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Gold/Silber

Dax, Euro, Gold: Der Stand der Dinge

Die Ausgangssituation für Dax, Euro und Gold vor Beginn der nächsten Handelswoche..

Veröffentlicht

am

Eine Analyse von Karsten Kagels

DAX-Future setzt Korrektur im Abwärtstrend verstärkt fort

Trend des Wochencharts: Korrektur im Abwärtstrend

Letzte Aktualisierung: 19.01.2019

Der abgebildete Wochenchart des DAX-Future (logarithmische Skalierung) zeigt die Kursentwicklung seit Ende 2014, bei einem letzten Kurs von 11.230 Punkten.

Chartanalyse DAX-Future
Korrektur im Abwärtstrend setzt sich verstärkt fort

DAX-Future nähert 20 Wochen Gleitenden Durchschnitt

Der  DAX-Future hat ausgehend vom Maihoch bei 13.206 Punkten einen etablierten und mehrfach bestätigten Abwärtstrend entwickelt, wobei in der letzten Woche des Jahres 2018 das Tief dieser Abwärtsbewegung bei 10.268,5 Punkten erreicht wurde. Von diesem Tiefpunkt ausgehend hat es in den letzten drei Wochen eine deutliche Kurserholung bzw. Korrektur im Abwärtstrend gegeben. Der DAX-Future konnte im Zuge dieses Kursanstiegs die psychologisch wichtige 11.000 Punkte Marke übersteigen und nähert sich jetzt dem 20 Wochen Gleitenden Durchschnitt (blaue Linie) und dem 200 Wochen Gleitenden Durchschnitt (braue Linie).

Wochenkerze ist positive Korrekturkerze

Im Wochenverlauf hat sich erneut eine positive Korrekturkerze entwickelt, wobei das Wochentief bei 10.779 Punkten lag. Das Wochenhoch sehen wir bei 11.254 Zählern, womit nun auch die psychologisch wichtige 11.000 Marke überschritten wurde.

Fazit unserer Chartanalyse zum DAX-Future

Das Chartbild des Dax-Future ist weiterhin grundsätzlich negativ einzuschätzen und von einer Fortsetzung des übergeordneten Abwärtstrends kann ausgegangen werden.

Aus kurzfristiger Sicht durchläuft der DAX-Future eine Korrektur mit steigenden Kursen. Diese Kurserholung ist vermutlich noch nicht abgeschlossen und kann noch bis in den Bereich von 11.500 Punkten führen, ohne das insgesamt negative Chartbild zu neutralisieren.

Erst ein Kursrückgang unter das aktuelle Wochentief bei 10.779 Punkten würde die Aufwärtskorrektur beenden und den übergeordneten Abwärtstrend wieder bestätigen.

 

Euro/US-Dollar (EUR/USD)

Trend des Wochenchart: Seitwärts

Letzte Aktualisierung am 19.01.2018

Der abgebildete Wochenchart des Währungspaares Euro/Dollar (EUR/USD Forex) zeigt die Kursbewegung seit Januar 2015. Jeder Kursstab stellt die Kursentwicklung für eine Woche dar, bei einem letzten Kurs von 1,1365.

 

EURUSD Chartanalyse
EURUSD kann 20 Wochen Gleitenden Durchschnitt nicht nehmen

EUR/USD im Wochenverlauf schwächer

Das Devisenpaar Euro/US-Dollar (EUR/USD) hat in der vergangenen Woche die trendlose Seitwärtsbewegung fortgesetzt, die im Chart als grau hinterlegter Kasten gekennzeichnet ist und nun schon 14 Wochen alt ist.

EUR/USD notiert weiterhin oberhalb des 200 Wochen Gleitenden Durchschnitts, der aktuell bei 1,1320 verläuft (braune Linie im Chart).

Dieser vielbeachtete technische Indikator hat sich in den letzten Wochen als relevante Unterstützung bewiesen. Es bleibt abzuwarten, ob sich EUR/USD über dem 200 Wochen Gleitenden Durchschnitt halten kann.

Im Wochenverlauf konnte der noch fallende 20 Wochen Gleitende Durchschnitt (blaue Linie) nicht überschritten werden, was negativ zu werten ist.

Der wichtige Widerstand liegt bei 1,1554, der im Chart mit einer roten Linie gekennzeichnet ist.

Fazit unserer Euro/US-Dollar Chartanalyse

Der EUR/USD Wochenchart ist neutral einzuschätzen. Die größte Wahrscheinlichkeit hat eine Fortsetzung der Trading Range zwischen 1,12 und 1,15.

Das Chartbild würde sich jedoch erst dann deutlich verbessern, wenn das Januarhoch bei 1,1543 und dann die Kursmarke von 1,1615 (Hoch des Jahres 2015) überschritten wird.

Das neutrale Chartbild würde sich dann weiter verschlechtern, wenn das Novembertief bei 1,1215 unterschritten wird. In diesem Fall könnte sich weiteres Abwärtspotential bis in den Bereich von 1,1000 und tiefer entwickeln.

 

Goldpreis/Gold-Future Chartanalyse

Goldpreis scheitert erneut an $1.300 Marke

Trend des Wochencharts: Aufwärts/Korrektur

Letzte Aktualisierung am 19.01.2019

Der abgebildete Wochenchart (mit logarithmischer Skalierung) zeigt die Kursentwicklung des in New York gehandelten Gold-Futures (GC) seit Mitte 2015 bei einem letzten Kurs von $1.281,3.
Aktueller Goldpreis | Mehr über den Goldpreis lesen.

Goldpreis Chartanalyse
Goldpreis scheitert an $1.300 Marke

Wochenkerze ist zweite Innenkerze

Ausgehend von dem im August erreichten Jahrestief bei $1.167,1 liegt im Wochenchart ein etablierter Aufwärtstrend vor, der durch steigende Tiefpunkte und steigende Hochpunkte charakterisiert ist. Grundsätzlich kann somit von weiter steigenden Kursen ausgegangen werden.

Allerdings erreichte der Gold-Future vor zwei Wochen die psychologisch wichtige $1.300 Marke und konnte diese nicht überwinden.

Auch die langfristige diagonale Widerstandslinie, die im Chart rot eingezeichnet ist, wurde somit fast punktgenau erreicht und übt Druck auf die Entwicklung des Goldpreises aus.

Die abgeschlossene Wochenkerze zeigt sich jetzt als negative Innenkerze, was zusammen mit den zuvor genannten Entwicklungen  neutral bis negativ zu werten ist.

 

Fazit unserer Chartanalyse des Goldpreises

Aus Sicht des Wochenchart liegt ein etablierter Aufwärtstrend vor, wodurch die Wahrscheinlichkeit für einen steigenden Goldpreis weiterhin bei ca. 60 % liegt.

Es wurde aber jetzt ein massives Widerstandsbollwerk im Bereich von $1.300 erreicht, was möglicherweise dazu führen wird, das der Gold-Future erst einmal den zurück gelegten Anstieg korrigieren wird.

Ein  Kursrückgang unter das 3-Wochen-Tief bei $1.278,1 würde den Aufwärtstrend unterbrechen und könnte einen weiter nachgebenden Goldpreis bis in den Bereich von $1.250 einleiten.

 

Mehr von Karsten Kagels unter https://www.kagels-trading.de

 

 

4 Kommentare

4 Comments

  1. Marko

    20. Januar 2019 10:55 at 10:55

    „Der DAX-Future hat ausgehend vom Maihoch bei 13.206 Punkten einen etablierten und mehrfach bestätigten Abwärtstrend entwickelt, wobei in der letzten Woche des Jahres 2018 das Tief dieser Abwärtsbewegung bei 10.268,5 Punkten erreicht wurde.“

    Und was uns das ? Die Amis sind viel zu weit „vorgeprescht“, die Amis müssen sogar im Gegenteil „auf die Bremse treten“ mit ihren Zinserhöhungen.

    Das ist eben der Unterschied zwischen angelsächsischen, eher „Börsen-Markt-orientierten“

    Notenbanken und dem höchst konservativen „EZB-Bundesbankladen“.

    „Wochenkerze ist positive Korrekturkerze
    Im Wochenverlauf hat sich erneut eine positive Korrekturkerze entwickelt, wobei das Wochentief bei 10.779 Punkten lag. Das Wochenhoch sehen wir bei 11.254 Zählern, womit nun auch die psychologisch wichtige 11.000 Marke überschritten wurde.“

    😉

  2. Michael

    25. Januar 2019 16:26 at 16:26

    @Markus Fugmann, gibt es irgendwelche neuen Fake-News, oder was ist gerade mit Gold bzw. allgemeiner USD-Schwäche los? Hast du irgendwelche Infos?

    • Markus Fugmann

      25. Januar 2019 16:29 at 16:29

      @Michael, Bericht im Wall Street Journal, wonach Fed überlegt, Bilanzreduzierung herunter zu fahren – der Dollar daher unter Druck, das ist gut für Gold..

      • Michael

        25. Januar 2019 16:31 at 16:31

        @Markus, vielen Dank für die Antwort in Lichtgeschwindigkeit 🙂

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Aktien

Marktbericht: Fed, Trump, Microsoft – Amis laufen besser als der Dax

Veröffentlicht

am

Von

Donald Trump feuert mal wieder volle Kanne gegen die Fed. Die solle gefälligst endlich die Zinsen senken, so quasi seine Anweisung an die Fed (hier nachzulesen). Unglaublich, aber inzwischen hat man sich an diesen Ton ja fast schon gewöhnt, obwohl die Fed unabhängig agiert! Aber das war heute für den Markt gar nicht wichtig. Wir wollten es vorab nur nochmal erwähnen, was da vor sich geht. Trump macht den Mini-Erdogan! Aber kommen wir jetzt mal zum konkreten Marktgeschehen.

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Fed-Aussagen

Einzelne Funktionäre der Fed haben mit Aussagen gestern und heute die Kurse durcheinander gewirbelt. Da wäre zunächst der in Notenbankkreisen wichtige Chef der New York Fed John Williams. Er hielt gestern Abend eine am Markt viel beachtete Rede, deren Aussagen (Zinsen senken, sobald Wirtschaft schwächelt) dem Markt suggerierte, dass die Zinsen noch stärker gesenkt werden, als bislang erhofft. Heute wurden diese Äußerungen relativiert als grundsätzliche ökonomische Aussagen, aber im Nachhinein kann man Börsenkurse ja auch nicht mehr ändern… und so fiel der US-Dollar gestern Abend sprunghaft, und fast alles, was gegen den Dollar gehandelt wird, stieg sprunghaft an (gut sichtbar im folgenden EURUSD-Chart seit Mittwoch früh).

Dann wurden heute Äußerungen des St. Louis Fed-Chefs Bullard bekannt, der sich klar für nur 25 Basispunkte Zinssenkung am 31. Juli aussprach. Das müsse reichen. Diese Äußerung brachte den Dollar wieder nach oben, und den Euro wieder nach unten.

Und die Indizes?

Im folgenden Chart sieht man den Dax (blau) gegen den Dow seit Mittwoch früh. Seit gestern Abend laufen die Amerikaner besser als der Dax. Sie scheinen die Fed-Story unterm Strich besser wegzustecken. Und außerdem konzentriert man sich aktuell eher auf die heimischen Quartalszahlen. Vor allem berauschen sich die Amerikaner aktuell an den Quartalszahlen von Microsoft, die gestern nach Börsenschluss positiv überraschten. Und Deutschland? Hierzulande hat Angela Merkel sich heute in letzten Aussagen vor ihrem Sommerurlaub auch zur Wirtschaftslage geäußert. Dabei ging es auch um die Konjunktur. Die laufe nicht sonderlich gut usw. Den heutigen Absturz im Dax ab 11 Uhr ab 12.323 Punkten kann man zeitlich gut in Zusammenhang bringen mit Merkels Aussagen. Thema Sommerloch? Wenn solch ein paar allgemeine Worte schon für -80 Punkte gut sind? Denn so stark fiel der Dax. Hätte sich der Dax heute an die Amerikaner gekoppelt (was ja eigentlich der Standard ist), dann könnte man jetzt vielleicht bei 12.350 Punkten stehen? (reine Vermutung) Aktuell notiert der Dax jedenfalls mit 12.229 Punkten, und geht relativ schlaff ins Wochenende.

Dax vs Dow

Öl und sonstige Ereignisse

Der Ölmarkt wurde diese Woche (vor allem heute und gestern) überflutet mit Gründen für steigende und fallende Kurse. Zuletzt war vor allem der Iran ein Thema (bitte hier genauer nachlesen). Für Bullen wie auch Bären lassen sich Argumente finden. Im folgenden Chart sieht man den WTI-Ölpreis seit Montag. Schubweise ging es immer weiter bergab. Man kann eindeutig das Gefühl haben, dass der Markt diese Woche einfach fallen wollte. Trotz einem angeblichen US-Abschuss einer iranischen Drohne zeigt sich der Markt eher fallend. Ein Wahnsinnsmarkt war Öl diese Woche! Wie gesagt, bitte im obigen Link die Details nachlesen.

Die Verbraucherstimmung der Uni Michigan kam vorhin fast genau rein wie erwartet. Diese Daten brachten also keine Impulse. Vorausschauend kann man sagen: Die Amerikaner scheinen mit guter Grundstimmung in die kommende MEGA-Woche zu starten. Es hagelt jede Menge extrem wichtiger Daten von deutschen und US-Konzernen. Der Dax scheint mit seiner müden Sommerloch-Stimmung hinterher zu hinken. Man muss auch bedenken: Die negativen Industrie-Daten in Deutschland liegen wie ein Brett im Magen der Börsianer in Frankfurt, während die Konsumgesellschaft auf der anderen Seite des Atlantik weiter ihre Party auf dem brodelnden Vulkan feiert. Übrigens: Bis jetzt haben 15% aller im S&P 500 enthaltenen Aktiengesellschaften ihre Quartalszahlen gemeldet. Laut FactSet haben 79% davon die (zuvor oftmals gesenkten) Erwartungen übertroffen. Also, kann die Party in den USA nächste Woche weitergehen?

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Short-Einstiege im Dax

Veröffentlicht

am

Die aktuelle Lage im Dax und Dow bespreche ich im Video. Die jüngsten Chartverläufe der beiden Indizes sind nicht identisch. Im Dax würde ich heute eher nach Short-Einstiegen suchen. Werfen Sie mit mir auch noch einen Blick auf Gold. Mein heutiger „Trade des Tages“ folgt gleich noch. Wollen Sie ihn und alle folgenden Text-Analysen völlig kostenfrei lesen? Dann melden Sie sich bitte einfach hier an.

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Devisen

Marktausblick: Fed macht die Kurse

Veröffentlicht

am

Gestern tendierten die US-Indizes negativ. Dann kam gestern Abend der wichtige Chef der New York Fed John Williams mit einer Rede. Seine Headline-Aussage, die über die Ticker jagte: Die Notenbanker sollten doch bitte so schnell wie möglich agieren und die Zinsen senken, sobald es das erste Anzeichen für konjunkturelle Probleme geben sollte! Zack. Das hat gesessen.

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Die Charts sind eindeutig. Der US-Dollar machte sich auf den Weg nach unten, und die Aktienindizes auf den Weg nach oben. Alles was gegen den US-Dollar gehandelt wird, machte sich fortan auf den Weg nach oben… mal abgesehen vom Öl, denn da gibt es eine besondere Nachrichtenlage (dazu später mehr auf finanzmarktwelt.de). Im Chart (beginnt gestern früh) sieht man den fallenden Dollar-Index gegen den steigenden Dow.

Die Fed bewegt die Kurse

Dax

Der Dollar-Index verlor von 96,80 auf 96,35 Indexpunkte, während der Dow bis heute Nacht um 200 Punkte zulegen konnte. Das hohe Niveau kann er am Terminmarkt bis heute früh halten. Und der Dax? Der ist seit gestern Abend bis jetzt um 76 Punkte gestiegen. Das gestern früh entstandene Gap konnte der Dax somit bis heute früh exakt schließen (Chart). Dementsprechend wird er wohl positiv in den Tag starten. Aktuell tendiert er 50 Punkte höher als gestern Abend, auch wenn die Tendenz in den letzten Augenblicken 15 Punkte nach unten zeigte.

Dax

Und sonst?

Gold konnte (wird ja auch gegen den Dollar gehandelt) von 1.425 auf 1.452 Dollar ansteigen. Bis jetzt ist es aber wieder auf 1.440 Dollar zurückgekommen. Die Wahrscheinlichkeit auf eine 50 Basispunkte-Zinssenkung durch die Fed ist über Nacht durch die Williams-Rede gestiegen. Also: Erst einmal haben wir kurzfristig die Fed-Story im Vordergrund stehen. Wird sie für den ganzen heutigen Handelstag bestimmend sein? Die deutschen Erzeugerpreise wurden vor wenigen Augenblicken schwächer gemeldet als erwartet (hier die Details). Heute um 16 Uhr kommt die Verbraucherstimmung Uni Michigan. Wichtig!

Iran

Und ja, dann wäre da noch die Iran-Krise. Was für ein Chaos. Entspannung oder nicht? Es hat sich gestern Abend bis heute früh einiges getan, in Teheran und den USA. Die ganze Gemengelage besprechen wir in einem folgenden Artikel genauer. Auf jeden Fall (so viel vorab) hat der Ölpreis von gestern Nachmittag bis heute früh eine kleine Höllenfahrt auf und ab hingelegt.

NY Fed Chef John C. Williams
John C. Williams. Foto: Federal Reserve Bank of New York

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