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Dax: Höher, schneller, weiter

Neben dem möglichen window dressing und den Stops der Shorties sind es die Hoffnungen auf die US-Steuerreform, die die Wall Street getrieben haben, und der Dax folgte diesmal brav. Fast überflüssig zu erwähnen, dass die Bewertungen an den US-Märkten sich auf Allzeithochs befinden, die Vola praktisch auf Allzeittief – scheinbar kein Risiko mehr, nirgends..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Dax scheint kein Halten mehr zu kennen: der Index legte wie an der Schnur gezogen knapp 50 Punkte zu am Freitag – nachdem der Kassa-Handel beendet war und eigentlich die US-Märkte zu diesem Zeitpunkt wenig veranstalteten. Waren das Eindeckungen von Short-Positionen? Oder window dressing zum Monatsende? Vielleicht beides.

Heute dann mit Unterstützung noch höherer US-Futures sogar der Start mit einem Aufwärts-Gap, sodass der Index nun schon an der 12900er-Marke kratzt:

Das ging schnell! Zunächst der Bruch des 12645er-Widertstands, dann die Zone 12735/12750, dann am Freitag das Erreichen der Zone um 12840, jetzt noch oben drauf das Aufwärts-Gaps – alles sehr viel auf einmal, vielleicht zu viel. Aber der Index hat jetzt schon den Blick auf das Allzeithoch bei 12954 Punkten, und das dürfte noch einmal eine gewisse Anziehungskraft haben.

Neben dem möglichen window dressing und den Stops der Shorties sind es die Hoffnungen auf die US-Steuerreform, die die Wall Street getrieben haben, und der Dax folgte diesmal brav. Fast überflüssig zu erwähnen, dass die Bewertungen an den US-Märkten sich auf Allzeithochs befinden, die Vola praktisch auf Allzeittief – scheinbar kein Risiko mehr, nirgends.

In der nächsten Woche startet die US-Berichtssaison, da erfolgt dann wieder der Abgleich zwischen Kursen und Realität. Nächstes Highlight aber sind die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag, eine der wenigen Konjunkturdaten, auf die die gedopten Märkten überhaupt noch reagieren – der Macro Suprise Index, der die Abweichung zwischen den erwarteten und den dann tatsächlichen Konjunkturdaten in den USA bemißt, steht so tief wie seit Anfang 2009 nicht mehr. All das zeigt, dass die Aktienmärkte sich immer weiter entfernen von ökonomischen Relaitäten.

Das kann eine Zeit lang gut gehen, aber eben nur eine Zeit lang. Irgendwann bricht sich die Realität Bahn, irgendwann wird der Abstand zwischen Kursen und Realität so groß, dass die Kurse zurück schnappen – und nicht etwa die Realität. Wie hoch etwa sind die Chancen, dass die wundersame Steuerreform wirklich kommen wird? Nicht sehr hoch – aber die Aktienmärkte haben das als Tatsache schon fest eingepreist.

Ein Faktor, der die sorgenfreie Rally abrupt beenden könnte, ist das jetzt in den Hintergrund gedränge Theme Nordkorea – nachdem Donald Trump seinen Aussenminister Tillerson rüffelte, der sich im Verhandlungen mit dem Regime bemüht hatte. Das sei sinnlos und reine Zeitverschwendung, so der US-Präsident – und das dürfte die Ankündigung dafür sein, dass da etwas kommt..

Schafft der Dax heute das Allzeithoch? Auf der Unterseite jedenfalls die erste Unterstützung im Bereich 12840 Punkten, dann die 12735-50, dann die 12645. So oder so: die beste aller Welten ist eingepreist..

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    sabine

    2. Oktober 2017 09:18 at 09:18

    Ich glaub nicht, daß Nordkorea das Problem ist. China dreht denen bereits den Hahn zu, und Nordkorea ist zu 98% ein Vasallenstaat von China, mit dem sie spielen und erschrecken können. Dies auch die Einschätzung von Marc Faber.

    Was uns dagegen viel mehr blüht, ist die Abspaltung Kataloniens. Das ist eine reiche Touristenregion, die kann Spanien nicht fallen lassen. Wie man sieht:
    https://www.youtube.com/watch?v=3GnIutPfCyY
    Einen zweiten Brexit überlebt die EU nicht. Gott sei Dank. Trotz der Propaganda der Grünen in Deutschland. :)

  2. Avatar

    Altbär

    2. Oktober 2017 09:40 at 09:40

    Juhui, die Fallhöhen-Optimierer sind wieder am Werk !

  3. Avatar

    madsoul

    2. Oktober 2017 12:55 at 12:55

    Warum diskutieren wir hier eigentlich immer nur von Fallhöhen und Crash etc. ?
    Ich glaube obwohl Bär nicht an das Horrorszenario, aber an eine gesunde Korrektur, aber die kommt eben nicht, (die kurzfristigen NQ Schwächen außen vor)
    Für mich stellt sich eher die Frage wie am Beispiel Russell2000, wie weit geht so etwas noch nach oben?, ab wann macht hier ein Short ernsthaft Sinn, ohne wieder ein weiteres Mal Anfängerfehler zu machen, bzw, macht es mehriSInn einen Short von 1470 nicht lieber im Loss bei 1500 glattzustellen. Bis jetzt war ich hier immer souverän falsch, sprich ich habe mit Verlust glattgestellt und spätestens 3 Stunden später dreht der Kurs. Und zwar egal, ob intraday oder long term. So wäre es jetzt auch beim S&P: Fundamental hoch, bin nicht drin, also jetzt kaufen und auf Nordkurs gehen mit Ziel 2550, oder abwarten und nix tun.
    BZW: VXX Hier jetzt schon eine kleine Position im Call aufbauen, oder noch abwarten, weil der Kurs noch noch weiter in die Knie geht (bis auf 30?). Eigentlich sollte hier auf dem jetzigen Niedrigst Niveau eigentlich ein Boden sein, oder ist das wieder mal nur Anfänger Charttechnik (Klar kommt das Thema Rollover zum tragen, es geht hier aber mehr um die Frage Trend der nächsten 14 Tage, Kurse eher in Richtung 42?

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