem leichten Plus ins Wochenende gestartet.
Den Markt haben zuerst schlechte Daten aus China (Verbraucherpreise) und dann auch aus Deutschland (Handelsbilanz) negativ beeinflusst.
Dank guter Entwicklung an den Börsen in den USA (Aufschwung im Technologiesektor) konnte der DAX in den Abendstunden zulegen.
Die Ukraine lässt, wie erwartet, die Marktteilnehmer nicht in Ruhe. Unsicher machen neue Kämpfe im Osten des Landes (diesmal in der wichtigen Hafenstadt Marienpol), der gut erkennbare Konfrontationskurs der russischen Regierung (Putins Anwesenheit auf der Krim) und – das Wichtigste – das am Wochenende abgehaltene Referendum der Pro-russichen Kräfte.
In dieser Woche stehen im Fokus (zusätzlich zum Ukraine-Konflikt) folgende Daten:
ZEW- Konjunkturerwartungen, Industrieproduktion, BIP, Verbraucherpreise in D und EU
Einzelhandelsumsätze, Erzeugerpreise, Arbeits- und Immbilienmarkt und Konjunkturerwartungen in den USA.

Nachdem der DAX am Freitag in den Handel schwächer gestartet ist, hat er zwei Versuche unternommen, die Abwärtstrendlinie vom Januar 2014 (lila) anzugreifen. Erst im nachbörslichen Handel konnte er die Linie erreichen. Bezwingen konnte er sie nicht.
Der Kurs hat sich dabei stabil über 9550 gehalten, was zuerst ein Zeichen der Bullenstärke ist.
Wenn der Kurs heute die Abwärtstrendlinie wieder attackiert und sie überwindet, kann man mit einer großen Dynamik rechnen.
Einfach wird es allerdings nicht sein, was Indikatorendivergenzen verdeutlichen (abnehmendes Volumen und RSI im Chart).
Vorstellbar ist ein neuer Anlauf verbunden mit einer Korrektur, die optimal nicht unter 9519, besser nicht unter 9500 und nicht unter 9440 gehen soll.
Wenn der DAX in die rote Preiszone gerät, entsteht ein Bärenmarkt.

dax1205



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