Devisen

Dax, Euro &Co: was der Fall ist – und wie es weiter gehen könnte!

Nach dem Abverkauf also die massive Erholung an den Märkten! Schauen wir uns die Sache einmal an, zunächst den Dax..

Von Markus Fugmann

Nach dem Abverkauf also die massive Erholung an den Märkten! Schauen wir uns die Sache einmal an, zunächst den Dax:

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Der deutsche Leitindex ist punktgenau bis zum Widerstand bei 10420 Punkten gelaufen. Steigt der Dax über diese Marke, dürfte er noch die obere Kante des Abwärts-Gaps im Bereich 10520 Punkten erreichen. Auf diesem Niveau aber sollte dem Dax erst einmal die Luft ausgehen..

Krasser Kursverlauf beim Euro: erst der Anstieg auf die 1,13, dann ein scharfer Abverkauf:
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Da zeigt sich das Muster: erst Dollar-Schwäche, dann der rebound. Spätestens bei der Unterstützung bei 1,0990 ist eine Gegenreaktion nach oben zu erwarten beim Euro-Dollar (intraday)!

Und ein ähnliches Muster beim Gold:

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Im Vergleich zum Euro zeigt Gold eine relative Stärke – wir rechnen daher eher nicht mit einem Test der Unterstützung bei 1272 Dollar und sehen mittelfristig gute Perspektiven für das gelbe Metall!

Unter Druck dürften dagegen weiterhin die Währungen der Emerging Markets kommen – hier beispielhaft die türkische Lira zum Dollar (bzw. Dollar-Lira):

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Hier dürften Rücksetzer des Dollar (wie gegenüber anderen Emerging Markets-Währungen) Kaufgelegenheiten darstellen!



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11 Kommentare

  1. super Herr Fugmann, wie immer kurz und bündig:

    EINFACH KLASSE ***** und vielen Dank

    1. Schließe mich dem Dank an!!

  2. Wie ich diese dressierten Kaufaffen mittlerweile hasse. Nix kann mehr fallen, jeder Mist sofort gekauft. Warum? … Na einfach weil er tiefer steht als gestern noch.

    VG KARL

    1. Das ist der Reflex nach 7 Jahren Hausse. Aber in der nächsten Baisse sind die Gewinne der Jungbullen dann eh wieder weg, weil die noch keinen wirklichen Crash erlebt haben.

    2. Ihre heutige Analysen sind einfach wieder köstlich. Ehrlich.

  3. Bei diesen ganzen Auf’s und Ab’s sind ja diese Wahlen unter dem Strich ein no-event hahaha

  4. Offensichtlich haben sich die Börsen und „Märkte“ inzwischen losgelöst von diesem Universum und leben in einem eigenen, in dem die (wirtschaftlichen) Naturgesetze nicht mehr gelten.
    Hat man schnell mal in ein paar Stunden eine Zinserhöhung ausgepreist, um dann irgendetwas ähnlich Fadenscheiniges gleich wieder einzupreisen?
    Mir fehlen wirklich die Worte, was diese einseitig konditionierten Dollarbullen angeht. Ich konnte auch trotz intensivster Googelei auch noch nicht ein einziges nachvollziehbares Argument für diese Marktreaktion finden.

    1. Zinserhöhung – Dollarbullen
      Erklärungs“versuch“:

      Das Wirtschaftswachstum in den USA war in den letzten Monaten nicht berauschend. Die Inflationszahlen schon eher.
      Trump will die Wirtschaft ankurbeln auf Deubel komm raus. Mit allen Mitteln. Das Wirtschaftswachstum „soll“ sich verdoppeln. Daraus könnte man eine weiter anziehende Inflation schlussfolgern.
      Und das hieße: Zinserhöhung.
      Und Zinserhöhung hieße: fester Dollar.

      1. Ja, Sie haben Recht: „Will und soll und könnte“. Die Börse liebt den Konjunktiv. Und sie verabscheut Fakten.
        Als nach der FBI-Einmischung die Chancen für Trump stiegen, stürzte der Dollar ab, weil es ja sein könnte, dass Trump die Wahl gewinnt.
        Jetzt hat er gewonnen, nun wäre es ja möglich
        Allerdings könntees auch sein, dass ganz etwas anderes eintritt. Deshalb stehen uns jetzt sicher turbulente Börsentage ins Haus.
        Dennoch ist diese Marktreaktion heute einfach nur Irrsinn.

    2. @Lars: Noch ein Erklärungsversuch:
      Ein (rein hypothetischer) Big Player könnte so ticken: „Der Amtsantritt von Trump ist nächstes Jahr, das sind in Börsenzeit gerechnet mehrere Ewigkeiten.
      Wir lassen uns doch das Jahresendrallye-Gedöns nicht verderben und uns jetzt noch die Butter vom Brot nehmen. Gestern Nacht und heute Morgen mussten wir ohnehin 5 Mal die Unterwäsche wechseln.
      Im Dezember wird ein weiterer „gigantischer“ Zinsschritt von 0.25 Punkten folgen. Bis Silvester wird daraufhin noch abgesahnt, was das Zeug hält. Dann her mit den Milliarden und erst einmal ab in den verdienten Urlaub.
      Was im Januar auf enttäuschend kleine Zinsschritte und unsere Gewinnmitnahmen folgt, hat uns das Jahr 2015 gezeigt: Ein vier Monate anhaltender Niedergang des USD, den wir euphemistsich Korrekur nennen. Der ist auch nötig, um neue Einstiegslevel zu finden. Aus den Milliarden müssen ja schließlich Aber-Milliarden werden“.

      Big Player sind keine Zocker, sondern eiskalt kalkulierende Schurken. Heute mussten sicherlich unvorstellbare Summen an den Börsen in London und New York investiert werden, um all das zu retten, was man lange zielgerichtet manipuliert hatte.
      Ich hoffe nur, dass einige dieser Lumpen mit dem ein oder anderen Trade sauber ausgestoppt wurden.

      1. @Michael:
        Drastisch-satirisch formuliert, aber die plausibelste Erklärung, die ich heute im ganzen Internet gefunden habe.
        Nicht nur plausibel, sondern vermutlich traurig-zutreffend…

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