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Dax: Heute der Panther-Sprung?

Kann der Dax heute zum Panther-Sprung über die 12270/80er-Zone ansetzen? Die gestrige, durchaus seltsame Stärke, als der Index wie von Geisterhand an der 11990er-Unterstützung gestützt und dann nach oben gezogen wurde, läßt eben diese Sprung für heute vermuten..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Macht sich der Dax heute auf zu neuen Höhen? Gestern der Index ja mit Stärkte im Vergleich zu den US-Indizes und teilweise seltsamen Kursbewegungen – so der in Sekunden absolvierte Sprung von 12100 Punkte auf 12200 Punkte. Hat da jemand an der Schraube gedreht? Waren das Short-Eindeckungen des weltgrößten Hedgefonds Bridgewater, der massiv deutsche Dax-Aktien leerverkauft hatte?

Jedenfalls entwickelte sich der Dax (schwarz) gestern signifikant besser als der S&P 500 (orange) – letztere schloß dann erst gegen Handelsende zum (X-)Dax auf:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Die Erholung der Wall Street im späteren Handelsverlauf aufgrund der möglichen befristeten Ausnahmeregelung für Kanada und Mexiko von den US-Importzöllen auf Stahl und Aluminium sowie eines Berichts, wonach Peter Navarro nicht Nachfolger von Gary Cohn werde.

Nachdem also die Wall Street gestern dann doch etwas nachgezogen hatte – kann der Dax heute zum Panther-Sprung über die 12270/80er-Zone ansetzen?


Foto: Qilinmon, https://de.wikipedia.org/wiki/Hilfe:Wikimedia_Commons

Die gestrige Stärke, als der Index wie von Geisterhand an der 11990er-Unterstützung gestützt und dann nach oben gezogen wurde, läßt eben diese Sprung für heute vermuten:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Wenn der Sprung erfolgreich verläuft und eine gesicherte Landung zustande gebracht werden sollte, hätte der Index Platz bis in den Bereich 12390/12400, dem nächsten großen Widerstands-Niveau. Noch weit darüber und wohl heute nicht machbar dann die 12590 als nächste Marke, schließlich das Doppel-Top bei 12650 Punkten als weitere Perspektiven im Falle eines erfolgreichen Sprungs heute.

Manche Sprünge aber scheitern und führen zu einer sehr unsanften Landung – sollte der Dax also die 12270 nicht nachhaltig überbieten und dann sogar unter die 12140er-Marke zurück fallen, wäre das klar negativ, zumal wenn dann auch das gestrige Tief bei 11990 Punkten unterschritten würde.

Alle Augen heute natürlich auf Mario Draghi, der mit Wort-Akrobatik versuchen dürfte, so wenig zu sagen wie möglich. Vermutlich wichtiger auch für den Dax sind die morgigen US-Arbeitsmarktdaten, und hier vor allem die Stundenlöhne. Das dürfte der entscheidende Trigger werden: liegen die Löhne unterhalb der Erwartung, dürften die Aktienmärkte zu einer Erleichterungsrally ansetzen aufgrund nachlassender Inflationssorgen – und es waren ja eben die durch die stark gestiegenen Stundenlöhne ausgelösten Inflationssorgen, die den Abverkauf Anfang Februar an der Wall Street ausgelöst hatten!

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Helmut Josef Weber

    8. März 2018 09:12 at 09:12

    Als Börsenunkundiger verfolge ich hier trotzdem sehr interessiert die Berichtserstattung.
    Im Jahre 2000 stand der DAX in Jahreshoch bei etwa 8000
    Im Jahre 2017 stand der DAX im Jahreshoch bei etwa 13500
    Das sind etwa 68,7% Kursgewinne, in denen die Dividende schon eingerechnet ist.
    Wenn ich die Warenpreise von 2000 bis heute vergleiche, kostet das was 2000 in DM gekostet hat (mit wenigen Ausreißern) heute in Euro; also etwa das Doppelte.
    Wie rechnet sich das für die Menschen, die z. B. seit dem Jahre 2000 ihre private Altersversorgung in Aktien investiert haben und nun *(trotz der Kursgewinne)* nur noch etwa 82,5 % Kaufkraft von dem haben, was sie im Jahre 2000 investiert haben?
    Und davon gehen noch Steuern und Kosten ab.
    Natürlich gibt es Experten, die mit ihren fundamentalen Fachwissen in dieser ganzen Zeit ein Vermögen mit Aktien gemacht haben; aber ich denke, das haben die Menschen bezahlt, die in den DAX Mittelwert investiert haben.
    Aber trotzdem, sehr interessante Berichte auf dieser Seite.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  2. Avatar

    Wolfgang M.

    8. März 2018 10:09 at 10:09

    @H.J.Weber. Mit Verlaub, Sie wiederholen Ihren Denkfehler. Wieso sollte eine große Zahl von Anlegern am 10. März 2000 beim Dax-Stand von 8069 gekauft haben und nicht im Januar bei 7000 oder im Jahr 2001 bei 3500 oder 2003 bei 2200. Will sagen: Wenn ein Anleger bei einem Aktienhype (nach einem 300%-Anstieg), wie im März 2000, eine große Summe investiert und dann glaubt das große Geld zu machen, dann zeugt dies allenfalls von Gier oder großer Naivität. Gruß aus Bayern

    • Avatar

      Helmut Josef Weber

      8. März 2018 12:22 at 12:22

      Hallo Wolfgang M.
      als meine liebe Frau im Mai 2000 nach Spanien ausgewandert sind, haben wir unsere Häuser und Betriebe verkauft und einen Teil davon (300TSD als Altersrente) in Edelmetalle investiert.
      Vorher habe ich mit erleben müssen, wie mein Vater und gute Bekannte Vermögen in Aktien verloren hatten.
      Ehrlich gesagt wusste ich nichts besseres, denn Papiere gleich welcher Art waren für mich tabu, eben mangels Wissen.
      Als ich 2009 noch ein Häuschen in D geerbt hatte, habe ich auch Edelmetalle dafür gekauft.
      Mein Geld aus 2000 hat sich bis heute etwa vervierfacht.
      Ich habe mit keinem Finanzamt etwa zu tun, denn es ist alle steuerfrei.
      Gut- jetzt könnte man sagen: Die dümmsten Bauern…
      Das würde ja auch auf meine Börsenkenntnisse uneingeschränkt zutreffen.
      Mir jedenfalls kommt außer, das nötigste Bargeld, kein Wertpapier ins Haus.

      Viele Grüße aus Andalusien
      H. J. Weber

  3. Avatar

    HeMe

    8. März 2018 10:42 at 10:42

    Der Dax soll zum großen Verfallstag nächsten Freitag über 12000 stehen, weil darunter zu viele große Shortpositionen in Geld laufen. That’s it. Anders lassen sich die Bewegungen Montag u. Mittwoch nicht erklären. Wahrsch. barucht’s noch ’nen ordentl. Shortsqueeze, bevor die Fondsmanager zu ordentlichen Kursen abschmeißen.

  4. Avatar

    Beobachter

    8. März 2018 11:58 at 11:58

    @ Wolfgang M..wieder mal auf den Punkt gebracht.
    Genau das finde ich immer stümperhaft wenn „Super-
    Anlageberater“oder Permabullen argumentieren, die Aktien seien langfristig unschlagbar, aber wer nach einer langen Rally (wie jetzt) sehr teuer kauft , hat gute Chancen ,dass er seinen Einkauspreis für längere Zeit nie mehr sieht oder sogar bis 50% ins Minus läuft.Ich verstehe in diesem Sinne auch Aktienrückkäufe der Firmen nur als Bereicherung der Manager u.mittel u.längerfristige Schädigung der Firma.

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Die Indizes tendieren gen Süden. Was ist da für Trader machbar so kurz vor dem Wochenende? Das schaue ich mir im folgenden Video auch, wie auch Tradingchancen im Silber. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Aktienmärkte und die Wirtschaft: Markus Koch zur aktuellen Lage

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte sind derzeit in schwerem Fahrwasser – die Volatilität ist derzeit extrem hoch. Der eigentlich längst eingepreiste Stimulus durch die US-Politik wird immer unwahrscheinlicher vor der US-Wahl, die Fed hält erst einmal die Füsse still und spielt den Ball der Politik zu. Und wenn der nächste Stimulus nicht kommt, wird das die Wirtschaft in den USA deutlich zu spüren bekommen, wie kürzlich die US-Großbanken Goldman Sachs und JP Morgan durch ihre Senkung der BIP-Prognosen klargemacht haben.

Hinzu kommen noch die Sorgen um die nächste Corona-Welle – vor allem in Europa steigen die Infizierungen derzeit deutlich, vor allem in Frankreich, aber auch in UK und Spanien. Markus Koch faßt die aktuelle Lage der Wirtschaft und der Aktienmärkte zusammen – und freut sich nach seiner Rückkehr aus Deutschland auf besseres Internet in den USA..

 

Markus Koch zur Lage der Aktienmärkte und der Wirtschaft

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Aktienmärkte: Läßt die Fed wirklich einen neuen Crash zu?

Wird die Fed zusehen, dass ihr ganzes Rettungsgebäude in sich zusammenstürzt, etwa durch die Ausweitung einer Korrektur der Aktienmärkte in einen Bärenmarkt?

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Die Aktienmärkte der USA wanken im September. Die politischen Gegenspieler im amerikanischen Kongress können sich nicht auf ein fünftes Rettungspaket einigen und brechen ihre Verhandlungen auf unbestimmte Zeit ab. Zusätzlich sendet die Federal Reserve Signale, dass sie mit ihren Rettungsmaßnahmen stillhalten will. Gleichzeitig erschweren Covid-19 und weitere Belastungen den wirtschaftlichen Erholungsprozess. Würde man vonseiten der Regierung sowie der Notenbank tatsächlich einem Absturz der Aktienmärkte zusehen?

Aktienmärkte: Die derzeitigen Negativfaktoren

Das fünfte Konjunkturpaket und Maßnahmen der Federal Reserve werden nicht in absehbarer Zeit kommen. So lauten die Hiobsbotschaften für die Aktienmärkte in der heißen Woche nach dem großen Verfallstag. Aber das wäre doch fünf Wochen vor der Wahl eine zerstörerische Haltung von Regierung und Notenbank, die viel der Mühe um die Unterstützung der Corona-geschädigten Wirtschaft konterkarieren könnte. Wird nicht gerade jetzt der so essenzielle Konsum durch das Ausbleiben der Unterstützungsgelder bei einer zweiten Coronawelle dringend gebraucht? Und warum möchte ausgerechnet in dieser Situation Fed-Chef Powell erst einmal die „Füße stillhalten“?

Könnte das nicht heißen, dass es der US-Konjunktur gar nicht so katastrophal geht, um weitere Notmaßnahmen einführen zu müssen? Die Federal Reserve hat bereits drei Billionen Dollar in das System gepumpt. Klar: Powell will Druck auf die Politik ausüben, solange die Coronazahlen nicht deutlich zurückgehen, kann sich der Arbeitsmarkt nicht erholen – ein wenig psychologische Kriegsführung, trotz der Unabhängigkeit der Notenbank.

Durch die Pandemie sind die Arbeitnehmer auf die staatliche Unterstützung angewiesen – und ohne diese wäre die Auswirkung auf den Eckpfeiler der US-Wirtschaft, den Konsum, fatal. Wie sehr die Aktienmärkte nach weiteren Stimuli gieren, konnte man gestern an der Marktreaktion erkennen, nachdem kurz das Gerücht aufkam, die Sprecherin der Demokraten, Nancy Pelosi, würde an den Verhandlungstisch zurückkehren.

Aber hat der Notenbankchef nicht in jeder seiner Sitzungen betont, dass er alles tun werde, um Wirtschaft und Arbeitsmarkt zu stützen, „whatever it takes“? Und jetzt plötzlich Attentismus?

Die US-Wirtschaft soll im dritten Quartal stark gewachsen sein, auch in Deutschland spricht man schon von einem Quartalswachstum um die acht Prozent. Wie kann man im Übrigen auf die Prognose einer US-Großbank setzen, die im vierten Quartal einen Rückgang des Wachstums von sechs auf drei Prozent prognostiziert? Hat in den letzten sechs Monaten auch nur eine einzige Prognose des Verlaufs der Wirtschaft durch Analysehäuser gestimmt?

Durch die permanente verbale Stütze Powells ist es unglaubwürdig für mich, dass er erst bei einem Einbruch der Aktienmärkte von 30 oder gar 40 Prozent eingreifen würde. Dies entspräche einem Vermögensverlust von über 15 Billionen Dollar, was in etwa einem Sechstel der gesamten Welt- Aktienmarktkapitalisierung entspräche. Ich denke, dass man schon den Eintritt in einen Bärenmarkt zu verhindern versucht.

Wie schnell war die Fed zur Stelle, als es im S&P 500 im Dezember 2018 19,5 Prozent nach unten ging – oder im Corona-Crash, der in 34 Tagen wegen der Fed-Intervention seinen Tiefpunkt erreicht hat. Fedchef Powell kennt sicher die Situation der Unternehmen, die der KMUs, schließlich arbeiten ihm Hunderte Ökonomen aus allen Fedfilialen zu. Genauso ist die Notenbank in Kenntnis aller relevanten Statistiken, die es in den USA gibt. Die Frage ist nur, ob die Zahlen in seiner Strategie eine Rolle spielen und welche Relevanz sie im Psychospiel der Notenbankpolitik innehaben.

Ich bin sicherlich nicht „Fed-gläubig“ und denke, dass die Notenbank die Wirtschaft nicht allein retten kann. Das kann und konnte in der Geschichte noch nie eine Notenbank.

Sie wird aber sicherlich nicht tatenlos zu sehen, dass ihr ganzes Rettungsgebäude in sich zusammenstürzt, etwa durch die Ausweitung einer Korrektur der Aktienmärkte in einen Bärenmarkt .

Fazit

Die (rechtzeitige) Korrektur der Aktienmärkte kommt vielen sicherlich gelegen, vor allem auch der US-Notenbank, die natürlich die überhitzten Indizes insbesondere im Bereich Hightech im Visier hat. Aber auch die hemmungslose Spekulation der neuen Generation RobinHood, die allein mit ihren irrsinnigen Hebeleinsätzen und ihren Millionen Depots den Markt nach oben gezogen haben.

Außer einem, Donald Trump, den ärgert jeder Kursrückgang, weil er die Höhe der Aktienmärkte – egal bei welchem Index – zum Maßstab seiner erfolgreichen Politik hochstilisiert hat. Wenn es dann in den Wochen vor der Wahl, insbesondere vor den großen Fernsehauftritten steigende Kurse gäbe, wäre auch der Amtsinhaber zufrieden.

Jedenfalls bricht jetzt eine wichtige Periode an, der Konsum muss (aus Sicht der US-Administration) am Laufen gehalten, die Arbeitslosigkeit zurückgefahren, die Impfstoffentwicklung wahlkampfrelevant vorangetrieben und die Aktienmärkte vor schweren Rückschlägen bewahrt werden.

Deshalb würde ich bei einem Einbruch von 30 Prozent plus mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es keinen alten und neuen US-Präsident Trump geben werde.

Läßt die Fed einen erneuten Crash wie im März wirklich zu?

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