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Aktien

Dax -8,7 Prozent seit Februar – die Einzelwerte liefen nicht so einheitlich!

Claudio Kummerfeld

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am

Einzelwerte im Dax höchst uneinheitlich seit Februar

Seit Mitte Februar, dem Zeitpunkt vor dem Start des Börsencrash, verlor der Dax bis jetzt gut 1.200 Punkte oder 8,7 Prozent. Um zurückzukommen auf das alte Niveau von 13.800 Punkten, fehlt eigentlich nur noch ein kräftiger Schwung. US-Indizes wie S&P 500 und vor allem der Nasdaq haben dank ihrer starken Tech-Lastigkeit (Amazon und Co) ihre Februar-Marken längst überschritten und haben neue Höchststände erreicht. Aber zurück zum Dax. Zwar ist der Index gar nicht mal so weit entfernt vom Vor-Krisen-Hoch (ganz aktuell Schwäche im Markt wegen Trump-Corona-Infektion). Aber der Blick auf einzelne der 30 Werte zeigt, dass die Entwicklung höchst unterschiedlich verlaufen ist.

Sehr uneinheitliches Bild im Dax

Als da wäre zum Beispiel die Aktie von Bayer. Gerade erst gestern ist die Aktie kräftig gefallen. Das liegt an einer aktuellen Gewinnwarnung des Unternehmens. Bayer rechnet für das kommende Jahr mit rückläufigen Gewinnen und einem fallenden Cashflow, wegen der Lage im Agrarbereich. Aber auch ohne dieses aktuelle Event hinkt die Aktie der Gesamtentwicklung im Dax hinterher. Man könnte annehmen, dass der Monsanto-Horror die Aktie weiterhin schwächeln lässt? Im großen Vergleich zu Mitte Februar notiert die Aktie 40 Prozent tiefer, deutlich schlechter als das 8,7 Prozent Minus im gesamten Dax.

Tja, und die Deutsche Bank? Sie ahnen es. Mitte Februar kurz vor dem Beginn des großen Börsencrash notierte die Aktie noch bei 10,20 Euro – jetzt sind es 7,10 Euro. Ein Verlust von 30 Prozent! Auch in nächster Zeit sind vermutlich (!) kaum gute Nachrichten zu erwarten. Sollte die bevorstehende Insolvenzwelle zu weiteren Kreditausfällen führen, würde das zwangsläufig auch die Bücher der Banken belasten. Die Deutsche Bank wäre wohl weniger von Ausfällen bei Verbraucherkrediten betroffen, sondern womöglich eher bei Ausfällen von Unternehmenskunden. Nullzinsen sind keine guten Zeiten für Finanzdienstleister. Auch die Aktie der Allianz steht im Vergleich zu Februar nicht rosig da – sie verliert von 232 auf 162 Euro – ein Minus von 30 Prozent!

Bei den Autobauern zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Daimler liegt gegenüber Mitte Februar sogar leicht im Plus mit 46 Euro gegenüber 44 Euro im Februar. Volkswagen ist weniger gut durch Börsencrash und Coronakrise gekommen. Noch im Februar lag die Aktie bei 170 Euro, jetzt nur noch 134 Euro. Und Continental? Der Autozulieferer ist durch Coronakrise und Umstellung auf E-Autos hart getroffen, und baut sehr viele Stellen ab. Die Aktie hat seit Februar von 112 auf 95 Euro verloren, ein Minus von 15 Prozent.

SAP und Delivery Hero

Die Aktie von SAP ist seit Mitte Februar von 129 auf 133 Euro gestiegen. Bei dem Geschäftsmodell ist das nicht verwunderlich. Die wirklichen Highflyer wie Netflix, Amazon und Co, welche genau für die Coronakrise das 100 Prozent passende Geschäftsmodell bieten, fehlen natürlich in einem Index wie dem Dax, um ihn nach oben zu pushen. Tja, aber die Deutsche Börse hat ja nach dem Wirecard-Debakel jüngst einen neuen Titel in den erlauchten 30er-Kreis aufgenommen, nämlich Delivery Hero, einen Vermittler für Essenslieferungen. Das geht schon eher in Richtung „passendes Geschäftsmodell in Corona-Zeiten“. Auch wenn die Firma höchst umstritten ist – seit Mitte Februar konnte die Aktie 22 Prozent zulegen. Bringt sie von nun an mehr Performance in den Dax?

Was lernen wir aus unserem kleinen Blick auf ein paar Dax-Titel und ihre Entwicklung seit Mitte Februar? Schaut man nur auf den Dax und sieht das Minus von 8,7 Prozent, dann denkt man, dass die großen deutschen Unternehmen doch ganz gut durch die Krise kommen. Aber schaut man genauer hin, dann kommen einige ordentlich durch die Krise – andere aber, bedeutende Unternehmen wie Deutsche Bank oder Bayer, die performen wirklich schlecht. Es gibt kein einheitliches Bild. Wer zum Beispiel per ETF oder normalen Aktienfonds einen ganzen Index wie den Dax kauft, der kauft auch immer die faulen Äpfel im Korb mit.

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Aktien

SAP meldet Quartalszahlen – Aktie fällt dramatisch! Übertrieben? Kaufchance?

Claudio Kummerfeld

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am

Frau arbeitet an Schreibtisch in Büro

SAP hat heute seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Der Umsatz liegt bei 6,53 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 6,79). Der Gewinn nach Steuern liegt bei 1,65 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 1,26 Milliarden Euro).

Während die Finanzdaten des letzten Quartals halbwegs ok sind, scheint die Börse regelrecht geschockt zu sein von einem anderen Aspekt der Veröffentlichung von SAP. Denn die Aktie verliert heute dramatische 20 Prozent, wegen der Aussichten für das laufende Gesamtjahr 2020. Umsatz- und Gewinnerwartungen werden nur ganz leicht nach unten revidiert, aufgrund der zweiten Corona-Welle und den damit einhergehenden neuen Restriktionen, die sich auch auf Unternehmen und ihre Aufträge auswirken. Und dafür gleich 20 Prozent Bestrafung im Aktienkurs? Ist das nicht zu viel? Hier könnten sich die Anleger mal überlegen, ob das eine Kaufchance für die Aktie ist (das ist keine Kaufempfehlung unsererseits, sondern nur ein Gedankenspiel).

SAP auszugsweise im Zitat zur Gesamtjahresaussicht:

Der bisherige, am 8. April 2020 veröffentlichte Ausblick der SAP für das Gesamtjahr 2020 spiegelte die bestmögliche Schätzung der SAP hinsichtlich des Zeitpunkts und der Geschwindigkeit einer Erholung von der Corona-Krise wider. Dieser Ausblick
ging davon aus, dass die Länder ihre Wirtschaft hochfahren und die Einschränkungen für die Bevölkerung gelockert würden,
sodass sich die Nachfrage im dritten und vierten Quartal allmählich verbessert.

Auch wenn weiterhin ein stabiles Interesse an den Digitalisierungslösungen der SAP besteht, da Kunden widerstandsfähiger
und agiler aus der Krise hervorgehen möchten, wurde kürzlich in manchen Regionen das öffentliche und wirtschaftliche Leben erneut eingeschränkt, und die Belebung der Nachfrage fiel verhaltener aus als erwartet. Des Weiteren geht die SAP aus
denselben Gründen nicht mehr davon aus, dass sich die SAP-Concur-Erlöse aus Geschäftsreisen in den verbleibenden Monaten des Jahres 2020 deutlich erholen werden.

Die SAP aktualisiert deshalb ihren Ausblick für das Gesamtjahr 2020 und erwartet nun, dass:

• die Clouderlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 8,0 Mrd. € und 8,2 Mrd. € liegen werden (zuvor
zwischen 8,3 Mrd. € und 8,7 Mrd. €).
• die Cloud- und Softwareerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 23,1 Mrd. € und 23,6 Mrd. € liegen werden (zuvor zwischen 23,4 Mrd. € und 24,0 Mrd. €).
• die Umsatzerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 27,2 Mrd. € und 27,8 Mrd. € liegen werden
(zuvor zwischen 27,8 Mrd. € und 28,5 Mrd. €).
• das Betriebsergebnis (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 8,1 Mrd. € und 8,5 Mrd. € liegen wird (zuvor zwischen 8,1 Mrd. € und 8,7 Mrd. €).

CEO-Kommentar im Wortlaut:

Aufgrund der Corona-Krise befinden sich unsere Kunden an einem Wendepunkt. Für Unternehmen ist der Umstieg in die Cloud, verbunden mit einer echten Neuausrichtung ihres Geschäfts, unerlässlich geworden. Denn nur so können sie widerstandsfähiger werden und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie gestärkt aus der Krise hervorgehen können. Gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern werden wir Innovationen entwickeln und Unternehmen neue Möglichkeiten für die Abwicklung von Geschäftsprozessen in einer digitalen Welt bieten. Die SAP wird ihr Wachstum in der Cloud auf über 22 Mrd. € im Jahr 2025 steigern und den Anteil der besser planbaren Umsätze auf etwa 85 % ausbauen.“

Details der Quartalszahlen von SAP

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona und SAP

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Corona-Anstiege in den USA und Europa sind heute ein Thema. Aber auch die aktuelle Revision der Aussichten von SAP sind in New York aktuell Thema.

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Tesla krempelt die Autoindustrie um – Werbung

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Lieber Börsianer,

Tesla hat gerade den fünften Quartalsgewinn in Folge gemeldet. Während die Gewinne in der Vergangenheit vor allem den Erlösen aus dem Zertifikatehandel zu verdanken waren, erwirtschaftet Tesla mittlerweile auch im operativen Geschäft einen Überschuss. Der Elektropionier straft damit die Kritiker Lügen.

Bisher musste sich Tesla die Kritik gefallen lassen, dass der Autobauer zwar die Mobilität revolutioniert, jedoch unprofitabel arbeitet. Tatsächlich fielen in der Aufbauphase des Unternehmens horrende Verluste an, die manchen Beobachter auf einen baldigen Untergang von Tesla wetten ließ. Mittlerweile hat sich das Blatt jedoch gewendet. Tesla ist der höchstbewertete Autobauer der Welt.

Tesla treibt eine ganze Branche vor sich her

Die Zeit des klassischen Verbrennungsmotors ist vorbei. Tesla präsentiert sich als Vorreiter einer neuen Zeit. Sicher ist, dass die Automobilbranche vor einer beispiellosen Transformation steht. Tesla hat die technische Entwicklung maßgeblich vorangetrieben und beim Elektromotor und der Batterietechnik mittlerweile einen Vorsprung von mehreren Jahren vor der Konkurrenz. Deshalb pumpen die Anleger viel Geld in Tesla.

Ob sich der Vorsprung verteidigen lässt, ist allerdings noch lange nicht ausgemacht. Klar ist jedoch schon jetzt, dass einige etablierte Konzerne auf der Strecke bleiben werden, wenn sie sich nicht schnell genug anpassen. Gleichzeitig kann aber auch einer der alteingesessenen Autohersteller durch seine enormen Finanzreserven plötzlich zum Marktführer im E-Auto-Segment werden. Entsprechende Strategien gibt es mittlerweile nicht nur bei den Volumenherstellern wie Volkswagen oder Renault, sondern auch im Luxussegment bei Daimler und BMW.

Der Elektromotor ist nicht das einzige Erfolgsgeheimnis von Tesla

Tesla hat nicht nur bei der Entwicklung des Antriebs für seine Fahrzeuge Neuland betreten. Die gesamte Organisation des Unternehmens stellt die Branche auf den Kopf. Es ist verrückt, dass dies die meisten Analysten übersehen.

Üblicherweise ist die Autoindustrie sehr stark von Zulieferbetrieben abhängig. Die Produktion der Einzelteile ist auf der ganzen Welt verteilt. Im Autowerk eines klassischen Konzerns wie BMW, Volkswagen oder Daimler werden die Teile, die aus aller…..

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