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Aktien

Dax: Heute „knallts“!

Vorstellbar ist, dass – wenn die OPEC liefern sollte – der Dax noch einmal anziehen kann, gestützt von Geldzuflüssen zum Monatsende. Dann aber sollten mehr und mehr die Wahlen in Österreich sowie das Referendum in Italien in den Vordergrund rücken..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Heute wird es „knallen“! Neben zahlreichen Konjunkturdaten aus Europa und vor allem den USA wird vor allem die OPEC-Entscheidung auch an den Aktienmärkten für Volatilität sorgen. Gelingt dem Kartell eine Einigung, die die Märkte befriedigt, dürfte das nicht nur Rückenwind für den Ölpreis, sondern auch für die Aktienindizes geben. Aber wenn nicht? Dann droht ein Abverkauf des schwarzen Goldes, der wiederum auch die Aktienmärkte belasten würde. Heute Morgen steigt der Ölpreis, weil der irakische Öl-Minister sich zuversichtlich geäußert hat, dass es zu einem Deal kommen werde (angesichts der Vergangenheit ist eine solche Aussage eher ein schlechtes Zeichen..).

In China und Hongkong massive Anstiege der Interbankenzinsen, die Dollar-Stärke saugt die Liquidität aus dem Banken-System – eine gefährliche Entwicklung. Und Chinas Notenbank hat darauf nicht reagiert – sie hat im Gegenteil selbst Liquidität abgezogen. Das muß bald aufhören, sonst droht eine ausgewachsene Panik im Banken-Sektor im Reich der Mitte – darunter leidet vor allem der Shanghai Composite:

Shanghai Composite -0,99%
CSI300 -0,71%
ChiNext +1,03%
Nikkei +0,01%

Und der Dax? Hat gestern, oho oho, eine Art Lebenszeichen gegeben, indem er doch glatt ein paar Pünktchen angestiegen ist, als die US-Märkte mal wieder neue Allzeithochs erreicht hatten. Hurra, der Dax lebt also noch, liegt aber irgendwie weiter im Wachkoma. Der Handelsstart auf X-Dax-Basis immerhin über der 10600er-Marke:

dax30-11-16

Die charttechnisch relevanten Marken haben sich nicht verändert: oben zunächst der 10650er-Widerstand, dann der Bereich 10710/20, noch etwas bei 10770 und dann die ominöse 10800, darüber dann das Jahreshoch bei 10830 Punkten. Auf der Unterseite das Verlaufstief bei 10540 Punkten, dann lange nichts bis 10450/60 und schließlich die 10380er-Marke, die vor allem im Sommer sehr wichtig war.

Vorstellbar ist, dass – wenn die OPEC liefern sollte – der Dax noch einmal anziehen kann, gestützt von Geldzuflüssen zum Monatsende (das könnte sich verstärkte auch bei den US-Indizes auswirken). Dann aber sollten mehr und mehr die Wahlen in Österreich sowie das Referendum in Italien in den Vordergrund rücken. Und bei letzterem bilden die Aktienmärkte ein gefährliches Sentiment aus: man sagt sich, egal was passiert, es wird so laufen wie nach dem Brexit und wie nach der Trump-Wahl. Man ist also wie ein Pawlowscher Hund konditioniert, sorglos, grundsätzlich optimistisch und glaubt, dass Muster aus der Vergangenheit sich auch diesmal wiederholen. Und da sehen wir eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass man sich da ganz gewaltig täuscht!

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    KSchubert

    30. November 2016 09:00 at 09:00

    Guten Morgen Herr Fugmann!

    Kurze Nachfrage: Wann ist denn eigentlich heute mit dem OPEC-Beschluss zu rechnen? Kommt das dann irgendwann im Laufe des Tages (unberechenbar) hereingeschneit?

    Viele Grüße!

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      30. November 2016 09:03 at 09:03

      @KSchubert, jaso ist es, um 11Uhr beginnt die formale Sitzung, seit 08.00Uhr laufen Vorgespräche, wann da was genau kommt ist noch nicht absehbar; wir versuchen die Dinge wieder so live wie möglich abzubilden hier bei FMW..

      Viele Grüsse!

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      30. November 2016 09:05 at 09:05

      @KSchubert, wir bringen gleich den Zeitablauf des OPEC-Treffens in einem gesonderten Artikel; doch ist die Regel die, dass es dann starke Abweichungen vom Terminplan gibt..

      • Avatar

        KSchubert

        30. November 2016 09:07 at 09:07

        Danke!

  2. Avatar

    bademeister

    30. November 2016 09:13 at 09:13

    Wahl in Österreich ist für die Märkte nicht relevant und ist bestenfalls ein Indikator für zukünftige Wahlen in Europa , aber das Referendum in Italien ist eine echte Wundertüte.
    Wenn das Referendum für Herrn Renzi negativ ausfällt, und er nicht wie angekündigt zurücktritt….ja dann dürfen die Märkte weiter steigen.
    …so wird’s geschehen, also warum überhaupt darüber nachdenken.
    Sollte jetzt zum dritten Mal in diesem Jahr alles ganz anders kommen, dann kann man doch schwer von Zufall/Überraschung/Manipulation 2.0??? reden….

    • Avatar

      frank.trg

      30. November 2016 09:41 at 09:41

      Österreich ist sicherlich nicht entscheidend, aber dennoch wichtig. Es ist ein weiteres Zeichen gegen die EU in jetziger Form. Hofer in Österreich wäre ein Mini-Trump.

  3. Avatar

    sascha

    30. November 2016 10:15 at 10:15

    also ich muss sagen, dass ein Absturz des DOW kräftiger ausfallen sollte als beim DAX. Diesmal läuft er nicht mit und hat seine eigene Meinung, zum ersten mal seit ich börsle, wir deutschen checken es doch mal unabhängig zu handeln.
    Und dann….dann geht es los, 18000 ..ach unser DAX

  4. Avatar

    Denker

    30. November 2016 17:56 at 17:56

    Wo knallts?… Ich seh nichts,… naja vielleicht war die Prognose auch für 2017,…keiner weiß

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      30. November 2016 18:05 at 18:05

      @Denker, knallen im Sinne von „Action“ das geht doch aus dem Text hervor!

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Ballard Power vor gewaltigem Kursrutsch? – Werbung

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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