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Dax: Hält die Unterstützungszone?

Der Dax zeigte gestern leichte Schwäche, ohne wirklich stärkeren Abwärtsdruck zu entwickeln. Es war eher ein langsames Abgleiten, recht kontinuierlich ging es nach unten, ohne dass der deutsche Leitindex die Unterstützungszone bei 12600/12650 schon ernsthaft getestet hätte.

Aber heute steht, das zeigt die X-Dax-Eröffnung, der Test der ungemein wichtigen Unterstützungszone wohl an (zumindest des oberen Bereichs derselben):


(Chart durch anklicken vergrößern)

Und wenn diese Unterstützungszone nicht halten sollte, wäre das charttechnisch fraglos negativ, und das in zweierlei Hinsicht: der Index hätte dann in der Zone 12760/80 ein Doppeltop ausgebildet, und eben dabei den Bruch des Widerstandsbereichs 12600/50 als Fehlsignal bestätigt.

Aber noch ist es nicht so weit – Asiens Märkte zunächst positiv, dann aber der starke Abwertungsschritt des (Onshore-)Yuan durch Chinas Notenbank (um mehr als 600 pips, größte Schwächung des Yuan im Fixing der Notenbank seit Juni 2016) – die Märkte drehten sofort nach unten, damit auch die US-Futures (nur der Nasdaq-Future etwas robuster wegen Microsoft, das gestern starke Zahlen berichtet hatte).

Zum Handelsende in Asien dann jedoch der (Offshore-)Yuan wieder schwächer (unter der Marke von 6,8) – also stiegen die US-Futures mit den Märkten Asiens wieder. Damit wird klar, welch zentrale Bedeutung die chinesische Währung aktuell hat für das Geschehen an den Märkten. Und das ist ein heißer Tanz auf dem Vulkan: die Abwertung des Yuan ist in der Praxis eine Art Gegenzoll gegen Trump, dazu jedoch auch ein Beleg dafür, dass Chinas Notenbank ihre Geldpolitik weiter aufweichen wird, weil der Druck auf Chinas Unternehmen – die häufig in Dollar verschuldet sind – immer mehr zunimmt durch die Dollar-Stärke.

Heute steht wenig an, keine relevanten Konjunkturdaten, die US-Berichtssaison mit Ausnahme von General Electric eher mit Zahlen von US-Unternehmen aus der zweiten Reihe. Also eine Art himmlische Ruhe vor dem Wochenende? In der nächsten Woche wird sich wohl entscheiden (Reise Junckers nach Washington am 25.07.), ob die Zölle auf EU-Autos noch zu verhindern sind. Wenn nicht, dann dürften unruhige Zeiten auf die Märkte zukommen, besonders auf den Auto-lastigen Dax..



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1 Kommentar

  1. Wenn Hr. Junkers nach USA fliegt, koennte man durchaus Strong Long in Jim Beam gehen.

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