Mit neuem Schwung sind die Aktienmärkte in die Woche gestartet. Rückenwind kam vor allem von der Wall Street, wo die Anleger nach einer vorläufigen Einigung im Haushaltsstreit das mögliche Ende des Government Shutdowns feiern. Zwar stehen die finalen Abstimmungen noch aus und wichtige Konjunkturdaten bleiben weiterhin aus, doch die Marktstimmung hat sich spürbar aufgehellt. Hierzulande richtet sich der Blick in dieser Woche insbesondere auf die laufende Berichtssaison: Gleich 13 DAX-Konzerne öffnen ihre Bücher und liefern damit neue Impulse für die weitere Kursentwicklung.
Der DAX konnte am Montag seine kräftigen vorbörslichen Gewinne verteidigen, nachdem er mit einem großen Aufwärtsgap in den Handel gestartet war. Zwischenzeitlich überschritt der Leitindex sogar die Marke von 24.000 Punkten, bevor er den Handelstag bei 23.960 Punkten mit einem Plus von 1,65 Prozent abschloss. Das bedeutet eine deutliche Erholung gegenüber der Vorwoche, in der der Index zeitweise auf ein Tief von 23.452 Punkten gefallen war. Am Dienstagmorgen zeigt sich der DAX vorbörslich erneut fester und könnte damit seinen Aufwärtstrend kurzfristig fortsetzen.
Trotz der jüngsten Erholung bleibt das Chartbild fragil. Erst ein nachhaltiger Ausbruch über die Zone von 24.000 bis 24.050 Punkten würde die technische Lage weiter verbessern. Positiv wirkt aktuell die eingetrübte Anlegerstimmung dies- und jenseits des Atlantiks – ein klassischer Kontraindikator, der für eine Fortsetzung der Erholung sprechen könnte. Die Sorgen um eine mögliche KI-Blase treten kurzfristig in den Hintergrund, bis in der kommenden Woche die mit Spannung erwarteten Zahlen von Nvidia neue Impulse liefern dürften. Ob aus der jüngsten Erholung jedoch eine nachhaltige Jahresendrally entsteht, bleibt abzuwarten.
DAX ringt um 24.000 Punkte
Der DAX notiert in der Vorbörse höher und hat die Marke von 24.000 Punkten erneut überwunden. Damit rückt wieder die Marke von 24.055 Punkten in den Fokus, an der er tags zuvor noch gescheitert war. Ein Sprung darüber würde weiteres Potenzial bis 24.125/132 eröffnen. Nimmt er auch diese Hürde, rückt der horizontale Wdierstand bei 24.245 Punkte ins Visier. Spätestens hier sollte ihm jedoch die Luft ausgehen. Nach einem möglichen Rücklauf sind dann später noch Anstieg bis 24.340 und 24.380 möglich.
Scheitert der DAX dagegen im Bereich von 24.130, könnte es zunächst zu einem Rücklauf bis 24.000 und 23.970 kommen.
Das wahrscheinlichste Szenario für den heutigen Handel ist jedoch, dass der DAX zunächst im Bereich von 23.916 bis 23.970 Punkten auf Widerstand trifft und anschließend in eine Konsolidierungsphase übergeht. Mögliche Rücklaufzonen liegen bei 23.800 und 23.690 Punkten. Dort könnte sich ein neuer Erholungsversuch in Richtung der 24.000er-Marke anbieten. Ein Bruch dieser Unterstützungen würde dagegen den Druck auf die Bullen erneut erhöhen und das Risiko weiterer Abgaben steigern.
Insgesamt bleibt das technische Gesamtbild fragil: Der DAX pendelt weiter zwischen Erholungsbewegungen und Korrekturphasen, ohne bislang einen klaren Trend zu etablieren. Trader sollten daher auf kurzfristige Volatilität und mögliche Fehlausbrüche gefasst sein.
Dax-Chart von TradingView
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DAX Unterstützungen:
23.959 – Schlusskurs 10.11.
23.854 – Tagestief 10.11.
23.800 – Horizontale
23.690 – Horizontale
23.569 – Gap 07.11.
23.452 – Tagestief 07.11.
23.400 – 127,2% Extension
23.386 – Tief 25.07.
DAX Widerstände:
24.055 – Horizontale
24.068 – Tageshoch 10.11.
24.108 – außerbörsliches Hoch 11.11.
24.125 – SMA200
24.132 – Gap 03.11.
24.248 – Tageshoch 03.11.
24.340 – Horizontale
24.384 – Tageshoch 21.10
24.500 – Horizontale
Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.
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Der DAX Performance Index pendelt schon seit Monaten um die Marke von 24 000 Punkten, was dem Zwölffachen der Dot Com Krise entspricht.
Mit anderen Worten, Sie zahlen heute den zwölffachen Preis für ein und denselben Index.
Günstig ist der Index also nicht mehr.
Die Dauerbullen um Halver führen gerne die negative Realverzinsung der Anleihen und die Dividendenrendite des DAX an.
Beides ist heute nicht mehr gegeben.
Die Realverzinsung ist positiv, stark positiv sogar und die Dividendenrendite des DAX liegt mit 400 Punkten jährlich….keine 2 Prozent im Ganzen… unter der Rendite bei Staatsanleihen.
Auch dieses Argument fällt weg.
Nun kommen wir zur Zeitebene.
Der längste jemals gemessene Aufwärtstrend an der Börse ging von September 82 bis März 00…Das waren 17 Jahre und 7 Monate…
Jetzt liegen wir schon bei 16 Jahren und 8 Monaten…
Im Gegensatz zu früher sind die Kurse aber heutzutage teuer.
Selbst im März des Jahres 2000, dem Hochpunkt der Dot Com Blase ,kosteten die weltweiten Indizes nur ein Bruchteil von heute…
Die langfristigen Perspektiven sind also schlecht. Denn einen Dax- Index …von damals um die 2000 Punkte ,im Dot Com Crash….wieder nach oben zu drücken, ist viel leichter, als die teuren Indexstände der heutigen Zeit…!
Ich prophezeie dem DAX Performance Index, in der Perspektive, auf Sicht der nächsten 25 Jahre, schwierige Zeiten…!
Schon eine Verdoppelung, auf dann knapp 48 000 Punkte, wird schwer. Nicht unmöglich aber schwer.
Die jährliche Durchschnittsrendite läge dann bei gerade mal 4 Prozent. So viel und weit mehr gibt es heute schon für mündelsichere Staatsanleihen.
Das ist der Fluch der hohen Kurse.
Der DAX Performance Index hat jetzt schon ein Plateau erreicht, auf der es schwer wird, nachfolgende Käufer zu finden…
Das beweist das Pendeln um die 24 000…