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Dax, Euro &Co: was der Fall ist – und wie es weiter gehen könnte!

Nach dem Abverkauf also die massive Erholung an den Märkten! Schauen wir uns die Sache einmal an, zunächst den Dax..

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Nach dem Abverkauf also die massive Erholung an den Märkten! Schauen wir uns die Sache einmal an, zunächst den Dax:

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Der deutsche Leitindex ist punktgenau bis zum Widerstand bei 10420 Punkten gelaufen. Steigt der Dax über diese Marke, dürfte er noch die obere Kante des Abwärts-Gaps im Bereich 10520 Punkten erreichen. Auf diesem Niveau aber sollte dem Dax erst einmal die Luft ausgehen..

Krasser Kursverlauf beim Euro: erst der Anstieg auf die 1,13, dann ein scharfer Abverkauf:
eurusd09-11-16

Da zeigt sich das Muster: erst Dollar-Schwäche, dann der rebound. Spätestens bei der Unterstützung bei 1,0990 ist eine Gegenreaktion nach oben zu erwarten beim Euro-Dollar (intraday)!

Und ein ähnliches Muster beim Gold:

gold09-11-16

Im Vergleich zum Euro zeigt Gold eine relative Stärke – wir rechnen daher eher nicht mit einem Test der Unterstützung bei 1272 Dollar und sehen mittelfristig gute Perspektiven für das gelbe Metall!

Unter Druck dürften dagegen weiterhin die Währungen der Emerging Markets kommen – hier beispielhaft die türkische Lira zum Dollar (bzw. Dollar-Lira):

usdtry09-11-16

Hier dürften Rücksetzer des Dollar (wie gegenüber anderen Emerging Markets-Währungen) Kaufgelegenheiten darstellen!

11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    Michael Bross

    9. November 2016 10:56 at 10:56

    super Herr Fugmann, wie immer kurz und bündig:

    EINFACH KLASSE ***** und vielen Dank

    • Avatar

      Gixxer

      9. November 2016 11:20 at 11:20

      Schließe mich dem Dank an!!

  2. Avatar

    Karl Müller

    9. November 2016 11:22 at 11:22

    Wie ich diese dressierten Kaufaffen mittlerweile hasse. Nix kann mehr fallen, jeder Mist sofort gekauft. Warum? … Na einfach weil er tiefer steht als gestern noch.

    VG KARL

    • Avatar

      Swerown31

      9. November 2016 11:37 at 11:37

      Das ist der Reflex nach 7 Jahren Hausse. Aber in der nächsten Baisse sind die Gewinne der Jungbullen dann eh wieder weg, weil die noch keinen wirklichen Crash erlebt haben.

    • Avatar

      gerd

      9. November 2016 12:32 at 12:32

      Ihre heutige Analysen sind einfach wieder köstlich. Ehrlich.

  3. Avatar

    Flachwitz

    9. November 2016 11:29 at 11:29

    Bei diesen ganzen Auf’s und Ab’s sind ja diese Wahlen unter dem Strich ein no-event hahaha

  4. Avatar

    Lars

    9. November 2016 14:52 at 14:52

    Offensichtlich haben sich die Börsen und „Märkte“ inzwischen losgelöst von diesem Universum und leben in einem eigenen, in dem die (wirtschaftlichen) Naturgesetze nicht mehr gelten.
    Hat man schnell mal in ein paar Stunden eine Zinserhöhung ausgepreist, um dann irgendetwas ähnlich Fadenscheiniges gleich wieder einzupreisen?
    Mir fehlen wirklich die Worte, was diese einseitig konditionierten Dollarbullen angeht. Ich konnte auch trotz intensivster Googelei auch noch nicht ein einziges nachvollziehbares Argument für diese Marktreaktion finden.

    • Avatar

      gerd

      9. November 2016 17:08 at 17:08

      Zinserhöhung – Dollarbullen
      Erklärungs“versuch“:

      Das Wirtschaftswachstum in den USA war in den letzten Monaten nicht berauschend. Die Inflationszahlen schon eher.
      Trump will die Wirtschaft ankurbeln auf Deubel komm raus. Mit allen Mitteln. Das Wirtschaftswachstum „soll“ sich verdoppeln. Daraus könnte man eine weiter anziehende Inflation schlussfolgern.
      Und das hieße: Zinserhöhung.
      Und Zinserhöhung hieße: fester Dollar.

      • Avatar

        Lars

        9. November 2016 17:59 at 17:59

        Ja, Sie haben Recht: „Will und soll und könnte“. Die Börse liebt den Konjunktiv. Und sie verabscheut Fakten.
        Als nach der FBI-Einmischung die Chancen für Trump stiegen, stürzte der Dollar ab, weil es ja sein könnte, dass Trump die Wahl gewinnt.
        Jetzt hat er gewonnen, nun wäre es ja möglich
        Allerdings könntees auch sein, dass ganz etwas anderes eintritt. Deshalb stehen uns jetzt sicher turbulente Börsentage ins Haus.
        Dennoch ist diese Marktreaktion heute einfach nur Irrsinn.

    • Avatar

      Michael

      9. November 2016 19:37 at 19:37

      @Lars: Noch ein Erklärungsversuch:
      Ein (rein hypothetischer) Big Player könnte so ticken: „Der Amtsantritt von Trump ist nächstes Jahr, das sind in Börsenzeit gerechnet mehrere Ewigkeiten.
      Wir lassen uns doch das Jahresendrallye-Gedöns nicht verderben und uns jetzt noch die Butter vom Brot nehmen. Gestern Nacht und heute Morgen mussten wir ohnehin 5 Mal die Unterwäsche wechseln.
      Im Dezember wird ein weiterer „gigantischer“ Zinsschritt von 0.25 Punkten folgen. Bis Silvester wird daraufhin noch abgesahnt, was das Zeug hält. Dann her mit den Milliarden und erst einmal ab in den verdienten Urlaub.
      Was im Januar auf enttäuschend kleine Zinsschritte und unsere Gewinnmitnahmen folgt, hat uns das Jahr 2015 gezeigt: Ein vier Monate anhaltender Niedergang des USD, den wir euphemistsich Korrekur nennen. Der ist auch nötig, um neue Einstiegslevel zu finden. Aus den Milliarden müssen ja schließlich Aber-Milliarden werden“.

      Big Player sind keine Zocker, sondern eiskalt kalkulierende Schurken. Heute mussten sicherlich unvorstellbare Summen an den Börsen in London und New York investiert werden, um all das zu retten, was man lange zielgerichtet manipuliert hatte.
      Ich hoffe nur, dass einige dieser Lumpen mit dem ein oder anderen Trade sauber ausgestoppt wurden.

      • Avatar

        Lars

        10. November 2016 00:11 at 00:11

        @Michael:
        Drastisch-satirisch formuliert, aber die plausibelste Erklärung, die ich heute im ganzen Internet gefunden habe.
        Nicht nur plausibel, sondern vermutlich traurig-zutreffend…

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Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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