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Dax, Euro und Gold: Nordkorea, und sonst nichts? Öl will einfach nicht steigen

Nordkorea hat heute dank sonstiger fehlender Gründe den Handelstag bestimmt. Ganz früh am Morgen war sich die vorhandene Händler-Crowd wohl noch nicht sicher, ob man Nordkorea zum Anlass nehmen könnte den Dax…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Nordkorea hat heute dank sonstiger fehlender Gründe den Handelstag bestimmt. Ganz früh am Morgen war sich die vorhandene Händler-Crowd wohl noch nicht sicher, ob man Nordkorea zum Anlass nehmen könnte den Dax gen Süden zu schicken, aber im Verlauf des Handelstages schlossen sich dann immer mehr Trader an.

Was der Dax heute verlor, hatte der Dow über Nacht schon im Future vorweg genommen. Der Dax fiel heute bis zu 235 Punkte im Vergleich zu gestern Abend. Jetzt sind es aber nur noch -75 Punkte bei 12.160. Also hielt die schlimme Nordkorea-Panik nur wenige Stunden von 9-14 Uhr.


Dax (schwarz) und Dow (orange) seit gestern früh.

Aus Kreisen der Trump-Administration hört man heute die Amerikaner könnten ruhig schlafen, es sei alles ok, und man habe dem Machthaber in Nordkorea nur klar machen wollen, dass man verteidigungsbereit sei (mal kurz zusammengefasst). Politische Börsen haben kurze Beine, so lautet eine alte Börsianerweisheit. Von daher könnte das Thema schon morgen für die Börsianer Geschichte sein. Oder die Trader nehmen es zum Anlass für eine Korrektur?

Über den Spruch mit den politischen Börsen sollten auch mal die Trader nachdenken, die gestern Abend und heute den Goldpreis um 20 Dollar gepusht haben. Aber zumindest beweisen diese Trader, dass die alten Börsenmuster (Flucht in den sicheren Hafen) immer noch Anwendung finden.


Der Goldpreis seit Montag Abend.

Der Euro bleibt in seinem langfristigen Aufwärtstrend, den er gegen den US-Dollar seit Januar hinlegt von 1,05 auf 1,18. Die aktuelle Schwäche ist noch Teil dieses Aufwärtstrends. Im zweiten Chart sieht man im blauen Kreis den Rückfall vom letzten Freitag aufgrund der US-Arbeitsmarktdaten. Da fiel EURUSD um 140 Pips. Hält er dieses Niveau von 1,1730 oder steigt wieder an, bleibt der Aufwärtstrend intakt. Noch hat man sich von Nordkorea nicht beeinflussen lassen, aber abgesehen davon gibt es gerade jetzt auch kein anderes Thema.


EURUSD seit Januar.

Und der Ölpreis? Der bleibt merkwürdig tot. Obwohl es doch endlich mal gute Nachrichten hagelt. Zumindest oberflächlich haben die OPEC-Mitglieder mal wieder geschworen sich allesamt an ihre Kürzungszusagen zu halten. Und die API-Lagerdaten wurden heute von den offiziellen Daten fast in voller Höhe bestätigt mit -6,5 Millionen Barrels Rückgang. Aber auch das reicht dem Markt nicht, er will einfach nicht steigen. Es scheint, als glaube der Börsianer der OPEC einfach nicht mehr. Und die Lager in den USA? Die gehen in der Tat beachtlich zurück, schon -38 Millionen Barrels in den letzten zwei Monaten. Aber der WTI-Ölpreis, der sowas normalerweise sofort honoriert, bleibt immer noch unter 50 Dollar (jetzt 49,16).

Morgen (wahrscheinlich gegen Mittag) veröffentlicht die OPEC ihre aktuellsten Förderdaten.

Morgen Abend ab 22 Uhr veröffentlicht Snap Inc (Snapchat) seine Quartalszahlen. Wir berichten dann umgehend darüber.

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Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Aktuell: Pelosi schürt wieder Stimulus-Optimismus, Aktienmärkte mit Erholung

Markus Fugmann

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Soeben Nancy Pelosi auf ihrer Pressekonferenz: man habe Fortschritte gemacht bei den Gesprächen mit den US-Repubikanern, man sei fast am Ziel („progress has been made this week“; „we are just about there“).

Und die Aktienmärkte wieder mit einer Erholung, nachdem der Leitindex S&P 500 das Tief vom Montag unterschritten hat..

Aber Vorsicht: möglich ist, dass sich Pelosi nicht auf das gesamte Stimulus-Paket bezieht, sondern nur auf einen kleinen Teil davon:

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Konsumklima und Kaufverhalten im Oktober – aktuelle Daten

Claudio Kummerfeld

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Einkaufswagen

Die Coronakrise nimmt wieder mehr Fahrt auf. Deutschland hat mehr täglich Neuinfizierte als noch im Frühjahr, und die Restriktionen im Alltag nehmen wieder zu. Der selbe Reflex wie im Frühjahr zeigt sich aktuell bei den Verbrauchern – aber offenbar noch nicht im selben Ausmaß. Das kann man gut ablesen im Konsumklima und im Kaufverhalten der Deutschen. Heute früh wurden Daten zu Konsumklima und Kaufverhalten für Oktober veröffentlicht.

Konsumklima

Das einmal im Monat veröffentlichte GfK-Konsumklima zeigt heute früh, dass der Optimismus der deutschen Verbraucher im Oktober spürbar schwindet. Rund drei Viertel der Verbraucher gehen demnach aktuell davon aus, dass COVID-19 eine große bziehungsweise sehr große Bedrohung darstellt, und etwa die Hälfte macht sich große beziehungsweise sehr große Sorgen, wenn es um die persönliche Zukunft geht. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartungen wie auch die Anschaffungsneigung müssen Einbußen hinnehmen. Folglich prognostiziert GfK für das Konsumklima für November 2020 einen Wert von -3,1 Punkten, und damit 1,4 Punkte weniger als im Oktober dieses Jahres. Gut sichtbar ist der Abwärtstrend im Konsumklima im folgenden Chart. Ein Balken steht für einen Monat.


source: tradingeconomics.com

Kaufverhalten

Das Statistische Bundesamt hat heute früh Daten zum Kaufverhalten in Deutschland veröffentlicht. Man hat sich die Woche vom 12. bis 17. Oktober 2020 angeschaut, und mit früheren Zeiträumen verglichen. Wegen der steigenden Infektionszahlen ist die Nachfrage nach ausgewählten Hygieneartikeln und Lebensmitteln teils deutlich gestiegen. Die Verkaufszahlen von Toilettenpapier waren vom 12. bis 17. Oktober 2020 fast doppelt so hoch (+89,9 %) wie im Durchschnitt der Vorkrisen-Monate August 2019 bis Januar 2020. Der Absatz von Desinfektionsmitteln lag knapp drei Viertel (+72,5 %) und der von Seife knapp zwei Drittel (+62,3 %) über dem Vorkrisen-Durchschnitt. Die Grafik, die bis ins letzte Jahr zurückreicht, zeigt: Die Panikkäufe im Frühjahr waren deutlich heftiger als heute, aber der Trend zum Kauf bestimmter Waren geht aktuell bergauf.

Chart zeigt Kaufverhalten vor und während der Coronakrise

Hier weitere Detailaussagen der Statistiker:

Die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln und Seife blieb auch während des Sommers, als sich der Absatz von Lebensmitteln weitgehend normalisiert hatte, leicht überdurchschnittlich. In der 42. Kalenderwoche zog nun auch die Nachfrage nach bestimmten Lebensmitteln an. So stieg der Absatz von Mehl verglichen mit dem Vorkrisen-Durchschnitt um mehr als ein Viertel (+28,4 %) und der Absatz von Hefe um mehr als ein Drittel (+34,8 %). Die Verkaufszahlen von Teigwaren wie Nudeln waren hingegen leicht unterdurchschnittlich (-0,2 %).

Statistik zeigt Kaufverhalten für einzelne Produkte

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