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Dax: Ist die Panik um den Coronavirus schon vorüber?

Ist die Panik im Dax vorbei?

Es ist immer wieder schön zu sehen, nach welchen Schemen Krisenzeiten an den Finanzmärkten ablaufen, zum Beispiel beim Dax. In solchen Börsenzeiten haben die alten Hasen gegenüber dem Nachwuchs einen echten Vorsprung. Der gestrige Handelstag an der Wall Street hat es gezeigt. Während in Deutschland die Regale im Supermarkt leergekauft werden, gehen die Amerikaner an die Wall Street und kaufen dort ein. Zugegeben, ein Anstieg von 5% im Dow Jones Industrial auf der Oberseite in einem Tag ist genauso übertrieben wie die Abschläge auf der Unterseite der Vortage.

Es soll nur verdeutlichen, dass die Deutschen die „Börse“ noch nicht ganz verstanden haben. Betrachten wir den Dax, der sonst immer auf Schritt und Tritt dem großen Bruder aus Amerika folgt. Denn die heutige Entwicklung des DAX ist als absolut verhalten anzusehen. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass das Coronavirus in den USA überhaupt noch nicht richtig angekommen ist. Die wirtschaftlichen Auswirkungen werden Europa wesentlich härter als die USA treffen. Somit zittern die Analysten ein wenig vor den kommenden Gewinnwarnungen und den nächsten Quartalsberichten der großen Unternehmen.

Die Finanzanalysten – die Mächtigsten werden entmachtet

Es wird wenig ausgesprochen. Aber wer entscheidet, ob eine Aktie steigt oder nicht? Es ist nicht der Privatmann, der 50 Siemens kauft, weil die Quartalszahlen in der Tageszeitung gut aussehen. Nein, es ist eine kleine verborgene Spezies, die mehr oder wenig im Verborgenen arbeitet und zu den Firmen fährt und die Unternehmensdaten aus erster Hand zu Gesicht bekommt. Der Analyst. Anschließend wird eine Empfehlung an den Arbeitgeber (den Investmentfonds) ausgegeben, und dementsprechend werden Bestände in den Fonds auf- oder auch abgebaut. Diese belaufen sich im Milliardenbereich. In solchen Zeiten wird aber der Analyst entmachtet. Selbst die besten Unternehmensdaten bringen keine steigenden Kurse.

Er kann nicht übersehen, ob die fundamentalen Realitäten in Zukunft überwiegen werden oder nicht. Alles, was er einschätzen wird, kann falsch oder richtig sein. Für die guten Analysten ist dies eine schlimme Situation. Aktuell verhält sich der DAX panisch und rein emotional. Der Mensch ändert seinen Charakter, und die Rationalität kommt erst nach der vermeintlichen Schlacht des Verkaufens zurück. Aber Vorsicht. Nach einer Schlacht ist der Krieg meist noch nicht zu Ende. Der DAX befindet sich heute in einer schönen Gegenreaktion auf der Oberseite, die nach den herben Abschlägen absolut gesund ist (sehen Sie hier den Video-Kommentar von Markus Fugmann). Es sollte nur bedacht werden: Solange diese Panik in den Medien in Europa weiter verbreitet wird und die strengsten Maßnahmen (wie Züge unter Quarantäne zu stellen und Firmen zu schließen) weiter betrieben werden, sind die Ausmaße für DAX & Co für die nächsten drei Quartale immens.

DAX aus technischer Sicht ein Kauf

Der Aktionär denkt stets long. Warum sollte er sich denn sonst an einem Unternehmen beteiligen, wenn nicht die Aussicht auf eine langfristige Kurssteigerung besteht? Das Unternehmen ist ihm eigentlichen egal. Die Kurssteigerung ist es, die ihn zum Investment bringt. Mit dem DAX ist es noch schöner, da hat man gleich 30 Firmen und das gleiche Prinzip, nur geglätteter. Das Risiko der falschen Aktie entfällt somit. Uns bleibt nur der Blick auf die Markttechnik. Das Virus ist nicht einzuschätzen. Solche Marktlagen sind für die Fibonacci-Tools ideal geeignet und schon fast beispielhaft. Die Wegstrecke von oben nach unten ist definiert, und daraus ergeben sich die neuen Wegstrecken in die entgegengesetzte Richtung (Retracements).

Aktuell signalisieren die Handelsmodelle bereits Kaufsignale (rote Kreise). Der erste Fibo Widerstand (23,60%) wurde bereits erreicht und der Kurs hadert an dieser Stelle. Nun kommt es darauf an, diese Marke zu brechen. Das ist oft eine Zeitfrage. Geschieht das nicht in absehbarer Zeit, gibt es erst einmal einen Rückschlag, bevor es zu einem erneuten Anlauf kommt. Wird diese Linie dann doch gebrochen, ist der nächste Widerstand bei der 38,20er Fibo-Linie zu sehen – in diesem Fall bei ca. 12.464. Wird aber der Mensch wieder in Panik gebracht, dann sehen wir den DAX bei 11.344 Punkten.

Dax im Chartverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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1 Kommentar

  1. G-7 nimmt, wie es scheint, das Virus nicht ernst.

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