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Dax: Fliegt er aus der Komfortzone?

Wir sehen derzeit nur sehr geringe Chancen, dass der Dax etwa heute den Ausbruch nach oben schafft mit einem neuen Allzeithoch über der 13096er-Marke. Wahrscheinlicher erscheint uns entweder ein Verbleiben in der Range 12890-13096, oder gar das Abtauchen unter die Unterstützungszone 12890-12905/10, wenn die Wall Street dort weiter machen sollte, wo sie gestern aufgehört hat..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Man hat es sich gemütlich eingerichtet in der Komfortzone zwischen 12905/10 und dem Allzeithoch bei 13096 Punkten. Es will dem Index einfach nicht gelingen, sich von der 13.000er-Marke abzusetzen. Macht ja nix, könnte man sich denken – ein bißchen ausruhen nach dem starken Anstieg seit Ende August, ein bißchen Kraft sammeln für den nächsten Anstieg.

Fragt sich aber nur, ob der auch wirklich kommt! Denn die Wall Street hat gestern erstmals seit längerer Zeit deutliche Schwächezeichen gesendet und damit angedeutet, dass die aktuell laufende US-Berichtssaison ein willkommener Anlaß sein könnte, Gewinne mitzunehmen. Natürlich übertreffen über 70% der berichtenden Unternehmen die zuvor so stark gesenkten Erwartungen – na klar. Aber es zeigt sich, dass offenkundig schon die beste aller Welten eingepreist ist, denn damit die Aktien eines berichtenden Unternehmens weiter steigen, müssen derzeit drei Kriterien stimmen: Umsatz über Erwartung, Gewinn über Erwartung, und der Ausblick muss auch gut sein! Ein bißchen viel, was da zu leisten ist – und deswegen setzen jetzt Gewinnmitnahmen ein!

Oder, wie gestern bei McDonald´s, das heute berichtet: man verkauft vor den anstehenden Zahlen und sichert damit seine Performance. In Europa dagegen ist die Berichtssaison bisher eher durchwachsen, heute meldet mit BASF ein Schwergewicht im Dax ordentliche Zahlen, die jedoch keinen Schub für die Aktie bringen.

Der Dax kommt nach wie vor nicht aus seiner Seitwärtsrange nach dem starken Anstieg seit Ende August:

Wir sehen derzeit jedoch nur sehr geringe Chancen, dass der Dax etwa heute den Ausbruch nach oben schafft mit einem neuen Allzeithoch über der 13096er-Marke. Wahrscheinlicher erscheint uns entweder ein Verbleiben in der Range 12890-13096, oder gar das Abtauchen unter die Unterstützungszone 12890-12905/10, wenn die Wall Street dort weiter machen sollte, wo sie gestern aufgehört hat.

Das wird einerseits abhängen von den heute anstehenden Zahlen einiger Schwergewichte (3M, Caterpillar, General Motors, Fiat Chrysler), andererseits könnte schon heute verkündet werden, wer der neue (oder alte) Fed-Chef wird. John Taylor wäre für die Aktienmärkte eine negative, weil hawkishe Überraschung – der Dollar würde steigen, Aktienmärkte vermutlich fallen, schon weil der Markt eben mit dem eher dovishen Jerome Powell rechnet (mit einer Wahrscheinlichkeit von 70%). Yellen wäre eher neutral für die Märkte, die Fed würde dann eben auf dem ohnehin eingeschlagenen Weg bleiben.

Kurz gefaßt: wir sehen eine nicht ganz geringe Chance, dass der Dax aus seiner Komfortzone rutscht und halten eine Korrektur der Wall Street für wahrscheinlich, der sich der Dax nicht wird entziehen können..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    berti

    24. Oktober 2017 13:47 at 13:47

    Korrektur Wall Street–> der Dow hat wohl genug korrigiert :-)

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Thanksgiving-Party

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die steigenden Corona-Zahlen in den USA werden an der Börse derzeit ignoriert. Die Kurse kennen aktuell nur eine Richtung. Positiv zu werten ist auch, dass vermutlich die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden sollte.

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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