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Dax: Ganz viel Grund für Optimismus..

Was Donald Trump veranstaltet, erinnert immer mehr an die 1930er-Jahre – und wir erinnern uns: damals wurde dann ja auch alles richtig gut, nachdem es zuvor einen kleinen, fast schon zu vernachlässigenden Weltkrieg gegegen hatte. Also sollten wir mittel- und langfristig extrem optimistisch sein und jetzt ganz viele Aktien kaufen, nicht wahr?

Redaktion

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FMW-Redaktion

Natürlich besteht derzeit ganz viel Grund für Optimismus! Natürlich werden sich die USA und China einigen, nachdem Donald Trump nun die Latte noch viel höher gelegt hat mit der Verdreifachung der angedrohten Zölle. Da werden sich die Chinesen aber freuen und einer Einigung sofort zustimmen, weil die Stimmung inzwischen durch die neue Drohung ja noch viel besser geworden ist. Einer Einigung steht jetzt überhaupt nichts mehr im Weg, vielleicht schmeißen sich die beiden Supermächte vorher noch ein paar Atombomben an den Kopf – aber danach sind sie dann sicher wieder die besten Freunde..

Und weil Trump ganz fest mit einer Einigung rechnet, hat er gleich mit angewiesen, dass amerikanische Farmer, die von den Gegenmaßnahmen Chinas betroffen wären, Subventionen bekommen werden – was klar zeigt, dass die Trump-Adminstration eben natürlich nicht mit einer Einigung rechnet. Und Trump selbst will vermutlich gar keine Einigung bzw. wäre nur mit einem Deal zufrieden, der für die Chinesen absolut unannehmbar wäre. Wo hier ein Ausweg sein soll, erschließt sich uns nicht wirklich – aber die Wall Street ist zu einer Form des Optimismus fähig, die die Grenzen rationaler Vorstellbarkeit weit übersteigt!

All das erinnert immer mehr an die 1930er-Jahre (damals in Deutschland wurden übrigens landwirtschaftliche Großgrundbesitzer subventioniert im Handelskrieg, nun also die USA ihre Farmer..) – und wir erinnern uns: damals wurde dann ja auch alles richtig gut, nachdem es zuvor einen kleinen, fast schon zu vernachlässigenden Weltkrieg gegegen hatte. Also sollten wir mittel- und langfristig extrem optimistisch sein und jetzt ganz viele Aktien kaufen, nicht wahr? Eben.

Während die US-Futures ca. 1% tiefer handeln, zeigt sich der X-Dax bislang recht entspannt – warum auch nicht, die Perspektiven für deutsche Exporte werden schließlich ja immer glänzender:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Wie im Chart ersichtlich, ist der Dax genau bis zur seit Ende Februar bestehenden Abwärtstrendlinie gelaufen (bei 12330 Punkten) – nun also der Rücksetzer. Das bedeutet: wenn der Dax weiter steigen will, muss er jetzt auch über die 12330er-Marke! Unterstützungen dagegen finden sich bei 12160 und 12110 (dort erfolgte der Bruch des ganz kurzfristigen Abwärtstrends).

Nach der Aufregung über die freundliche Geste Trumps Richtung China stehen heute die US-Arbeitsmarkdaten im Fokus. Wie im Videoausblick thematisiert, dürfte die Headline-Zahlen eher schwächer ausfallen, das Risiko besteht in stärker als erwartet gestiegenen US-Stundenlöhnen. Mit anderen Worten: was für die Menschen und die Wirtschaft der USA gut wäre – viele neue Stellen, stärker steigende Löhne – wäre für die Wall Street schlecht, weil die Fed dann eben die Liquiditätsparty schneller abwürgen müßte..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Ute Löchel

    7. April 2018 23:46 at 23:46

    ganz schön pervers wie einige wenige aufgrund ihrer Skrupellosigkeit, auf Kosten anderer – der Mehrheit – Unmengen von Geld machen

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen Logo

Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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