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Dax: Heftiger Gegenwind

Die gestrige Gewinnwarnung von Apple ist heute das dominierende Thema den Märkten!

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Die gestrige Gewinnwarnung von Apple ist heute das dominierende Thema den Märkten! Im Gefolge dieser Gewinnwarnung gab es auch schwere Turbulenzen an den Devisenmärkten: der (vermeintlich sichere Hafen) Yen mit einem Aufwärts-Crash, Währungen wie die türkische Lira und der Rubel stark unter Druck. Es geht also ziemlich turbulent los an den Märkten zu Jahresbeginn!

Da trifft es sich gut, dass der Dax nur drei Tech-Konzerne enthält – daher also grundsätzlich weniger belastet sein dürfte als die Tech-lastige Wall Street. Aber dennoch enthält die Apple-Warnung eine sehr negative Botschaft für den Dax: sie bestätigt faktisch, dass China deutlich abkühlt. Die Sorgen um die globale Konjunktur werden dadurch jedenfalls nicht gerade geringer..

Angesichts dieser Hiobsbotschaft – kombiniert mit dem andauernden government shutdown in den USA – hält sich der X-Dax zu Handelsstart noch sehr gut:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Aber kann der Dax dieses Niveau halten? Dafür spricht eigentlich recht wenig – an Apple hängt schließlich ein ganzer Rattenschwanz von Zuliefer-Branchen. Das wird die Stimmung an der Wall Street absehbar verhageln, und ob der Dax sich dem dann wirklich enziehen kann, ist mehr als fraglich. An den Kursssprüngen der US-Futures sieht man, dass die Liquidität noch sehr dünn ist (das sah man auch bei den Flash-Crashes am Devisenmarkt) – daher ist heute jedenfalls mit größeren Kursausschlägen zu rechnen!

Wir gehen davon aus, dass erst mit Eröffnung der Wall Street klar wird, was wirklich Sache ist! Und beim Leitindex S&P 500 fällt die Top-Bildung bei 2520 Punkten auf – solange der Index nicht über diese Marke steigt, ist sogar mit neuen Verlaufstiefs, also Kursständen unter den Dezember-Tiefs zu rechnen!


(Chart durch anklicken vergrößern)

 

Achten Sie heute vor allem auf den Yen als Krisenbarometer -Yen-Stärke ist dabei ein Zeichen von Risikoaversion!

 

Von Magnus Manske – Photo Eigenes Werk, CC BY 1.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=525

2 Kommentare

2 Comments

  1. Marko

    3. Januar 2019 13:16 at 13:16

    „Aber kann der Dax dieses Niveau halten? Dafür spricht eigentlich recht wenig…“

    Dafür spricht recht viel, warum : EZB. Kurz und knapp…

    Was ich damit sagen will, es muss eine Korrektur geben, aber : was unser EZB-Bundesbankladen veranstaltet, wird mit Sicherheit 2019 ein Ende finden, kommt nur darauf an, wann..

    Gut , da gäbe es noch den Brexit, wenn die Briten GB im März 2019, GB „an die Wand fahren wollen“, bitte schön.

    Das wäre dann schon eine andere „Hausnummer“ als Lehman…. 😀

    Diese „Wand“ hätte folgende Konsequenzen :

    1. eine massive Abwertung des Great Britischen Pfundes… 😉

    2. Zölle usw

    3. Schottland dürfte dann mit hoher Wahrscheinlichkeit zum EUR „Ja“ sagen. Die scharren die ganze sowieso mit Hufen… Nach dem Motto : was die Iren können, das können wir auch… 😀

    4. Gibraltar, genauso ein Fall : „Rüber zum EUR“, das kann letztendlich nur die einzige Möglichkeit sein.

    5. Der Norirlankonflikt wäre bei einem Brexit ungeklärt

    5. GB an sich, die „Rosinenpicker“ verlassen freiwilligst (!!!) die beste aller Welten, die EU und fahren Ihren GB-Schuppen gleichzeitig an die Wand!

    Unglaublich !

    Das macht keinen Sinn für GB, ein neues Referendum sollte vor dem März 2019 fällig sein. Punkt.

    Ich denke schon, ganz Europa schätzt die Briten sehr, natürlich wäre ein neues Referendum ein „Gesichtsverlust“, na und ?

    Die Schuld auf die Angie schieben, „wir haben das deshalb gemacht, wegen „Refugees welcome“…Irgendwas dürfte denen doch einfallen ?

    GB an sich gehört zu Europa ! Ich hab das damals nachdem Brexit schon gesagt : der Countdown läuft… An Sie, die Wahl.. 😉

  2. Marko

    3. Januar 2019 14:04 at 14:04

    Und was bedeutet ein „harter Brexit“ ?

    GB, an sich, wäre dann „kaputt“.
    Das GBP, wäre danach Geschichte, weil die dann dem EUR beitreten müssen. Früher oder später.
    Gut, den Linksverkehr könnten die dann behalten…, immerhin…

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Dax: Vergiftetes Geschenk der Fed – oder: sei vorsichtig, was du dir wünschst!

Der krampfhafte Versuch von Powell, Abwärtsrisiken klein zu reden, aber gleichzeitig eine Geldpolitik zu verkünden, die nur dann Sinn macht, wenn man eben von massiven Abwärtsrisiken ausgeht!

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Es gibt Geschernke, über die man sich lange freuen kann – und es gibt Geschenke, die nach außen hin hübsch aussehen, aber dennoch keinerlei Freude bereiten! Und das, was die Fed und Jerome Powell gestern verschenkt haben, gehört eindeutig zur zweiten Kategorie!

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Dabei stand das Geschenk doch so eindeutig auf dem Wunschzettel der Märkte – es war das Maximale, was sich die Perma-Bullen an dovisher Wende erhoffen konnten. Aber es ist wie im Leben manchmal auch: man sollte vorsichtig dabei sein, was man sich wünscht! Denn indem die Fed die Hoffnungen faktisch sogar übererfüllte, säte sie gleichzeitig den Zweifel – den Zweifel an der derzeitigen Wunschvorstellung der Märkte, dass es nach einem schwächeren ersten Qaurtal dann wieder schnell nach oben gehe und daher doch alles gut sei!

Vorgestern haben die Aussagen von FedEx diesen Biedermeier-Optimismus schon schwer angekratzt – und dann gestern der krampfhafte Versuch von Jerome Powell, die Abwärtsrisiken klein zu reden, aber gleichzeitig eine Geldpolitik zu verkünden, die nur dann Sinn macht, wenn man eben von massiven Abwärtsrisiken ausgeht!

Es sind die schlauen Anleihemärkte, die den Braten sehr schnell gerochen haben – bei den Aktienmärktn ist die Leitung gelegentlich ja etwas länger, und so dauerte es ein bißchen, bis die Wall Street ins Grübeln kam. Wenn nun reihenweise die Renditen der Anleihelaufzeiten bis sieben Jahre invertieren und damit so eindeutig die rote Warnleuchte „Rezession“ blinkt, dann sollte man schon einmal die Frage stellen, ob es in dieser Situation Sinn macht, nur ca. 4% unter dem Allzeithoch zu handeln (wie der S&P 500)!

Wohl eher nicht. Und eines haben die Märkte wohl auch noch nicht so recht auf dem Zeiger: selbst wenn es zu einem Deal zwischen den USA und China kommt, wird eine globale Rezession wohl kaum mehr zu vermeiden sein! Nur weil sich der Konflikt nicht weiter verschärft (wenn das Szenario der Optimisten stimmt), bringt das ja per se kein Wachstum, zumal Trump gestern klar gesagt hat, dass er nicht daran denke, die bisher erhobenen Zölle gegen China wieder abzuschaffen. China aber fordert, dass eben gerade die bisherigen Zölle abgeschafft werden, damit man bereit ist für diesen Deal.

Der Dax jedenfalls hat sein Kursziel erreicht:

Und prallt von dem erreichten Kursziel recht hart ab:

Shit happens. Aber nicht selten passiert das mit charttechnischer Ansage, so wie diesmal!

Wir gehen davon aus, dass der von der Fed indirekt geschürte Konjunktur-Pessimismus dem Dax nicht gerade gut tun wird..

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„Anzeichen von Panik“ bei der Fed? Videoausblick

Alle US-Staatsanleihen bis zu einer Laufzeit von sieben Jahren sind inzwischen invertiert, sprich die Bondmärkte erwarten eine Rezession..

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Die Fed zeigt „Anzeichen von Panik“, so gestern in einer ersten Reaktion auf die Aussagen der US-Notenbank der Chefvolkswirt der Targo-Bank, Otmar Lang. Das war ja auch die volle „dovishe Breitseite“: keine Zinsanhebung mehr in 2019, dazu ab Mai das Herunterfahren der Bilanzreduzierung. Vor allem die Devisenmärkte (Abverkauf des Dollar) und Anleihemärkte gerieten daraufhin in Aufruhr, alle US-Staatsanleihen bis zu einer Laufzeit von sieben Jahren sind inzwischen invertiert, sprich die Bondmärkte erwarten eine Rezession! Die Aktienmärkte freuten sich nur kurz – jetzt steht die drängende Frage im Raum: was weiß die Fed, was wir nicht wissen? Nun werden vor allem die US-Konjunkturdaten mit Argusaugen beobachtet..

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The Federal Reserve in Washington D.C. Photo: Dan Smith, Rdsmith4, and another Author / Wikipedia (CC BY-SA 2.5)

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Das Live-Webinar von Markus Fugmann zur FOMC-Entscheidung (zum nach-sehen)

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Das war das volle dovishe Programm: die Fed senkt ihre Erwartung für Zinsanhebungen von 2 auf 0, senkt die Wachstumsprognose für 2019, und will ab Mai die Bilanzreduzierung zurück fahren, sodass es dann ab Oktober 2019 keine Reduzierung mehr gibt..

Das alles noch einmal zum nachkucken mit Live-Kommentierung des FOMC-Statements und der Aussagen von Jerome Powell auf der PK durch Markus Fugmann sehen Sie unter folgendem Link:

https://www.youtube.com/watch?v=DkIKInaSAjQ

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