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Indizes

Dax: Goldilocks-Szenario? Oder kulturelle Ignoranz der Trump-Administration als ausgeblendeter Risikofaktor?

Stimmt das von den Märkten angenommene Ideal-Szenario?

Markus Fugmann

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am

Nachdem der Dax tagelang um die 11.500er-Marke herum gependelt war, scheunt er nun zum nächsten Sprung nach oben anzusetzen! Auslöser ist vor allem der weniger schlecht als befürchtet ausgefallene Caixin Einkaufsmanagerindex, der gewissermaßen durch die Kreditorgie in China im Januar „gedopt“ wurde, gleichzeitig aber dennoch Kontraktion anzeigt. Jedenfalls nehmen die Märkte das als Entspannungssignal wahr – so schlimm steht es scheinbar doch nicht mit China, so die Logik. Nunja, wenn man mehr als eine Billionen Dollar in den Kreditmarkt pumpt, ist ein Anstiegen der Stimmung nicht so fürchterlich erstaunlich, oder? Jedenfalls wird es nun darauf ankommen, ob China weiter Geld in die Märkte pumpt oder ob der Januar hier doch singulär war!

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Die Märkte werden heute sehr genau hinschauen, wie der amerikanische ISM Index (Gewerbe) ausfallen wird. Dann wird sich zeigen, ob die derzeit wahrgenommene goldilocks-Logik aufrecht zu erhalten ist: die US-Konjunktur ist robust (mit Verweis auf das gestrige BIP aus dem 4.Quartal), aber die Fed wird dennoch die Füße still halten. Nun waren die BIP-Daten aber schon sehr alt (government shutdown), während die meisten Konjuktur-Daten der letzten Wochen enttäuscht hatten.

Das andere große Thema ist der Handelskrieg, und hier scheint nun klar, dass die Amerikaner den Chinesen ein 150-Seiten-Vertrag haben zukommen lassen, den sie bitte schön unterschreiben sollen – oder eben nicht. Dass da Peking mal eben ein Vertrag oktroyiert wird mit der Maßgabe „friß oder stirb“ dürfte dem chinesischen Stolz nicht gerade gefallen – daher ist der Optimismus, den Larry Kudlow gestern einmal mehr an den Tag legte, wohl stark übertrieben (und ein weiterer Beleg für die fehlende kulurelle Empathie vieler Amerikaner, aber besonders der Trump-Administration – auch das gestrige diplomatische Desaster mit Kim Yong Un ist so erklärbar..)

Besonders der exportlastige Dax aber braucht einen wie auch immer gearteten Deal USA-China – nichts kann den Index mehr treffen als ein eskalierender Handelskrieg mit wechselseitigen Zöllen. Auf X-Dax-Basis hat der deutsche Leitindex nun das Hoch von Anfang Dezember übertroffen, von dem ausgehend es damals so stark nach unten ging. Nun ist der Bereich 11600, aber vor allem die Zone um 11680 Punkte ein harter Widerstand:

 

(Chart durch anklicken vergrößern)

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    pigeon

    1. März 2019 12:31 at 12:31

    Eine Frage an die Experten: Wenn ich es richtig verstanden habe, dann greift ab jetzt wieder die Schuldenobergrenze in den USA. D.h. die Treasury kann keine neuen Anleihen emittieren. Der Fahrplan für neue Emissionen ist demzufolge auch leer im Moment.
    Das würde ja heißen, dass Liquidität, die sonst in die Treasurys fließen würde, anderswo in den Markt geht, oder? Das sollte doch die Risk Assets anschieben in den nächsten Wochen. Könnte man daraus folgern dass es für die US Aktien- und Corporate Bond Märkte in den nächsten Wochen gut nach oben gehen sollte?

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Bitcoin

Dow 30.000 Punkte, Bitcoin mit Aussicht auf 20.000 – Ideen für Pfund und Hewlett Packard

Redaktion

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Der Dow Jones ist diese Woche über 30.000 Punkte geklettert, ein Rekordhoch! Die aktuelle Lage und die Aussichten bespricht Manuel Koch im folgenden Video mit einem Experten. Ebenfalls ein wichtiges Thema im Video ist die seit Wochen vorhandene Euphorie im Bitcoin, auch wenn die Volatilität groß ist. Hier sei die Chance auf einen Anstieg Richtung 20.000 Dollar vorhanden (aktuell 17.192 Dollar). Aber dann könne es bei dieser runden Marke aus psychologischen Gründen zu Gewinnmitnahmen kommen.

Auch im Video besprochen werden aktuelle Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Das britische Pfund könne man gegen den US-Dollar kaufen über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Ebenso könne man derzeit über eine Stop-Buy-Order auf steigende Kurse in der Hewlett Packard-Aktie setzen. Beide Ideen werde im Video konkret begründet.

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Aktien

Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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Finanznews

Aktienmärkte: Wichtige Botschaften! Videoausblick

Die Aktienmärkte heute aufgrund des US-Feiertags wohl eher ruhig. Aber es gibt heute dennoch sehr wichtige Botschaften für die Zukunft!

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte dürften heute aufgrund des US-Feiertags Thanksgiving einen ruhigen Handelstag vor sich haben. Aber es gibt dennoch sehr wichtige Botschaften, die das größere Bild in den nächsten Tagen und Wochen prägen sollten: so dürfte die Fed Änderungen bei Anleihekäufen vornehmen (operation twist) und denkt bereits über Tapering (Reduzierung des Kaufvolumens) nach. China dagegen will bereits die Stimulus-Maßnahmen zurück fahren. Und Italien will von der EZB einen Schuldenerlass – das ist der Beginn von Forderungen, die ausufernden Schulden einfach zu streichen (aber wer hat dann den Schaden?). Kann der Dax ohne die US-Indizes heute Dynamik entwickeln? Ohne die Aktienmärkte der USA ist Europa aber wohl allein zu Haus – und langweilt sich..

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