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Dax: Inflation wird in Frage gestellt – extremer Optimismus

Dax - viel Erleichterung

Der DAX ist in der abgelaufenen Woche um über 2% angesprungen. Hoffnung keimt auf, unterstützt von positiven Q-Zahlen aus dem Bankensektor.

DAX: Großer Optimismus – Inflation beherrschbar

Die Probleme, die noch in der Vorwoche für fallende Kurse gesorgt hatten, wurden plötzlich als „beherrschbar” betrachtet – vielleicht, so die aufkeimende Hoffnung, klappt es ja doch mit der Konjunkturerholung, die direkt in einen Nachholeffekt übergeht, der für nachhaltig deutliches Wachstum sorgt.

So ist das Anlegersentiment beim DAX sprunghaft auf 2,3 angestiegen. Binnen zwei Wochen hat sich damit die extreme Niedergeschlagenheit vollständig aufgelöst.

Auch die starke Verunsicherung ist verflogen, die Selbstgefälligkeit ist auf einen Wert von 0,2% angestiegen. Zufriedenheit ist noch nicht zu erkennen, dazu ist die Marktsituation noch zu fragil.

Doch die Zukunftserwartung bleibt kontinuierlich auf einem hohen Niveau von aktuell 4,6. Mit einer kurzen Unterbrechung messen wir extremen Optimismus nun bereits seit sechs Wochen.

Und so steigt auch die Investitionsbereitschaft weiter kontinuierlich an. Einen Wert von 2,8, wie wir ihn in dieser Woche messen, haben wir seit November vergangenen Jahres nicht mehr gesehen.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger notiert mit einem Wert von 2 im neutralen Bereich. Privatanleger warten die Richtungsentscheidung ab, bevor sie ihr Depot für die nächste Marktphase ausrichten.

Das Put/Call-Verhältnis der CBOE zeigt moderate Absicherungspositionen an.

US-Fondsmanager haben ihre Investitionsquote leicht auf 64% zurück gefahren. Auf Jahressicht sind sie damit eher Untergewichtes.

Bei den US-Privatanlegern haben die Bullen wieder das Zepter übernommen, 38% erwarten steigende Kurse. Doch die Bullen haben damit nur ein leichtes Übergewicht.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit einem Wert von 39% eine neutrale Marktverfassung an.

DAX: Erleichterung macht sich breit

Seit mehreren Monaten pendeln die Aktienmärkte nun bereits seitwärts. Zwischenzeitlich kam immer wieder die Befürchtung auf, wir könnten eine Top-Bildung sehen und in eine stärkere Baisse geraten. Doch die relevanten charttechnischen Unterstützungen hielten und nun hat es den Anschein, dass die Aktienmärkte ausreichend Luft geholt haben, um gen Norden auszubrechen.

Erleichterung macht sich unter den Anlegern breit, und Erwartungsfreude auf die anstehende positive Marktphase. Da gibt es aus Sicht der Sentimentanalyse keine eklatanten Stimmungsungleichgewichte, die den Markt für die eine, oder für die andere Richtung anfällig machen würden. Entspannt wartet man auf die neue Richtung, ohne zu stark investiert zu sein.

Ich halte das für eine recht gesunde Marktverfassung. Dies schließt ein abermaliges Abtauchen zwar nicht aus, liefert aber ausreichend Argumente, um eventuelle Rückschläge für Zukäufe zu nutzen.



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