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DAX fällt vor Wochenstart: Iran-Risiken und Zölle belasten

DAX fällt vor Wochenstart: Iran-Risiken und Zölle belasten
Grafik: ChatGPT

Angesichts anhaltender Unsicherheiten dürfte der DAX auch in der neuen Woche seine Seitwärtsphase auf hohem Niveau fortsetzen. Zwar konnte der Leitindex am Freitag die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten verteidigen und sich in der Folge wieder etwas nach oben absetzen, dennoch fehlen bislang die entscheidenden Impulse, um das Rekordhoch bei 25.507 Punkten erneut anzulaufen, geschweige denn nachhaltig zu überwinden. Entsprechend bleibt die Marktstruktur stabil, allerdings ohne klare Trenddynamik. In der neuen Handelswoche dürften die Investoren daher insbesondere die von Donald Trump am Wochenende angekündigten globalen Zölle sowie einen möglichen Militärschlag der USA gegen den Iran genau beobachten.

Aktienmärkte: Zoll-Sorgen und Iran-Risiken

In Anbetracht der neuen Zollsorgen dürfte es zu Wochenbeginn volatil werden. Die Aktienmärkte notieren vor Eröffnung tiefer, Bitcoin fiel zeitweise unter 65.000 Dollar und der Goldpreis setzte seinen Anstieg fort. Darüber hinaus rücken geopolitische Risiken wieder stärker in den Fokus.

Ein möglicher US-Militärschlag gegen den Iran könnte die Aktienmärkte belasten, auch wenn die direkten Auswirkungen voraussichtlich begrenzt bleiben dürften. Bereits im Juni 2025 hatten israelische und amerikanische Angriffe auf den Iran keine größeren Marktverwerfungen ausgelöst. Entscheidend wird daher sein, ob eine Eskalation tatsächlich finanzmarktrelevant wird.

Eine Ausnahme bestünde allerdings dann, wenn geopolitische Spannungen den Ölmarkt über einen längeren Zeitraum erheblich beeinträchtigen und die Preise deutlich anziehen. In diesem Fall dürfte der Gegenwind für die Aktienmärkte, insbesondere für den DAX, spürbar zunehmen. Hinzu kommt, dass Donald Trump binnen zehn bis fünfzehn Tagen eine Entscheidung über einen möglichen Militärschlag gegen den Iran angekündigt hat.

Zudem dürfte die Unsicherheit rund um die US-Zölle wieder zunehmen, nachdem der Supreme Court die „reziproken Zölle“ für unrechtmäßig erklärt hat. Am Wochenende hatte Trump bereits angekündigt einen globalen 15%-Zoll zu verhängen, was die Aktienmärke zu Wochenbeginn verunsichern und drücken dürfte. Konjunkturseitig stehen der Ifo-Geschäftsklimaindex, die Verbraucherpreise sowie das GfK-Konsumklima und Wachstumsdaten aus Deutschland als mögliche Impulsgeber im Fokus. Aus den USA wiederum rückt das Verbrauchervertrauen in den Mittelpunkt.

DAX ringt weiter um 25.000 Punkte

Der DAX notiert vorbörslich deutlich schwächer und dürfte folglich mit einem Abwärts-Gap (25.260 Punkten) in den Handel starten. Damit rückt die Schlüsselmarke von 25.000 Punkten erneut in den Fokus. Behauptet sich der Index darüber, könnte sich der Rangehandel zwischen 25.000 und 25.300 Punkten fortsetzen. Ein erster potenzieller Widerstand liegt bei 25.145 Punkten. Oberhalb davon geraten die Marken bei 25.200, 25.265 und 25.300 Punkten als weitere Hürden in den Blick.

Verharrt der DAX hingegen unter 25.145 Punkten, sind Rücksetzer bis an die 25.000-Punkte-Marke wahrscheinlich. Fällt der Index auch darunter, dürfte der Bereich um 24.925 Punkte als nächste kurzfristige Unterstützung fungieren. Ein Bruch dieser Zone würde das kurzfristig noch konstruktive Chartbild deutlich eintrüben und Abgaben in Richtung 24.800 Punkte oder tiefer eröffnen.

DAX ringt um 25.000 Punkte: Zölle und Iran-Risiken belasten Aktienmärkte

Dax-Chart von TradingView

DAX Unterstützung:

25.004 – Tagestief 20.02.

24.983 – Tagestief 19.02.

24.925 – Horizontale

24.841 – SMA200

24.734 – Tagestief 17.02.

24.714 – Tagestief 09.02.

24.620 – Horizontale

DAX Widerstände

25.145 – Horizontale

25.228 – Tageshoch 19.02.

25.260 – Gap 20.02.

25.265 – Zwischenhoch

25.315 – Tageshoch 18.02.

25.331 – Tageshoch 20.02.

25.356 – Horizontale

25.507 – Rekordhoch

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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1 Kommentar

  1. Der Ölpreis kann sich eben auch auf den Dax auswirken.

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