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Dax: in Deckung gehen

Wiederholt sich die (Brexit-)Geschichte? Möglich, zumindest nicht ausgeschlossen. Geschichte wiederholt sich ja meist nicht, aber sie reimt sich häufig!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Was wird der Dax am Tag der US-Wahl veranstalten? Nun, wohl etwas in Deckung gehen, steht zu vermuten. Gestern ja der fulminante Anstieg, eine Art Clinton-wird-die-Wahl-gewinnen-Rally, die, das hat der Brexit gezeigt, auch nach hinten los gehen kann. Die Parallelen zu der Zeit unmittelbar vor dem Brexit sind frappierend (siehe dazu den heutigen Videoausblick). Wiederholt sich die Geschichte? Möglich, zumindest nicht ausgeschlossen. Geschichte wiederholt sich ja meist nicht, aber sie reimt sich häufig!

Das Rennen jedenfalls wird voraussichtlich knapp, Trump muß zwingend Florida gewinnen, die anderen entscheidenden Staaten dürften Ohio, North Carolina und Pennsylvania werden. Trump braucht den Sieg in Florida und in zwei der drei anderen Staaten (Ohio wählt sehr wahrscheinlich für Trump, Pennsylvania jedoch wahrscheinlich für Clinton).

Gestern der größte Tagesgewinn der US-Indizes seit dem 01.März, vor allem die stark geshorteten Aktien konnten deutlich zulegen. Nach neun Verlusttagen in Folge bei den US-Indizes also wieder ein Lebenszeichen: man steht jetzt beim S&P500 genau dort, wo man stand, als genau vor einer Woche die ABC-Umfrage eine hauchdünne Mehrheit für Trump ausgewiesen hatte. Wir bleiben bei der Auffassung, dass der „Freispruch“ durch das FBI für Clinton völlig überbewertet ist!

In Asien nimmt man die Rally der US-Märkte jedoch praktisch nicht auf – man bleibt lieber in Deckung:

Shanghai Composite +0,46%
CSI300 +0,41%
ChiNext +0,93%
Nikkei -0,03%

Und Ähnliches ist auch für den Dax zu erwarten. Sehen wir uns einmal die zaghafte X-Dax-Eröffnung an:

dax08-11-162

Im Juni, kurz vor dem Brexit, sah das Chartbild des Dax übrigens so aus:

dax08-11-16

Also in beiden Fällen erst ein Abverkauf, dann kurz vor dem Mega-Event eine massive Rally, jeweils mit Aufwärts-Gap (damals der Mord an Joe Cox, diesmal der FBI-Freispruch). Das muß sich also nicht ähnlich wiederholen, aber es kann sich ähnlich wiederholen. Warum? Weil Chartbilder in ähnlichen Situationen dazu neigen, sich ähnlich weiter zu entwicklen. Und weil Menschen in ähnlichen Situationen eben ähnlich handeln!

Es ist angesichts der US-Wahl nicht einfach (und auch nicht sinnvoll), nachvollziehbare Prognosen zu geben. Sehr gut denkbar ist, dass der Dax heute zunächst einmal in Deckung gehen wird – logisch wäre das Schließen des Gaps bei 10380 Punkten (wie beim TdT heute). Unwahrscheinlich ist dagegen heute die bruchlose Fortsetzung der gestrigen Rally..

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Peter

    8. November 2016 09:28 at 09:28

    So ein unverschämtes Glück mit dem Brexit im Juni wird FMW wahrscheinlich diesmal mit einem Wahlsieg Trumps nicht haben.
    Ohne Brexit hätten wir damals schon die 11k geknackt…
    Aber kommt Zeit, kommen neue Hochs… :-)

  2. Avatar

    Hendrik

    8. November 2016 09:34 at 09:34

    Peter

    Ja, klar !

    Wirtschaftswachstum und Unternehmensgewinne explodieren ja förmlich, die Bewertungen liegen im tiefsten Keller, da muss es zwangsläufig neue Hochs geben !

    Träume sind Schäume, mein Freund !

  3. Avatar

    Feldmaen

    8. November 2016 09:35 at 09:35

    Das Gap wäre aber erst bei knapp über 10200 geschlossen!

  4. Avatar

    Peter

    8. November 2016 09:40 at 09:40

    @Hendrik: Nenne mir doch mal Alternativen wo das viele Geld hin soll?
    Immobilien? Anleihen? Nee

  5. Avatar

    Jörg

    8. November 2016 09:41 at 09:41

    Hier ein interassanter Überblick „Der Börsentag nach der Wahl“ – http://www.stock-channel.net/stock-board/article.php3?a=18311

  6. Avatar

    Hendrik

    8. November 2016 09:52 at 09:52

    Peter

    Wenn Du zu viel Geld hast, ist das „Verbrennen“ am Aktienmarkt natürlich eine Möglichkeit ! *g

    Ansonsten soll sich keiner verrückt machen, was in D mehrheitlich auch nicht passiert.
    Bescheiden für Notfälle sparen, sich etwas gönnen und vielleicht das Haus vorzeitig tilgen.
    Die schlechten Zeiten, wo wir alle unser Geld brauchen und für den zinslosen Notgroschen dankbar sind, die kommt bestimmt !

    • Avatar

      GN

      8. November 2016 10:15 at 10:15

      …….wie wäre es denn ganz einfach mit spenden??? Wirklich Bedürftige hat doch jeder in seiner unmittelbaren Nachbarschaft, oder auch für sinnvolle humanitäre Projekte, von denen es sicher mehr gäbe, wenn das „überflüßige“ Geld mal dorthin fließen würde…..LG

  7. Avatar

    sascha

    8. November 2016 12:26 at 12:26

    Unsere ganz konkreten Handelsmarken für GER30.I sehen so aus:
    ENTRY: sell short @10440 (bis 10438, solange nicht vorher über 10481 bzw. unter 10428)
    STOP: buy stop @10452
    TARGET: buy limit @10380 oder bis vor 22 Uhr schließen
    Heisst:
    DAX sell ab 10440/10438, stop 10452 , Profit bei 10380 ?

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Aktien

Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien

Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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am

Von

Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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