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Dax: Es wird schwerer Geld zu verdienen..

Damit die Notenbanken wieder einschreiten, muß der Schmerz noch viel größer werden, müssen die Märkte noch viel länger quengeln..

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Jetzt wird es nicht gerade leichter für den Dax! Der Index scheint eine Art „Deckel“ zu haben im Bereich der Zone 10960/80 – und solange das so ist, droht eine erneute Top-Bildung (nach dem vorherigen Abverkauf):


(Chart durch anklicken vergrößern)

Der aktuelle Gegenwind kommt aus einer Richtung, die vor allem für den Dax gefährlich ist und zu einer Grippe führen kann: es ist die Frucht vor einem globalen Abschwung, der durch China maßgeblich ausgelöst ist. Wohl nicht zufällig drehten der Dax und Chinas Märkte schon im Sommer heftig nach unten, als an der Wall Street noch eitel Sonnenschein angesagt und sogar noch im September neue Allzeithochs erreicht worden waren. Erst im Oktober und dann im Dezmeber erwischte es dann auch die Wall Street – aufgrund der Kombination zwischen den Sorgen um die globale Konjunktur bei einer gleichzeitig unverändert hawkishen Fed.

Nun war es die abflauende Fed-Sorge, die auch dem Dax eine Jahresauftakt-Rally ermöglichte – aber eigentlich ist die Fed nicht wirklich das für den deutschen Leitindex relevante Thema (anders als für die US-Märkte). Für den Dax relevanter ist vielmehr die globale Konjunktur, ist das Thema Protektionismus, das Thema Brexit etc. Daher stellt sich die Frage, wie nachhaltig eine mit ohnehin sehr dünner Liquidität erfolgte Fed-Rally nach dem vorherigen Abverkauf sein kann.

Was kann jetzt helfen? Ein Wunder in Sachen Brexit vielleicht – denn ein harter Brexit hätte schwerwiegende Folgen und ist noch nicht wirklich eingepreist. Eine starke US-Berichtssaison vielleicht – das wird vor allem für die Wall Street der entscheidende Trigger.

Wie diese US-Berichtssaison laufen könnte, haben heute morgen Zahlen eines deutschen Unternehmens angedeutet, das wie ein Barometer für die globale Wirtschaft ist: Continental. Und das Unternehmen sieht für 2019 Druck auf die Margen – mit anderen Worten: es wird härter und schwerer Geld zu verdienen. Und wenn börsennotierte Unternehmen weniger Geld verdienen, dann stellt sich eben die Bewertungsfrage!

Genau das könnte das Problem werden: ja, die Vergangenheit war gut, daher die Kurse nicht zuletzt mit Unterstützung der Notenbanken auf Hochs. Nun aber sind die Notenbanken keine Unterstützer mehr, und gleichzeitig schwächt sich die Wirtschaft deutlich ab. Das macht es wahrscheinlich, dass die Aktienmärkte solange ein Problem haben, bis die Notenbanken dann wieder versuchen zu retten, was eigentlich nicht zu retten ist: den Traum vom ewigen Wachstum, der durch Zuführung von Liquidität die künstliche Wachstums-Illusion aufrecht erhält. Damit die Notenbanken aber wieder einschreiten, muß der Schmerz noch viel größer werden, müssen die Märkte noch viel quengeln..

 

CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13453

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Dax: Vergiftetes Geschenk der Fed – oder: sei vorsichtig, was du dir wünschst!

Der krampfhafte Versuch von Powell, Abwärtsrisiken klein zu reden, aber gleichzeitig eine Geldpolitik zu verkünden, die nur dann Sinn macht, wenn man eben von massiven Abwärtsrisiken ausgeht!

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Es gibt Geschernke, über die man sich lange freuen kann – und es gibt Geschenke, die nach außen hin hübsch aussehen, aber dennoch keinerlei Freude bereiten! Und das, was die Fed und Jerome Powell gestern verschenkt haben, gehört eindeutig zur zweiten Kategorie!

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Dabei stand das Geschenk doch so eindeutig auf dem Wunschzettel der Märkte – es war das Maximale, was sich die Perma-Bullen an dovisher Wende erhoffen konnten. Aber es ist wie im Leben manchmal auch: man sollte vorsichtig dabei sein, was man sich wünscht! Denn indem die Fed die Hoffnungen faktisch sogar übererfüllte, säte sie gleichzeitig den Zweifel – den Zweifel an der derzeitigen Wunschvorstellung der Märkte, dass es nach einem schwächeren ersten Qaurtal dann wieder schnell nach oben gehe und daher doch alles gut sei!

Vorgestern haben die Aussagen von FedEx diesen Biedermeier-Optimismus schon schwer angekratzt – und dann gestern der krampfhafte Versuch von Jerome Powell, die Abwärtsrisiken klein zu reden, aber gleichzeitig eine Geldpolitik zu verkünden, die nur dann Sinn macht, wenn man eben von massiven Abwärtsrisiken ausgeht!

Es sind die schlauen Anleihemärkte, die den Braten sehr schnell gerochen haben – bei den Aktienmärktn ist die Leitung gelegentlich ja etwas länger, und so dauerte es ein bißchen, bis die Wall Street ins Grübeln kam. Wenn nun reihenweise die Renditen der Anleihelaufzeiten bis sieben Jahre invertieren und damit so eindeutig die rote Warnleuchte „Rezession“ blinkt, dann sollte man schon einmal die Frage stellen, ob es in dieser Situation Sinn macht, nur ca. 4% unter dem Allzeithoch zu handeln (wie der S&P 500)!

Wohl eher nicht. Und eines haben die Märkte wohl auch noch nicht so recht auf dem Zeiger: selbst wenn es zu einem Deal zwischen den USA und China kommt, wird eine globale Rezession wohl kaum mehr zu vermeiden sein! Nur weil sich der Konflikt nicht weiter verschärft (wenn das Szenario der Optimisten stimmt), bringt das ja per se kein Wachstum, zumal Trump gestern klar gesagt hat, dass er nicht daran denke, die bisher erhobenen Zölle gegen China wieder abzuschaffen. China aber fordert, dass eben gerade die bisherigen Zölle abgeschafft werden, damit man bereit ist für diesen Deal.

Der Dax jedenfalls hat sein Kursziel erreicht:

Und prallt von dem erreichten Kursziel recht hart ab:

Shit happens. Aber nicht selten passiert das mit charttechnischer Ansage, so wie diesmal!

Wir gehen davon aus, dass der von der Fed indirekt geschürte Konjunktur-Pessimismus dem Dax nicht gerade gut tun wird..

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Finanznews

„Anzeichen von Panik“ bei der Fed? Videoausblick

Alle US-Staatsanleihen bis zu einer Laufzeit von sieben Jahren sind inzwischen invertiert, sprich die Bondmärkte erwarten eine Rezession..

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Die Fed zeigt „Anzeichen von Panik“, so gestern in einer ersten Reaktion auf die Aussagen der US-Notenbank der Chefvolkswirt der Targo-Bank, Otmar Lang. Das war ja auch die volle „dovishe Breitseite“: keine Zinsanhebung mehr in 2019, dazu ab Mai das Herunterfahren der Bilanzreduzierung. Vor allem die Devisenmärkte (Abverkauf des Dollar) und Anleihemärkte gerieten daraufhin in Aufruhr, alle US-Staatsanleihen bis zu einer Laufzeit von sieben Jahren sind inzwischen invertiert, sprich die Bondmärkte erwarten eine Rezession! Die Aktienmärkte freuten sich nur kurz – jetzt steht die drängende Frage im Raum: was weiß die Fed, was wir nicht wissen? Nun werden vor allem die US-Konjunkturdaten mit Argusaugen beobachtet..

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The Federal Reserve in Washington D.C. Photo: Dan Smith, Rdsmith4, and another Author / Wikipedia (CC BY-SA 2.5)

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Das Live-Webinar von Markus Fugmann zur FOMC-Entscheidung (zum nach-sehen)

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Das war das volle dovishe Programm: die Fed senkt ihre Erwartung für Zinsanhebungen von 2 auf 0, senkt die Wachstumsprognose für 2019, und will ab Mai die Bilanzreduzierung zurück fahren, sodass es dann ab Oktober 2019 keine Reduzierung mehr gibt..

Das alles noch einmal zum nachkucken mit Live-Kommentierung des FOMC-Statements und der Aussagen von Jerome Powell auf der PK durch Markus Fugmann sehen Sie unter folgendem Link:

https://www.youtube.com/watch?v=DkIKInaSAjQ

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