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Dax: Erholung vielleicht, aber die Wende?

Es muß noch schlimmer werden, bevor es besser werden kan!

Markus Fugmann

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am

Heute morgen zunächst eine Beruhigung an Italiens Annleihemärkten und damit auch eine gewisse Erholung an den Aktienmärkten, sowohl bei den US-Futures als auch beim Dax (und beim Euro):


(10-jährige italienische Anleihe; Chart durch anklicken vergrößern)


(Chart durch anklicken vergrößern)

Aber ist diese Erholung von langer Dauer? Wahrscheinlich nicht. Zumindest so lange nicht, bis sich das Spiel dreht, bis es einen „game changer“ gibt, eine neue Entwicklung, die die derzeitigen Sorgen um die Eurozone entkräften könnte. Und noch ist ein solcher game changer schlicht nicht absehbar, vermutlich wird es am 29.Juli in Italien zu Neuwahlen kommen, und bis dahin liegt eine lange Zeit der Unsicherheit vor den Märkten. Unsicherheit aber ist eher ungut vor allem für die Aktienmärkte, daher wird sich das nun eingeschlagene Grundschema der Risikoaversion eben wahrscheinlich nicht ändern und die Volatilität hoch bleiben oder sogar weiter anziehen!

Das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn es zu Erholungen kommt. Faktisch ist der Schmerz noch nicht groß genug, als dass die EZB oder entscheidende politische Akteure nun schon alles in die Waagschale werfen wollten oder könnten, um die Dinge zu beruhigen. Was bisher kam (etwa vom italienischen Notenbankchef) wirkt eher hilflos (der Anstieg der Renditen italienischer Anleihen geschehe aus emotionalen Gründen, sei also faktisch nicht rational).

Und so sieht der Chart des Dax im größeren Zeitfenster (30 Minuten) durchaus angeschlagen aus, es scheint sich die Schulter-Kopf-Schulter-Formation zu materialisieren:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Gestern erfolgte der Bruch der 12650er-Zone – das ist eine Wunde, die nicht so schnell heilen wird, auch wenn der Dax wieder über dieses Niveau gestiegen ist. Was damit klar ist: eine wichtige Bastion (eben die 12650er-Zone)  ist angeschossen worden, sodass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass der nächstliegende Unterstützungsbereich bei 12470 Punkten noch einmal angesteuert werden dürfte.

Auf der Oberseite nun der nächste wichtige Widerstand bei 12800 Punkten, damit die Dinge wirklich besser aussehen für den deutschen Leitindex, müsste der Dax aber schon über die 13035 steigen und damit die angesprochene Schulter-Kopf-Schulter-Formation negieren. Bis dahin ist es aber noch ein sehr weiter Weg!

Daher ist davon auszugehen, dass Erholungen zwar möglich, aber mit guter Wahrscheinlichkeit nicht sehr nachhaltig sein werden. Die Chance ist derzeit gering, dass nun wieder eine Rally einsetzt – es sei denn es käme zu einem oben angesprochenen abrupten game changer.

Mit anderen Worten: es muß noch schlimmer werden, bevor es besser werden kan!

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Finanznews

Aktienmärkte: Großer Verfall – es steht viel auf dem Spiel! Videoausblick

Das für die Aktienmärkte wichtigste Ereignis ist heute der große Verfall – und es steht viel auf dem Spiel! Überlegungen zur Rally – und warum sie endete!

Markus Fugmann

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am

Das für die Aktienmärkte wichtigste Ereignis ist heute der große Verfall (die Laufzeit von Futures und Optionen mit Laufzeit September endet heute) – und es steht extrem viel auf dem Spiel! Denn die massiven Käufe von Call-Optionen von Privatinvestoren haben zu einer Mechanik bei Brokern geführt, die die extreme Rally vor allem der großen US-Tech-Aktien bis Anfang September weitgehend erklärt – und auch den Abverkauf dieser Aktien seitdem! Wenn nun diese Optionen verfallen sind, könnte es richtig turbulent für die Aktienmärkte werden, da die Broker dann viele Positionen verkaufen werden (die sie eingegangen waren, um die Calls der Privatinvestoren zu hedgen)..

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DAX daily: Dax-Anleger mit guter Stimmung vor dem großen Verfall

Stefan Jäger

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am

Der Dax hat den Kater nach der Fed abgeschüttelt und läuft mit Schwung in den großen Verfall. Heute Nachmittag ist dann der Spuk der Hexen endlich vorbei. Der deutsche Leitindex hat es schon wieder getan! Trotz vorheriger Korrektur, hat er an der 13.200er Marke geschlossen. Anfangs sah es gestern gar nicht gut aus für den Dax, direkt nach der Eröffnung lief er fast die 13.000er Marke an und markierte dabei sein Tagestief bei 13.035 Punkten. Danach setzt aber eine ABC-Erholung ein, die ihn bis zum Tageshoch bei 13.245 geführt hat. Zum Handelsschluss lag der deutsche Leitindex zwar 47 Punkte (-0,36%) im Minus, aber dennoch konnte er fast die gesamte Fed-Korrektur ausbügeln. Der Handelstag ging schließlich bei 13.208 zu Ende.

Die Ergebnisse der jüngsten US-Notenbank Sitzung haben einige Anleger enttäuscht, weshalb die Stimmung eingetrübt war. Was die Märkte vorgestern von Jerome Powell nämlich gar nicht hören wollten, war, dass er die Verantwortung für weiteren Stimulus auf die US-Regierung abgewälzt hat. Demzufolge liegt der Ball jetzt in den Händen der Demokraten und Republikanern die Verhandlungen über ein Stimuli-Paket fortzusetzen. Haben wir damit den Peak der maximalen Unterstützung der Fed gesehen? Hier mehr dazu in einem Video von Markus Fugmann.

Unter dem Strich dreht sich alles um den großen Verfall. Wenn man sich die Dax-Schlusskurse der letzten Woche anschaut (alle an und bei 13.200), dann könnte man vermuten, dass sich die Stillhalter auf den „optimalen“ Abrechnungskurs von 13.200 geeinigt haben. Hier können Sie das Verfallstag-Diagramm sehen.

News und fundamentale Daten

Alle drei Monate verfallen am Hexensabbat an den Derivatbörsen die Terminkontrakte wie Futures und Optionen. Der große Verfall im Dax, TecDax und MDax findet um 13:00 Uhr statt. Zudem verfallen Aktien zur XETRA-Schlussauktion um 17:30 Uhr. Entweder pendelt der Dax vor dem großen Verfall in einer kleinen Range hin und her oder es kommt zu wilden Bewegungen, wenn ein paar ganz große Adressen ihre schiefliegenden Optionen anpassen müssen. In den USA erfolgen die Abrechnungspreise erst in der letzten Handelsstunde (Triple Witching Hour), also zwischen 21:00 bis 22:00 Uhr deutscher Zeit.

Darüber hinaus stehen auch ein paar Konjunkturdaten auf dem Programm. Der Erzeugerpreisindex (Aug) aus Deutschland wurde bereits vor wenigen Minuten veröffentlicht. Dieser ist mit 0,0 % minimal besser als erwartet (-0,1 %) ausgefallen. Schließlich erscheinen um 16:00 Uhr noch die US-Konsumentenerwartungen sowie das Verbrauchervertrauen der Uni-Michigan.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Verfallstage können ganz unterschiedlich ablaufen. Es gibt Tage, da passiert nach der Eröffnung gar nichts mehr bis zum Verfall und Tage da entstehen vorher wilde Bewegungen. Vorbörslich notiert der Dax mal wieder in der Nähe der 13.200er Marke.

Um die gestrige Rally fortzusetzen, muss der Dax sein Tageshoch bei 12.245 überwinden. Dann steht er vor dem Widerstandsbereich 13.260 bis 13.280, an dem er die letzten drei Tage immer wieder gescheitert ist. Direkt darüber befindet sich das Dreifach-Top an und um 13.300 sowie der Pivot Punkt R1 bei 13.308. Also jede Menge Widerstand, den er durchbrechen muss, da kann er auch jederzeit abprallen und nach unten abdrehen. Schafft es der Dax den Bereich zu überwinden, dann liegen die beiden Extensionsziele bei 13.355 (200%) und 13.375 (261,8 %) vor ihm. Danach folgt der Pivot Punkt S2 bei 13.389, bevor er die 13.400 nach langer Zeit wieder überwindet und in Richtung des September-Hochs bei 13.460 läuft.

Scheitert der Dax erneut in dem Bereich zwischen 13.250 und 13.300, dann kann es wieder bergab gehen. Eine erste Unterstützung auf der Unterseite liegt am heutigen Pivot Punkt bei 13.168. Darunter befindet sich ein kleiner Unterstützungsbereich zwischen 13.127 und 13.117. An dieser Stelle könnte der Dax Halt finden und wieder zur Oberseite der Range laufen. Ansonsten folgt der Pivot Punkt S1 bei 13.087, bevor es in Richtung des gestrigen Tagestiefs bei 13.035 geht. Der gesamte Bereich zwischen 13.020 bis 12.980 dient dem Dax zudem als wichtige Unterstützung.

Nachdem die Terminkontrakte an den Derivatbörsen verfallen, kommt es zu Neupositionierungen. Dementsprechend könnten in der kommenden Handelswoche neue Impulse entstehen. Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Handelstag und ein erholsames Wochenende.

DAX daily: Tagesausblick 18.09. - M30-Chart - großer Verfall

Dax Unterstützungen (US):

13.168 – Pivot Punkt

13.127 – Punkt 2 vom Top (13.460)

13.117 – mehrfache US + WS

13.087 – Pivot Punkt S1

13.035 – Tagestief 17.09.

12.973 – Tagestief 09.09.

12.916 – Pivot Punkt S1

Dax Widerstände (WS):

13.245 – Tageshoch 17.09.

13.265 – Nachthoch

13.300 – 3-fach Top

13.308 – Pivot Punkt R1

13.355 – 200 % Extension (Nachttief 09.09.)

13.375 – 261,8 % Extension (Zwischentief)

13.389 – Pivot Punkt R2

13.460 – September-Hoch

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Haben wir „Peak Fed“ gesehen? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Während der gestrigen Pressekonferenz gerieten die Aktienmärkte plötzlich unter Druck – und ein zentraler Grund dafür scheint zu sein, dass die US-Notenbank eine Erhöhung des QE verweigerte und den Ball der US-Politik zuschob. Die Aktienmärkte wiederum hatten den fehlenden Stimulus durch die US-Politik erstaunlich gut verdaut – wohl weil man glaubte, mit der Fed jederzeit noch ein Ass im Ärmel zu haben. Nun formuliert ein US-Analyst: wir haben den Hochpunkt (peak) der Fed-Unterstützung bereits hinter uns. Nach teilweise herben Verlusten an der Wall Street (zwischenzeitlich waren sowohl im Dow Jones als auch im Nasdaq 100 alle Aktien im Minus)haben sich die Indizes wieder erholt, der zwischenzeitlich ebenfalls abgesackte Dax handelt wieder im Bereich der 13.200er-Marke. Der morgige große Verfall könnte für weitere Turbulenzen sorgen..

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