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Dax: immer den Blick auf Dollar-Yen haben

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Dax und Dollar-Yen laufen weitgehend parallel – der Yen gilt (faktisch zu Unrecht) als sicherer Hafen, und wenn Investoren sichere Häfen suchen, fallen sowohl Dollar-Yen als auch der Dax:

usdjpy und Dax
(Der Dax ist der schwarze Chart, Dollar-Yen orange)

Ein wichtiger Grund für den starken Auftakt auf X-Dax-Basis ist der Anstieg des Dollar-Yen, nachdem Japans Notenbankchef Kuroda heute angedeutet hat, dass die Bank of Japan jederzeit bereit sei, ihr ohnehin massive QE noch weiter auszuweiten. Das schwächt den Yen und sorgt für neuen Risikoappetit, zumal Kuroda darauf hinwies, dass er weitere Zinssenkungen durch China begrüssen würde.

Unterdessen zeigen die Kursentwicklungen im Doppelchart zwischen Dax und Euro-Dollar ein interessantes Phänomen: im Januar fiel der Euro, der Dax stieg, diese Entwicklung wurde nun im August umgekehrt. Aktuell kann der Dax den Euro nach Schließung der Lücke wieder „überholen“, aber der Kampf ist noch nicht entschieden:

dax und eurusd
(Dax schwarz, Euro-Dollar orange)

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Joe

    27. August 2015 10:42 at 10:42

    Wenn der DAX steigt, fließt also Geld in den Euro. Damit sollte der Euro eigentlich gestärkt werden. Welche Kräfte wirken neben dem „allgemeinen“ Euro-Bashing aus eurer Sicht noch?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      27. August 2015 10:56 at 10:56

      @Joe, es ist genau umgekehrt: fällt der Dax, steigt der Euro. Der Grund sind carry-trades, die dann aufgelöst werden (sprich man leiht sich praktisch unverzinste Euros um sie dann in höher rentierliche Risiko-assets anzulegen). Herrscht Angst, werden diese Positionen aufgelöst, sodass die Carry-Trader gezwungenermaßen als Euro-Käufer auftreten (Margin Calls!). In den letzten vier Wochen ist die negative Korrelation zwischen Aktienmärkten udn Euro (fallende Aktienmärkte=steigender >Euro und umgelehrt) so stark wie seit zehn Jahren nicht mehr..

      • Avatar

        Joe

        27. August 2015 11:31 at 11:31

        Den Mechanismus sehe ich. Sorry, ich habe den Hintergrund noch nicht verstanden. Wenn ein US-Anleger (hat US$) den DAX kauft und sich dafür Euros leiht, fragt er ja in diesem Moment Euros nach. Warum fällt dann der Euro?

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          27. August 2015 11:37 at 11:37

          @Joe, das ist schon richtig, aber die Carry-Trades sind vom Volumen her einfach viel größer als das, was ausländische Investoren in den Dax investieren – weil eben der Devisenmarkt sowie die Anleihemärkte ein deutlich höheres Volumen ausweisen..

          • Avatar

            Joe

            27. August 2015 14:13 at 14:13

            Danke für die Erläuterung! Zusammenfassend kann man also sagen, dass die Wechselkurse maßgeblich von den zu erwartenden Zinsdifferenzen (Carry-Trades) bestimmt werden. Und es nur einen geringen Einfluss der Währungs- auf die Aktienmärkte gibt. Wenn man sich bspw. den DAX und EURUSD von 1/12 – 2/13 ansieht, erkennt man, dass sich diese weitestgehend parallel bewegen.

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            27. August 2015 14:27 at 14:27

            @Joe, das kann man so sagen – der Euro wird geliehen, weil er billig verzinst ist. Daher ist die Welt zunehmend in Euro verschuldet – und wenn Angst am Markt ist, geht der Markt den Weg des größten Schmerzes – und das ist ein steigender Euro – das tut vielen sehr weh, weil ihre Schuldenlast dann mit einer Euro-Aufwertung steigt..

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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