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DAX im Aufwind: Industrie trumpft auf, Tech schwächelt

DAX im Aufwind: Industrie trumpft auf, Tech schwächelt
Grafik: ChatGPT

Der DAX setzt am Freitagmorgen seinen Anstieg vom Vortag fort und kletterte dabei zeitweise über die Marke von 24.400 Punkten. Bereits am Donnerstag legte der deutsche Leitindex zu, nachdem er zunächst schwächer in den Handel gestartet war – nicht zuletzt, weil Oracle der Fed mit seinem Kurssturz die Show gestohlen hatte. Im Tagesverlauf drehte der Leitindex jedoch spürbar ins Plus und schloss schließlich 0,70 Prozent höher bei 24.294 Punkten. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung waren sowohl die jüngste Zinssenkung der US-Notenbank Fed, die insgesamt für Entlastung an den Finanzmärkten sorgte, als auch die besondere Zusammensetzung des DAX.

Während an der Wall Street Technologieaktien aufgrund wachsender Sorgen über die Monetarisierung von KI-Investitionen unter Druck gerieten – ausgelöst durch den kräftigen Kurssturz von Oracle um 14 Prozent nach enttäuschenden Quartalsbericht – profitierte der DAX von seiner stärkeren Gewichtung traditioneller Industrieunternehmen. Besonders Titel wie Heidelberg Materials, Merck und BASF führten die Gewinnerlisten dank einer Umschichtung von Tech- in Standardwerte an und stützten damit den deutschen Leitindex. Anleger zeigten sich hier weniger verunsichert, da diese Unternehmen kaum von den teuren und schwer kalkulierbaren KI-Infrastrukturprojekten betroffen sind, die in den USA nach der Oracle-Enttäuschung die Stimmung eintrübten.

Aus charttechnischer Sicht hat sich die Lage durch die jüngsten Anstieg ebenfalls aufgehellt. Dennoch müssen sich Trader wohl nach der Rally auf mögliche kurzfristige Rücksetzern einstellen. Entscheidend bleibt für den DAX jedoch die Verteidigung der Marke von 24.000 Punkten. Gelingt dies, könnte sich die laufende Jahresendrally weiter ausdehnen und neue Impulse für den deutschen Aktienmarkt setzen.

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Noch deutlich beeindruckender als die Rally am deutschen Aktienmarkt ist derzeit der rasante Anstieg des Silberpreises, der über der Marke von 64 US-Dollar ein neues Allzeithoch erreicht hat. Auch Gold legte zu und nähert sich damit wieder seinen Höchstständen.

DAX vor wichtiger Hürde

Der DAX strebt weiter gen Norden und hat inzwischen die Marke von 24.400 Punkten erreicht. Damit rückt eine wegweisende Widerstandszone um 24.500 Punkte in den Fokus – ein Bereich, an dem der Index in den vergangenen Wochen mehrfach gescheitert war. Auf dem Weg dorthin stehen lediglich kleinere Hürden bei 24.410 und 24.440 Punkten an. Der Bereich zwischen 24.500 und 24.550 Punkten wird zum entscheidenden Lackmustest der laufenden Rally. Erst ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde weiteres Aufwärtspotenzial in Richtung der Rekordstände freisetzen.

Allerdings ist im kurzfristigen Zeitfenster mit einer Verschnaufpause zu rechnen: Die Rally ist stark ausgedehnt, die Marktstruktur überkauft – eine Konsolidierung erscheint daher wahrscheinlich, bevor der Index seine potenzielle Jahresendrally fortsetzen kann.

Auf der Unterseite findet der DAX im Intraday-Handel zunächst eine kurzfristige Unterstützung bei 24.340 Punkten. Ein Rutsch darunter könnte Abgaben bis 24.250 Punkte auslösen, ehe ein technischer Pullback einsetzt. Weitere tragfähige Unterstützungen liegen bei 24.165, 24.100 sowie an der psychologisch wichtigen 24.000-Punkte-Marke, die jedoch erst in der nächsten Woche wieder in den Fokus rücken dürfte.

Dax-Chart von TradingView

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DAX Unterstützung:

24.340 – vorher WS

24.294 – Gap 11.12.

24.250 – Horizontale

24.165 – Horizontale

24.001/007 – Tagestief 10.12. / 11.12.

23.985 – Tagestief 08.12.

23.929 – Tagestief 05.12. / Horizontale

23.885 – EMA50 (daily)

DAX Widerstände:

24.340 – Horizontale

24.364 – Tageshoch 11.12.

24.370 – Horizontale

24.500 – MOB-Marke

24.550 – Horizontale

24.639 – Horizontale

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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15 Kommentare

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Die Pendelei um die Marke von 24 000 Punkten wird also weitergehen. Mal ein paar Prozente rauf und runter….ist nicht weiter wichtig…

    An eine richtige Jahresendralley glaube ich nicht…dazu ist das Niveau schon viel zu hoch…

    Wir stehen nicht mehr bei den 5000 …vom September 99…wo der DAX spielend bis März 00 auf über 8000 stieg…

    Wir stehen beim Dreifachen der Jahrtausendwende…

  2. …ich würde mir für das Ende des Jahres folgendes wünschen 25.000 (DAX), 50.000 (DOW), 7.000 (SuP) und 26.000 (Nasdaq)…das wäre doch wortwörtlich eine runde Sache…

    1. @Ranzentier, schau mal was Permanix bereits im April vorausgesehen hat. Er ist aber nun seit gestern raus aus Long. Frohe Weihnachten!🎄🎁

      Permanix
      10. April 2025 06:09 Uhr
      Trump hat eine Lektion erteilt bekommen: „never fight the Market“. Der Markt hat die Muskeln spielen lassen und zeigt gerade, dass er viel stärker ist als Häuptling Orangenhaut, indem er die Anleihen der USA verschmäht und so die Zinsen nach oben, treibt. Die Short-Könige hat es wohl gestern allesamt zerrissen. Die werden jetzt erstmal die Hosen voll haben, beziehungsweise aus pleitetechnischen Gründen gar nicht mehr in der Lage sein, in Short zu investieren. Ein Melt-up in den kommenden Wochen/Monaten ist nun sehr wahrscheinlich geworden:

      DAX 25000
      DOW 50000
      S&P 7000
      NASDAQ 25000
      Hang Seng 25000

      https://finanzmarktwelt.de/gold-explodiert-us-anleihen-crash-und-trump-china-handelskrieg-marktgefluester-345523/#comment-202444

        1. @Ranzentier, glaubst du wirklich noch an signifikant steigende Kurse in nächster Zeit? Ich habe dieses Jahr eher den Eindruck, dass der Nikolaus schon der Weihnachtsmann war. Mir reichts auf jeden Fall, bin vorsichtig Short gegangen.

          1. @Glaskugel…ich gebe zu das der ein oder andere Chartverlauf natürlich den Eindruck erweckt, dass es zu weit gelaufen ist…zumindest bei einige Aktien…es gibt auch sehr viele Aktien, die schon einen Crash hinter sich haben oder noch gar nicht gelaufen sind…also ein sehr diffiziles Bild…dadurch das die großen mittlerweile Banken und Broker einen sehr guten Überblick haben, durch die breite Datenbasis über alle Konten hinweg, kann unheimlich gut Financial Engineering betrieben werden…außerdem ist fast jeder medial auf Crash und Zusammenbruch gebrieft…das macht mich ebenfalls stutzig…es gab ja noch nie einen Crash, der dem Kleinanleger vorher angesagt wurde…oder?

          2. @Ranzentier, ich rede niemals von einem Crash. Schaut man zurück, dann sind die sogenannten Crashs immer nur harmlose Zacken im größeren Zeithorizont, also lediglich Korrekturen. Was ich aber immer in Zeiten größerer Überkauftheit mache, dass ich rausgehe, so wie momentan und zu gewissen Punkten sogar Shorts aufbaue, diese aber wieder abbaue wenn es wieder aufwärts geht. So fühle ich mich sicherer und wenn es dann mal doch schnell nach unten gehen sollte, profitiere ich erheblich. Ich vermeide damit das Aussitzen. Dass der befürchtete „Crash“ durch die Medien geistert, muss nicht unbedingt bedeuten, dass er dadurch verhindert wird. Wenn die Warnungen z.B. von allen ignoriert werden, kann das durchaus zu einer verspäteten Reaktion führen, so wie etwas beim „Corona-Crash“, der ja auch erstaunlich lange auf sich warten lies.

  3. Hirnverbrannt in der Südsee

    @ Glaskugel, ( alias Permanix) Seine eigenen Superprognosen unter fremdem Nick mehrmals zu wiederholen passt genau zu ihrem Bluffer- Charakter.

    1. „Super-Prognosen“

      Ich liebe Super-Prognosen!

    2. @Toni Wechselbalg
      „Seine eigenen Superprognosen unter fremdem Nick mehrmals zu wiederholen passt genau zu ihrem Bluffer- Charakter.“
      Sagt ausgerechnet der Mega-Multi-Nick 😂🤣😅

  4. Die Glaskugel als Klon von Permanix wiederholt seine eigene Superprognose zum wiederholten Male.
    Das ist sehr vertrauenswürdig aber nichts Besonderes, über 90% der Anleger sind doch immer bullisch

    1. @Wechselbalg, ich bin wirklich nicht Permanix, sondern die Glaskugel. Bin nur seinem Rat gefolgt. Gleichzeitig habe ich damals gelesen, dass du Short All in gegangen bist. Zum Glück habe ich das ignoriert. Dass du deswegen wütend und auch sehr neidisch bist, kann ich gut verstehen. Muss richtig weh tun, wenn man so derartig daneben liegt. Aber du hast recht, wenn Helmut seine angeblichen Goldgeschichten hier jeden Tag erzählt, dass würde mir an deiner Stelle auch auf den Sack gehen. Vielleicht fragst du ihn mal ob er damit aufhören möchte.

      Freundliche Grüße nach Andalusien

      PS: Der Permanix muss es dir ganz schön angetan haben. Sicherlich kannst du deswegen kaum noch schlafen du armer Kerl

  5. Die Zwei die niemand braucht

    Die Glaskugel hat sich schon wieder selber verraten, es gibt nämlich nur einen Poster ,der dauernd Grüsse nach Andalusien schickt. Passt gut, Permanix ist der Ziehsohn ( Knecht) von Columbo und die beiden unterstützen und ergänzen sich prächtig beim Helmut- und Goldbashing. Wenn ihr möchtet,dass Helmut mit seinen Rechtfertigungen in Sachen Gold aufhört, könntet ihr vielleicht überlegen mit den dauernden Provokationen aufzuhören. Arme Kerle, noch nie etwas von Ursache und Wirkung gehört.
    Unfreundliche Grüsse in die Dolomiten und die Steueroase

    1. Wechselbalg, was hast du dagegen, dass Helmut hier jeden Tag seine zusammenfantasierten Goldgeschichten erzählt?

      Herzliche Grüße nach Andalusien.

    2. Wechselbalg, warum schreibst du eigentlich Grüße mit Doppel-S statt mit scharfem ß?

      Schöne Grüße nach Andalusien oder besser doch in die Steueroase?

      Halter den Dieb…😂

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