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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Gold/Silber

Dax, Euro und Gold im größeren Bild

Veröffentlicht

am

Eine Analyse von Karsten Kagels

 

DAX-Future kann sich über 11.000 Punkte halten und zeigt Stärke

Trend des Wochencharts: Abwärts

Der abgebildete Wochenchart des DAX-Future (logarithmische Skalierung) zeigt die Kursentwicklung seit Ende 2014, bei einem letzten Kurs von 11.321 Punkten.

DAX-Future Chartanalyse
DAX-Future kann sich über 11.000 Punkte halten und zeigt Stärke

DAX-Future nähert sich dem Jahreshoch

Der  DAX-Future hat ausgehend vom Vorjahreshoch bei 13.206 Punkten einen etablierten und mehrfach bestätigten Abwärtstrend entwickelt, wobei in der letzten Woche des Jahres 2018 das Tief dieser Abwärtsbewegung bei 10.268,5 Punkten erreicht wurde.

Von diesem Tiefpunkt ausgehend hat es in den darauf folgenden sechs Wochen eine deutliche Kurserholung bzw. Korrektur im Abwärtstrend gegeben. Diese Kurserholung wurd in der vergangenen Woche durch ein Outside Reversal (Aussenkerze) unter hoher Volatilität unterbrochen. Auch der 20 Wochen Gleitende Durchschnitt (blaue Linie im Chart) konnte nicht überschritten werden.

In der vergangenen Woche konnte sich der DAX-Future über der psychologisch wichtigen 11.000 Punkte Marke halten und mit einem deutlichen Kursgewinn die Woche beenden, wobei nur noch wenige Punkte bis zum Jahreshoch bei 11.385 Punkten fehlen.

Der Kurs des DAX-Future notiert unter dem viel beachteten 200 Wochen Gleitenden Durchschnitt (braue Linie), der abwärts dreht, was negativ zu werten ist.

Fazit unserer Chartanalyse zum DAX-Future

Das längerfristige Chartbild des Dax-Future ist weiterhin grundsätzlich negativ einzuschätzen und von einer Fortsetzung des übergeordneten Abwärtstrends kann ausgegangen werden.

Das nächste größere Kursziel sollte das Vorjahrestief bei 10.268,5 Punkten sein.

Die positive Kursentwicklung in der letzten Woche könnte jedoch ein Hinweis auf weitere Stärke beim DAX-Index sein. Möglicherweise besteht weiteres Kurserholungspotential, welches bis 11.700 Punkte führen kann.

Das negative Chartbild würde erst dann auf neutral drehen, wenn der Kursbereich um 11.500 Zählern nach oben verlassen wird.

———–

 

 

EUR/USD erreicht neues Jahrestief

Trend des Wochenchart: Seitwärts/Abwärts

Der abgebildete Wochenchart des Währungspaares Euro/Dollar (EUR/USD Forex) zeigt die Kursbewegung seit Januar 2015. Jeder Kursstab stellt die Kursentwicklung für eine Woche dar, bei einem letzten Kurs von 1,1296.

EUR-USD in Trendloser Trading Range
EUR-USD erreicht neues Jahrestief

EUR/USD nähert sich dem Vorjahrestief

Das Devisenpaar Euro/US-Dollar (EUR/USD) hat in der vergangenen Woche die trendlose Seitwärtsbewegung fortgesetzt, die im Chart als grau hinterlegter Kasten gekennzeichnet ist und nun schon 18 Wochen alt ist.

Allerdings wurde ein neues Jahrestief erreicht, und EUR/USD ist jetzt nicht mehr weit entfernt vom Vorjahrestief bei 1,1251.

EUR/USD schließt unter dem 200 Wochen Gleitenden Durchschnitts, der aktuell bei 1,1334 verläuft (braune Linie im Chart), was negativ zu werten ist.

EUR/USD notiert auch unter dem fallenden 20 Wochen Gleitenden Durchschnitt, was für weiter fallende Kurse sprechen könnte.

Der wichtige langfristige Widerstand für EUR/USD liegt bei 1,1554, der im Chart mit einer roten Linie gekennzeichnet ist.

Fazit unserer Euro/US-Dollar Chartanalyse

Der EUR/USD Wochenchart ist neutral bis verhalten negativ einzuschätzen. Die größte Wahrscheinlichkeit hat eine Fortsetzung der Trading Range zwischen 1,12 und 1,15. Allerdings hat sich das Chartbild mit der negativen Entwicklung der letzten zwei Wochen deutlich verschlechtert.

Das Chartbild würde sich jedoch erst dann deutlich verbessern, wenn das Januarhoch bei 1,1543 und dann die Kursmarke von 1,1615 (Hoch des Jahres 2015) überschritten wird.

Das neutrale Chartbild würde sich dann weiter verschlechtern, wenn das Vorjahrestief bei 1,1215 unterschritten wird. In diesem Fall könnte sich weiteres Abwärtspotential bis in den Bereich von 1,1000 und tiefer entwickeln.

 


 

 

Goldpreis testet $1.300 Marke und kann Aufwärtstrend fortsetzen

Trend des Wochencharts: Aufwärts

Der abgebildete Wochenchart (mit logarithmischer Skalierung) zeigt die Kursentwicklung des in New York gehandelten Gold-Futures (GC) seit Anfang 2013 bei einem letzten Kurs von $1.325.

Gold-Future Chartanalyse
Goldpreis im Wochenchart im Aufwärtstrend

Wochenkerze ist positive Aussenkerze

Ausgehend von dem im August 2018 erreichten Vorjahrestief bei $1.167,1 liegt im Wochenchart ein etablierter Aufwärtstrend vor, der durch steigende Tiefpunkte und steigende Hochpunkte charakterisiert ist. Grundsätzlich kann somit von weiter steigenden Kursen beim Gold-Future ausgegangen werden.

In der vergangenen Woche entwickelte sich eine positive Aussenkerze, womit der Aufwärtstrend weiter bestätigt wurde. Es wurde das Vorwochentief kurz unterschritten und mit einem Wochentief bei $1.304,7 wurde die wichtige $1.300 Marke erfolgreich getestet. Auch das Vorwochenhoch wurde im Zuge der Aussenkerze erreicht. Der Wochenschlusskurs liegt bei $1.325.

Der Goldpreis konnte sich somit weiter über der psychologisch wichtigen $1.300 Marke halten, was positiv zu werten ist.

Fazit unserer Chartanalyse des Goldpreises

Aus Sicht des Wochenchart liegt ein etablierter Aufwärtstrend vor, wodurch die Wahrscheinlichkeit für einen steigenden Goldpreis weiterhin bei ca. 60 % liegt.

Möglicherweise besteht weiteres Aufwärtspotential, welches sich bis in den großen Widerstandsbereich bei $1.370 entwickeln kann.

Ein  Kursrückgang unter das aktuelle Jahrestief bei $1.274,4 würde den Aufwärtstrend unterbrechen und das positive Chartbild auf neutral drehen.

 

Mehr von Karsten Kagels unter https://www.kagels-trading.de

 

Foto: Gold&Co, Goldankauf Wien CC BY-SA 4.0

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Marko

    18. Februar 2019 17:42 at 17:42

    Im „größeren Bild“, sollte die EZB die Zinsen erhöhen, nach „Lehman“ (0,25 % per Quartal,also : das „Übliche“) – dieser massive Abstand zwischen Aktien- wie Anleihemärkte ist auf lange Sicht schädlich.

    Das wird erstmal nicht „passieren“, weil die Briten „dazischenfunken“ mit Ihrem Brexit.

    Beim Brexit gibt es 2 Möglichkeiten : den „Sprung über Klippe“ , also einen „harten Brexit“.

    Dies würde dazu führen, dass das GPB „nicht mehr da ist“, dies bedeutet den „endgültigen Beitritt“, der Briten zur europäischen (!) Union.

    Also dem EUR. GB ist übrigens ein EWG „Gründungsmitglied“…. Das was die Iren „hinkriegen“, können die Briten genauso. Nordirland, Schottland, Gibraltar wären dann „weg vom Fenster“.

    Die zweite Möglichkeit wäre eben , dass GB den Brexit da lässt, wo er hingehört. Dies wäre mit einem „Gesichtsverlust“ verbunden, die „Rosinenpickerei“ ist jetzt sowieso vorbei. Das hieße defivitv „Neuwahlen“.

    Der Countdown läuft… Die „Geier kreisen schon über GB“… 😀

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Allgemein

Gold fundamental und charttechnisch

Veröffentlicht

am

Von

Von Naeem Aslam, chief market strategist bei ThinkMarkets

Der Goldpreis hat seinen Glanz verloren und wird aufgrund der Stärke des Dollars niedriger gehandelt. Die bisherige Performance des gelben Metalls seit Jahresbeginn war schwach mit nur um 0,31%.

Interessanterweise sehen wir trotz eines gedämpften Interesses an den risikoreicheren Anlagen immer noch keine Aufwärtsbewegung des Goldpreises, und zwar deshalb, weil die Ertragssaison für dieses Quartal starke Ergebnisse geliefert hat. Abgesehen von den US-Einzelhandelsumsätzen waren die Wirtschaftsdaten in den USA robust, und den Anlegern fällt es schwer zu glauben, wie die Fed ihre aktuelle Geldpolitik neutrale beibehalten will.

Auch der Handelskonflikt zwischen den USA und China scheint wieder auf Kurs zu sein, was einer der Hauptgründe dafür war, dass der Goldpreis zuvor stark gestiegen ist. Wir sind jedoch noch nicht aus dem Schneider, weil chinesische Medien eine härtere Haltung gegenüber den USA signalisiert haben. Erst wenn wir eine noch stärkere Reaktion aus China sehen, dürften die Auswirkungen im Goldpreis sichtbar werden.

Blickt man auf die Preisaktion bei Gold, so scheint es, dass der Preis keine starke Dynamik hat. Dies ist der Grund dafür, dass der Kurs das kritische Niveau von 1300 derzeit nicht überschreiten kann.

Technisch gesehen handelt der Goldpreis unter dem gleitenden 50- und 100-Tagelinie, aber über dem gleitenden 200 Tages-Durchschnitt. Dies bedeutet, dass die Bullen die Kontrolle über den Preis verloren haben, aber es besteht immer noch die Hoffnung, dass sie die Kontrolle zurückerhalten, denn der Preis liegt immer noch über dem großen gleitenden Durchschnitt, dem 200-Tage-SMA. Die kurzfristige Unterstützung liegt bei 1266 und der Widerstand bei 1303.


Naeem Aslam


Foto: Stevebidmead – https://pixabay.com/en/gold-ingots-golden-treasure-513062/ Gemeinfrei

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Aktien

Aktuell: Gold mit Sprung, Uber-Aktie verliert desaströs weitere 9%

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am

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Zack, kaum haben die Chinesen ihre Gegenmaßnahmen zu den US-Zöllen verkündet, fallen die Aktien-Indizes. Und siehe da, Gold ist auf einmal gefragt, als sicherer Hort in Krisenzeiten. In wenigen Minuten sprang der Goldpreis von 1.284 auf 1.298 Dollar. Dieser Gold-Chart seit Ende März zeigt, dass der aktuelle Anstieg der stärkste Move seit Wochen ist!

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Gold vs USD

Uber

Meine Güte. Erst vor wenigen Stunden berichteten wir über den desaströsen Börsenstart der Uber-Aktie am Freitag. Bei 45 Dollar emittiert, dann bei 42 Dollar in den Handel gestartet, und dann sogar noch unter 42 Dollar geschlossen. Schlimm. Und heute? Die Aktie verliert in den ersten Handelsminuten weitere 9% auf aktuell 38 Dollar (große Kurssprünge). Was für ein Debakel! Ist der böse Markt schuld? Nun ja, Dow und S&P 500 verlieren aktuell 1,7%, und der Nasdaq verliert 2%. Also warum dann -9% in der Uber-Aktie? Es ist offenbar ein Zeichen dafür, dass die 82 Milliarden Dollar Emissions-Börsenwert doch viel, viel, viel zu hoch angesetzt waren für diesen „Highflyer“? Abwarten, was in den nächsten Tagen passiert. Wo kann in dieser Aktie bitteschön ein Boden liegen? Die Aktie des kleineren Uber-Konkurrenten Lyft verliert heute übrigens weitere 3%. Die Aktie ist seit ihrem Börsengang Ende März ein Voll-Debakel.

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Gold/Silber

Die USA auf dem Weg zur Zollfestung – ein paar Zahlen

Mit immer neuen Zöllen und weiteren Zolldrohungen – ist am 18. Mai Europa an der Reihe? – versucht Donald Trump das US-Handelsbilanzdefizit abzubauen

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Amerika lebt auf Pump

Mit immer neuen Zöllen und weiteren Zolldrohungen – ist am 18. Mai Europa an der Reihe? – versucht Donald Trump das US-Handelsbilanzdefizit abzubauen.

Aus mehrerlei Hinsicht ein Unsinn, denn einerseits lebt Amerika auf Pump und lässt sich dies von anderen Ländern finanzieren – und andererseits gibt es eine negative Korrelation zwischen Handelsbilanzdefizit und der Arbeitslosigkeit in den USA. Ob der Präsident sich darüber schon mal tiefgründigere Gedanken gemacht hat?

Sei’s drum. Die US-Unternehmen sollen vollständig in den USA produzieren, dann gäbe es kein Zollproblem, so Trump. Dumm nur, dass eine Studie besagt, dass jeder in den USA geschaffene Arbeitsplatz in der Industrie dem Steuerzahler 900 Tausend Dollar kostet. Aber für die neuen Schulden hat man ja die neue „Modern Money Theory“ (MMT).

Doch nun zur Entwicklung der Zölle.

 

Eine Studie der Deutschen Bank in New York

Der Studie zufolge lag das US-Zollniveau über alle Produkte hinweg im Januar 2017, dem Beginn von Trumps Amtszeit, bei unter zwei Prozent und damit auf einer Höhe mit Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien. Nach der Einführung von Zöllen auf Stahl und Aluminium sowie der Bezollung chinesischer Waren in Höhe von 200 Milliarden Dollar mit 10% stieg das Niveau auf 3 Prozent.

Mit der am Freitag verkündeten Anhebung von 10 auf 25% steigt das Level auf mehr als vier Prozent. Damit überholen die USA China und bewegen sich in Richtung Saudi-Arabien. Bei einer Umsetzung der Bezollung der restlichen 325 Milliarden Dollar China-Einfuhren mit 25 Prozent würde man Indien überholen und hätte nur noch den Spitzenreiter unter den größeren Nationen, Brasilien vor sich.

Was für ein Ranking für einen ehemaligen Verfechter des Freihandels.

 

Wer bezahlt die höheren Ausgaben?

Natürlich sind diese erst einmal höhere Kosten für den Importeur, der diese Kosten an den Verbraucher weitergeben kann oder die Importe zurückfahren muss. Beides hätte eigentlich fatale Wirkungen für die 70-Prozent-Konsumökonomie der USA mit ihren verschuldeten Bürgern. Trump jubelt zunächst über die möglichen Zolleinnahmen von 100 Milliarden Dollar und eine Berechnung zeigt tatsächlich, dass Amerikas Zolleinnahmen im Oktober 2018 im Jahresvergleich auf 5,5 Milliarden $ gestiegen sind – ein Plus von rund 40 Prozent. Dies berücksichtigt monokausal aber nur eine Seite und nicht die Auswirkungen auf den Welthandel als Ganzes.

Leitragender ist bei jeglicher Verschlechterung der Handelsströme das Exportland Deutschland. Im Falle der Eskalation des Konflikts durch chinesische Gegenzölle wären besonders deutsche Autobauer wie BMW und Daimler betroffen, die von ihren Werken in den USA im großen Stil nach China exportieren. Gar nicht erst zu reden von möglichen Zöllen ab 18. Mai gegen die EU und damit wiederum gegen Deutschland.

Bereits vor Monaten habe ich immer wieder darauf hingewiesen, dass es eine Person in der Hand hat, quasi im Alleingang, die Weltwirtschaft zum Straucheln zu bringen. Eigentlich möchte ich in dieser Sache nicht recht bekommen, denn eine Rezession hat viele Verlierer, auch solche, die nichts mit Aktien am Hut haben.

 

Nüchtern betrachtet: eine Rezession ist notwendig, um Fehlentwicklungen zu korrigieren

 

Ganz nüchtern betrachtet, wäre eine Rezession jedoch überfällig, um die vielen Fehlentwicklungen zu korrigieren, denn je später sie kommen wird, desto stärker dürften auch die Verwerfungen werden. Der Treppenwitz an der Sache, nach Lage der Dinge, wäre aber, dass der große Visionär, der die Superhausse verlängern, beziehungsweise steigern will, ausgerechnet derjenige wäre, der sie maßgeblich beendet.

 

Von Cliff – originally posted to Flickr as U.S. Bullion Depository, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9586948

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