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Dax: Frühindikator oder Spätzünder?

Ist der Dax angesichts der charttechnischen Konstellation ein Frühinidkator – oder ein Spätzünder, der dann die Bewegung der US-Märkte nach oben nachvollziehen wird?

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Die US-Indizes gestern mit Gewinnen zwischen +0,84% (Dow Jones) und +1,42% (Nasdaq) – aber der Dax verlor gestern knapp -0,5%. Es ist also wieder einmal die Party der Anderen, die Party der Wall Street – und der Türsteher sagt: du mußt aber draußen bleiben!

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Im Gegensatz zu den US-Indizes hat der Dax eine im Grunde völlig intakte Top-Formation ausgebildet:

 

Aber auf dem Weg zur Ausbildung eines großen Tops bzw. einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation könnte auch der S&P 500 sein:

 

Ist der Dax angesichts dieser charttechnischen Konstellation ein Frühinidkator – oder ein Spätzünder, der dann die Bewegung der US-Märkte nach oben nachvollziehen wird? Sicher: der Dax ist mit den US-Märkten aufgrund seiner auch technischen Konstruktion (Einbeziehung Dividenden) nicht 100% vergleichbar  – aber es ist dennoch offensichtlich, dass die großen deutschen Aktienwerte schlechter laufen als die amerikanischen.

Die US-Unternehmen wiederum stehen nun vor der Berichtssaison – und der Vergleich zum Vorjahresquartal wird schon deswegen mau ausfallen, weil die Zahlen damals im Vorjahr noch stark gedopt waren von den Segnungen der US-Steuerreform. Es ist wahrscheinlich diese US-Berichtssaison, die den Weg weisen wird – und die überwiegend im April stattfindet (daher ist der April der Hochpunkt der blackout period):

 

Die Gretchenfrage, die sich derzeit stellt, ist die Frage nach dem zweiten Quartal: die Aktienmärkte gehen davon aus, dass Konjunktur und Unternehmenszahlen dann wieder deutlich besser werden, wir also derzeit nur eine Delle erleben. Die Anleihemärkte gehen davon aus, dass eine Rezession vor der Tür steht, sprich diese Erholung im 2.Quartal nicht kommen wird (und in der Vergangenheit hatten fast immer die Anleihemärkte recht..).

Und genau darum geht es: wir haben schwaches Wachstum und schwache Gewinnaussichten für die Unternehmen, dennoch steigen die Kurse (vor allem an der Wall Street) stark, weil man im „die-Fed-ist-wieder-unser-Freund-und-Helfer-Modus“ ist und von einer vorübergehenden Delle ausgeht. Aber auch die Fed kann eine Rezession nicht verhindern, das hat Powell selbst auf der vorgestrigen Pressekonferenz eingestanden). Was also hilft es, wenn die Fed nicht mehr auf die Bremse tritt, während das Auto aus der Kurve fliegt?

 

Aber heute ist ja Freitag, also „Happy Hour“ mit vielen schönen Cocktails für umme – der Kater kommt ja erst später..

 

Foto: Deutsche Börse AG

 

2 Kommentare

2 Comments

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    Beobachter

    22. März 2019 12:15 at 12:15

    IN DER VERGANGENHEIT HATTEN FAST IMMER DIE ANLEIHENMÄRKTE RECHT.
    Weil die Anlehenmärkte von wenigen grossen Profis gehandelt u.bestimmt werden,während die Aktienmärkte von den Notenbankwünschen u.den Heerscharen von Junkis gegen sämtliche Fundamentaldaten hochgejubelt werden.Jede Überdosis hat kurzfristig Freude gemacht.
    Bei Immobilienkäufen warnen die Bänker immer vor steigenden Zinsen, obwohl man die langfristig festmachen kann. Anderseits glauben Alle an immerwährende Tiefstzinsen u.sehen bei Aktien kein Zinsrisiko.Alle Länder, die sich im Ausland verschulden ( inkl.USA ) haben irgendwann ein Problem.
    Daher Vorteil für China.

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    Moritz

    22. März 2019 16:15 at 16:15

    3 Month und 10Y-US Anleihen sind invertiert. Larry Kudlow hat letztes Jahr noch gesagt der Spread der 2Y und 10Y Anleihen ist egal, die 3M und 10Y sind entscheidend…. na dann… Dow 30.000 😉

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Indizes

Aktienmärkte und US-Dollar: Korrektur – oder Beginn der Risiko-Aversion?

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Der Weckruf von gestern Morgen, der durch den Anstieg des Goldpreises signalisiert worden war (wobei Gold als Absicherung gegen eine Korrektur der Aktienmärkte gekauft wurde), hat begonnen, seine Auswirkungen zu zeigen: die Börsen haben etwas begonnen, was vorerst als Gewinnmitnahmen betrachtet werden kann.

Der S&P500 hat sich von seinen Höchstständen im Bereich von 3.390 wieder deutlicher entfernt, der Dax ist der Bewegung der amerikanischen Aktienmärkte gefolgt und handelt im Bereich zwischen 13.570 und 13.650 Punkten als wichtige Marken. Für den S&P 500 gilt: bricht die Unterstützung bei  3.330 Punkten, dürfte der Index zunächst weiter bis 3.305 Punkte fallen.

Aktienmärkte: Risiko-Aversion oder nur Korrektur?

Im Moment sind die Bewegungen auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen, nach den vorherigen starken Anstiegen der Aktienmärkte. Gestern haben wir im Rahmen unserer Argumentation dargelegt, warum die klassischen Korrelationen zwischen den verschiedenen Anlageklassen vorerst verschwunden sind – da der Dollar im Allgemeinen gekauft wird und Gold als Absicherungsinstrument eingesetzt wurde, um keine direkten Short-Positionen an den Börsen einzugehen („US-Dollar: warum er derzeit so unglaublich stark ist!“). Wenn wir eine Ent-Koppelung zwischen Dollar-Yen und all den anderen Dollar-Währungspaaren sehen würden, dann liefert uns das einige bedeutendere Erkenntnisse über die Finanzmärkte. Technisch gesehen gibt es in der Tat noch keine strukturellen Voraussetzungen für eine mögliche Trendwende, so dass wir mit Vorsicht argumentieren müssen.

Rohstoff-Währungen

Der Rückgang des australischen und des neuseeländischen Dollars setzt sich fort, aufgrund der anhaltend starken Käufe von US-Dollars – und aus charttechnischen Gründen: zentrale Unterstützungen wurden gebrochen, sodass wir nun Kursniveaus erreicht haben,  die wir seit 10 Jahren nicht mehr gesehen haben. Die Furcht vor möglichen Zinssenkungen belastet weiterhin die australische Währung, was wiederum den neuseeländischen Dollar („Kiwi“) mit sich reißt. Vorerst verfolgen wir weiterhin eine mögliche Vertiefung der Baisse in Richtung 0,6525, wo wir weitere Versuche einer bärischen Kurs-Tendenz sehen könnten, falls der Markt weiterhin US-Dollar kauft.

(Hinweis: Der Autor Matteo Paganini ist chief market strategist bei dem australischen Broker Pepperstone)

Die Aktienmärkte und ihre Korrelation mit dem US-Dollar

Der Chart AUD/USD als Singalgeber der Aktienmärkte

 

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Finanznews

Aktienmärkte: Inflation und Ent-Globalisierung! Videoausblick

Eines aber haben die Aktienmärkte vermutlich noch nicht so richtig auf dem Schirm: den Anstieg der Inflation aufgrund der Folgewirkungen des Coronavirus

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Gestern reagierten die Aktienmärkte plötzlich – und das ohne eine Nachricht, die ein Trigger hätte sein können für den impulsiven Abverkauf an der Wall Street. In diesem Fll gilt: Kurse machen Nachrichten – zu Zeiten der heißen Phase im Handelskrieg war es andersherum. Eines aber haben die Aktienmärkte vermutlich noch nicht so richtig auf dem Schirm: den Anstieg der Inflation aufgrund der Folgewirkungen des Coronavirus: die Krise zeigt die Abhängigkeit des Westens von China und ist ein weiterer Meilenstein der Ent-Globalisierung (nach der Einführung von Zöllen im Handelskrieg). Wir stehen am Beginn einer Verlegung von Lieferketten (Deutschland ist derzeit gar nicht mehr in der Lage etwa Antibiotika zu produzieren). Aber das heißt auch: die Inflation wird steigen, weil die Produktion im eigenen Land viel teurer ist als zuvor – der starke Anstieg der Erzeugerpreise in den USA und Deutschland ist ein erster Hinweis darauf..

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Finanznews

Gold in einer win-win-Situation? Marktgeflüster (Video)

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Ist Gold nun in einer win-win-Situation? Offenkundig nutzen derzeit viele Investoren Gold erstens als Absicherung gegen die ökonomischen Folgen des Coronavirus. Und zweitens erwarten die Märkte – sollte sich die Lage verschlechtern – dass die Fed (und andere Notenbanken) die Zinsen weiter senken, was wiederum gut für das unverzinste Gold wäre. Heute die Wall Street mit einem plötzlichen Abverkauf – der Nasdaq 100, der seit dem 27.Januar mehr als 8% hat zulegen können, mit einer schnellen Bewegung nach unten. War eine Meldung der „Global Times“ über Apple der Auslöser? Inzwischen rückt in Sachen Coronavirus Südkorea immer mehr in den Fokus – die Sorgen vor einer globalen Ausbreitung nehmen zu..

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