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Dax: In der Hand von Mario Draghi..

Das sah doch eigentlich so schön aus für den Dax heute morgen: die Wall Street zum Handelsende hin mit einem Spurt nach oben, dann die Facebook-Zahlen deutlich über der Erwartung, aber die Deutsche Bank zerstört die Party. Und jetzt liegt es an Draghi..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Das sah doch eigentlich so schön aus für den Dax heute morgen: die Wall Street zum Handelsende hin mit einem Spurt nach oben, dann die Facebook-Zahlen deutlich über der Erwartung – wenngleich das eigentlich wenig relevant ist, weil das angesichts des Cambridge Analytica-Skandals (der erst kurz vor Quartalsende begann und daher keinen Einfluß auf die Zahlen hatte). Gleichwohl die US-Futures höher, was auch dem Dax auf die Sprünge zu helfen schien – bis dann die Zahlen der Deutschen Bank (siehe hierzu unseren Artikel „Deutsche Bank: Spürbar rückläufige Umsätze und Gewinne“) den aufkeimenden Optimismus wieder stark dämpften.

Damit ist der Befreiungsschlag für den Dax erst einmal verschoben, der Angriff auf das 4-fach-Top bei 12650 Punkten abgeblasen, damit auch die 200-Tage-Linie wieder ausser Reichweite:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Wenn schon gute Vorlagen der Wall Street nicht reichen, muß es jetzt Mario Draghi richten! Die Grundfrage wird heute sein, ob der Maestro den Euro unter die 1,2150 drücken kann und damit der Gemeinschaftswährung einen entscheidenden Nackenschlag versetzt durch dovishe Aussagen, nachdem sich die Konjunktur zuletzt eingetrübt hat.

Faktisch aber betreibt die EZB inzwischen schon Tapering (Reduzierung der Bilanzsumme), mithin sprechen also die Taten eher für ein Ende der ultralaxen Geldpolitik, aber Draghi wird bestrebt sein, die Taten eher klein zu reden, und gleichzeitig die zunehmenden Risiken für die Konjunktur betonen – so steht es zu erwarten. Das ist also wieder ein Spagat für Draghi, und der Römer wird seine ganze Routine aufbieten müssen, um diesen Spagat hinzubekommen!

Für den Dax ist das Chance und Risiko zugleich: eine Chance, wenn Draghi es schafft, die Illusion aufrecht zu erhalten, dass die EZB noch sehr lange an der Seite der Märkte bleiben wird. Das Risiko besteht darin, dass die Märkte diese Illusion durchschauen und sich weniger von Worten, als von den Taten beeindrucken lassen (Tapering).

Grundsätzlich mehren sich auch in den USA Stimmen von Geldverwaltern, die in an der Wall Street steigende Risiken sehen angesichts hoher Bewertungen und der Tech-Fokussierung der US-Indizes, und andererseits in Europa zurecht sehr viel günstigere Aktienmärkte lokalisieren. Denkbar ist also durchaus, dass internationale Investoren sich vermehrt vom US-Markt abwenden angesichts der absehbar strafferen Geldpolitik der Fed, und sich zugleich den europäischen Märkten zuwenden, wenn das Signal kommt, dass die Geldpolitik in der Eurozone ultralax bleiben wird auf absehbare Zeit. Aber dazu muß das Signal eben auch kommen von Draghi!

Mithin ist der Dax also „in der Hand“ von Draghi – wir jedenfalls berichten um 13.45Uhr vom Sitzungsergebnis und bringen dann die wichtgisten Aussagen Draghis in Headlines (ab 14.30Uhr)..

 

Foto: EZB

Ein Kommentar

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    Katja Wohmka

    26. April 2018 13:26 at 13:26

    Italien lässt grüssen… Draghi will anscheinend mit der heissgelaufenen Druckerpresse aus dem Euro eine neue Lira machen. Das Resultat wird sein, dass man wie in Japan eine endlose Stagnation über Jahre bekommen wird oder durch die Enteignung der Europäer, soziale Konflikte und Altersarmut.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

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Achtung Trader: Deutsche Börse führt „Xetra Trade-at-Close“ ein

Claudio Kummerfeld

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Achtung Trader! Ab 24. November bietet die Deutsche Börse für Trades über Xetra eine neue Handelsmöglichkeit an, die „Xetra Trade-at-Close“ Order. Sie bietet laut aktueller Aussage der Deutschen Börse eine zusätzliche Möglichkeit für Handelsteilnehmer zum offiziellen Schlusskurs zu handeln. Der Service steht dann für alle Wertpapiere im Xetra-Handel zur Verfügung. Hier die Details zu dem neuen Angebot im Wortlaut von der Deutschen Börse:

„Schlussauktionen gelten als Säule der Marktstabilität und des Anlegerschutzes. Sie bündeln die Liquidität pro Wertpapier zu einem Zeitpunkt und gewährleisten eine effiziente Preisbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen. Xetra Trade-at-Close adressiert die wachsende Nachfrage nach Orderausführungen am Ende des Handelstages“, sagt Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der neue Service bietet verschiedene Vorteile: Mit Xetra Trade-at-Close können Marktteilnehmer Aufträge auch nach Ende der Schlussauktion auf Xetra eingeben. Sie profitieren davon, zu einem festen Preis zu handeln, ohne an der Preisbildung in der Schlussauktion teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, Positionen vor Ende des Handelstages zu schließen und dabei mit zusätzlicher Liquidität im börslichen Handel zu interagieren.

Wird die Option Trade-at-Close für eine Order ausgewählt, werden Aufträge, die in der Schlussauktion nicht ausgeführt wurden, automatisch in die Trade-at-Close-Phase übertragen. Während der Trade-at-Close-Phase können auch neue Orders eingegeben werden. Der Schlusskurs wird vor allem von Buy-side-Kunden wie Pensionskassen oder Investmentfonds zur Berechnung von Portfoliorenditen, zur Bewertung von Investmentfonds und als Grundlage für viele Derivategeschäfte verwendet.

Xetra-Bildschirme der Deutschen Börse
Xetra-Bildschirme. Foto: Deutsche Börse AG

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