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Dax: Irgendwie und vielleicht..über den böswilligen Humor an den Finanzmärkten

Die Märkte scheinen nach der Logik zu agieren: könnte ja irgendwie trotzdem was dran sein. Irgendwie. Vielleicht..

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Was muß eigentlich noch passieren, damit der Dax endlich aus dem Seitwärtstrend nach oben ausbricht und damit aus seiner schmalen Handelsrange entweicht? Es herrscht – so heißt es in Agenturberichten über Asiens Märkte – Optimismus in Sachen Handelskrieg nach der gestrigen Fake News-Meldung, wonach die Amerikaner überlegten, die Zölle auf chinesische Waren abzuschaffen.

Nun ist diese Meldung zwar eindeutig dementiert – aber die Märkte scheinen nach der Logik zu agieren: könnte ja irgendwie trotzdem was dran sein. Irgendwie. Vielleicht. Dabei scheint nicht zu stören, dass das alles von vornherein keinen Sinn ergibt, schon weil es nicht Trumps Wesen entspricht, im Vorfeld Geschenke zu verteilen an jene, von denen er meint, sie hätten sich auf Kosten der USA bereichert.

Es wird also scheinbar an bißchen an der Schraube gedreht – und das direkt im Umfeld des kleinen Verfalls heute und an chartechnisch extrem relevanten Marken und Trendkanälen (siehe dazu den heutigen Videoausblick).

Man könnte das als eine Art böswilligen Humor bezeichnen, weil die Positionen der Amerikaner und der Chinesen unverändert weit auseinander liegen (kürzliche Aussagen vom republikanischen Senator Grassley) – und je höher die Kurse an der Wall Street steigen, umso weniger Drohpotential hat eben diese Wall Street gegenüber Trump! Man hat es ja schon geschafft mit dem Einbruch Oktober/Dezember, die Fed blinzeln zu lassen – nun läßt man sich ein Märchen erzählen, das zu schön ist, um wahr sein zu können, und wird damit früher oder später ins offene Messer laufen!

Was aber passiert heute? Die Zahlen von Netflix und Amex gestern nachbörslich sind jetzt nicht gerade das Sprungbrett für eine Party – aber die US-Futures dennoch etwas höher als gestern wegen des oben zitierten „Optimismus“. Packt der Dax jetzt endlich die 11.000er-Marke? Oder kommt – als Treppenwitz – nach den Fake News der Fake Ausbruch? Nicht nur beim Dax, sondern auch an der Wall Street?


(Chart durch anklicken vergrößern)

Wir werden sehen – wenn der Dax etwas Dynamik gewinnen sollte auf der Oberseite, wäre das logische erste Ziel der markante Bereich bei 11090 Punkten (untere Gap-Kante des Abwärts-Gaps vom 05.Dezember).

 

Lächelnde beim Jüngsten Gericht im Tymphanon des Fürstenportals des Bamberger Doms (ca. 1230)

Von Photo: Andreas Praefcke – Selbst fotografiert, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6655967

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    leftutti

    18. Januar 2019 10:17 at 10:17

    Irgendwie bedenklich: Eine einzige Quelle verbreitet völlig absurde Fake News, die anderen übernehmen diese ungeprüft und schon geht es ab!
    Was folgt als nächstes? Eine obskure Quelle meldet, die Russen haben ihre Atomwaffen aktiviert, und schon drückt the real Donald den roten Knopf?!
    Absurd! Irgendwie. Vielleicht.

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Finanznews

Aktienmärkte: Perfekter Sturm? Marktgeflüster (Video)

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Braut sich da für die Aktienmärkte der perfekte Sturm zusammen – mit einem Potential, wie wir es zuletzt im Januar 2018 und im Dezember 2018 gesehen haben? Manches spricht dafür: die extreme Positionierung der Investoren vor allem im US-Tech-Sektor, die mangeldenen Absicherungen (Put-Optionen), der Glaube, dass nichts schief gehen könne, weil die Fed ja als Retter jederzeit bereit stehe etc. etc. Aber nun scheint das Coronavirus vor allem in Südkorea und Japan um sich zu greifen, die WHO zeigt sich zunehmend nervös. Und die Wall Street realisiert, dass auch die amerikanischen Aktienmärkte und die US-Wirtschaft nicht immun sind gegen Schocks (heute der Einbruch beim US-Einkaufsmanagerindex vor allem im Dienstleistungsbereich)..

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Aktien

Kommt eine 10% Korrektur bei Aktien? China pumpt Geld, Gold steigt, und zwei Aktienideen

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China pumpt Milliarden ins Finanzsystem und senkt seinen Leitzins. Das soll helfen gegen die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus. Manuel Koch bespricht das Börsengeschehen dieser Woche im folgenden Video. Goldman Sachs sieht die Möglichkeit, dass die Aktienmärkte um 10% einbrechen könnten. Gold hat laut Empfehlungen der trading-house Börsenakademie, die im Video besprochen werden, die Möglichkeit auf 1.700 Dollar zu steigen. Die Aktie von Airbus sei eine Short-Idee. Für beide Empfehlungen gibt es im Video konkrete Einstiegsmarken.

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Indizes

Die EZB hat eine Meinung zur aktuellen Hausse am Aktienmarkt

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Die Zentrale der EZB in Frankfurt

Wie viele Kommentatoren gibt es dieser Tage, die kund tun, dass die aktuelle Hausse am Aktienmarkt eine Manie ist, eine reine Gier, ein Trieb der Angst, weil man keine Gewinne verpassen will, usw. Dazu noch billiges Geld von den Notenbanken, die Aktien fast alternativlos machen. Also, alles stumpf rein in den Aktienmarkt? Das Lustige oder auch Traurige ist: Einer der Hauptverursacher dieser Situation meldet sich zu Wort, und sieht das kritisch, was er geschaffen hat. Es ist die EZB.

Es ist eine knochentrockene Aufgabe sich durch den vier Wochen verzögert veröffentlichten Sitzungstext der EZB zu kämpfen. Aber mit einem Tag Verzögerung haben wir uns das angetan. Gestern wurde nämlich der Sitzungstext des EZB-Rats aus Januar veröffentlicht. Und siehe da, man hat auch eine Meinung zum Aktienmarkt. Eigentlich äußert sich die Europäische Zentralbank nicht zu konkreten Entwicklungen am Aktienmarkt. Denn man ist ja ein „neutraler“ Player, und hat nur die Preisstabilität im Blickpunkt? Aber sie äußert sich im aktuellsten Sitzungsprotokoll wie folgt (ins Deutsche übersetzt):

Es sei angemerkt worden (man merkt schon, Protokollanten-Slang), dass der Anstieg des Aktienmarktes nicht mit einer Verbesserung der Gewinnerwartungen (der Unternehmen) in Zusammenhang zu stehen scheint. Wie es auch in den Vereinigten Staaten der Fall zu sein scheint, deute dies auf eine mögliche Abkoppelung zwischen den lebhaften Finanzmärkten und den weiterhin gedämpften Aussichten für die Realwirtschaft hin. Es wurde auf die Aktienmärkte verwiesen, wo der anhaltende Anstieg der Bewertungen nur schwer mit den schwächeren Gewinnaussichten auf beiden Seiten des Atlantiks, den gedämpften Gewinnmargen und der allgegenwärtigen Unsicherheit zu vereinbaren war. Es wurde auch angemerkt, dass höhere Immobilienpreise zu einer Fragilität des Finanzsystems führen könnten, die durch die makroprudenzielle Politik nicht ausreichend berücksichtigt werden könnte.

Dazu kann man nur sagen: Die Diagnose mag zwar richtig sein. Aber dass der Verursacher sich besorgt zeigt über die Folgen seines eigenen Handelns, ist schon bemerkenswert!

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