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Dax: Jetzt braucht es ein Wunder – oder die Chance der Bullen..

Die Bullen sind ganz klar in der Defensive, aber sie könnten jetzt das Überrraschungsmoment auf ihrer Seite haben!

Markus Fugmann

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am

Der Dax ist im Grude durch alles durchgerauscht, was hätte Halt bieten können: zunächst der Unterstützungsbereich bei 12280/90 Punkten, dann gestern das Unterschreiten des vierfachen Bodens in der Zone um 12100 bis 12130. All das sieht nun doch reichlich unschön aus:


(Grafik durch anklicken vergrößern)

Man sieht: die nächstliegende Unterstützung findet sich erst im Bereich 11920/25 – aber wirklich „dick“ ist diese Unterstützung eigentlich nicht. Tragfähiger scheint da der Bereich 11700 bis 11760 zu sein – also jene Zone, die der Dax nach dem Abverkauf Anfang Februar zur Bodenbildung nutzen konnte im März/Anfang April:


(Grafik durch anklicken vergrößern)

Jetzt geht es darum: war die gesamte Aufwärtsbewegung seit Ende 2016, als der Dax von 10500 Punkten schließlich bis 13600 Punkt steigen konnte – war das alles nur ein Intermezzo, das dann mit einer großen Top-Bildung, einer gigantischen Schulter-Kopf-Schulter-Formation abgeschlossen wird?

Charttechnisch sieht es so aus. Aber jetzt geht es um größere Dinge als Charttechnik – es geht jetzt um die großen politischen Entscheidungen, um den Handelskrieg, die Verhandlungen zwischen den USA und Kanada. Und vor allem um den US-Wahlkampf, der ein Kampf um eine Richtungsentscheidung ist: soll Trump weiter die USA beherrschen wie er es derzeit tut?

Für Trump steht jetzt viel auf dem Spiel: schneidet er schlecht ab bei den US-Zwischenwahlen, dann ist er im Grunde eine lahme Ente – konfrontiert mit einem Amtsenthebungsverfahren durch die Demokraten, diskreditiert bei den Republikanern, weil er sie nicht vor einer Niederlage hat bewahren können. Sein Image als ewiger Gewinner wäre zerstört.

Damit das alles nicht passiert, wird Trump alle Register ziehen – bis hin zu einer bewußten Eskalation mit dem Iran: ein US-Präsident, der die USA in einer Zeit der Kriegsgefahr führt, wird nicht abgewählt (dieser Gedanke dürfte bei Trumps Beratern sicher diskutiert werden). Oder, und das ist die zweite Variante, Trump entschärtf jetzt (kurzfristig!) die Dinge: dass etwa Nordkorea und Südkorea sich treffen, könnte darauf hindeuten, dass die Zölle gegen China erst einmal auf die lange Bank geschoben werden, weil man jetzt China wieder als Vermittler braucht, damit Trump wieder einen außenpolitischen Triumph einfahren und zeigen kann, dass er der geniale Deal-Maker ist.

Mit anderen Worten: Trump hat jetzt aktuell weniger Interesse an einer Eskalation mit China oder Kanada, sondern braucht jetzt „Deals“. Hierin liegt das Potential für positive Überraschungen für die Aktienmärkte!

Und speziell beim Dax gilt: es scheint eine plötzliche Annäherung zwischen Deutschland und Großbritannien in Sachen Brexit zu geben, gleichzeitig macht die neue italienische Regierung „auf brav“ und will unterhalb der Defizit-Grenze bleiben. Von diesen beiden Seiten also auch eher Entspannnung.

Fazit: die (Dax-)Bullen sind ganz klar in der Defensive, aber sie könnten eben – wenn man die derzeitige weltpolitische Ausgangssituation betrachtet – jetzt das Überrraschungsmoment auf ihrer Seite haben!

 

By Josemanuel. – Own work, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1284536

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Lausi

    6. September 2018 09:28 at 09:28

    Also dieser Bulle (siehe Foto) hat mal wirklich Eier :-)

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Finanznews

Aktien: Nochmal das Jahr 2020 spielen! Videoausblick

Markus Fugmann

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am

Das war gestern zum Abschied von Donald Trump noch einmal das gute alte Muster des Jahres 2020: die Aktien, die vor dem 09.November besonders gut gelaufen sind (die FAANG-Werte) gestern mit einer fulminanten Rally – während Aktien, die die Verlierer der Coronakrise waren, seit dem 09.November (Impfstoff-Meldung) aber zu den großen Gewinnern gehörten, gestern deutlich weniger stiegen. Dass dem gestern so war, hat (charttechnische) Gründe – der Reflations-Trade jedenfalls hat gestern einen Rückschlag erlitten. Auch die positiven Eröffnungs-Gaps bei den großen US-Indizes sind ein altbekannntes Muster aus dem Jahr 2020, der Leitindex S&P 500 ist dank eines solchen Eröffnungs-Gaps aus seiner Seitwärtsrangenach oben ausgebrochen..

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Indizes

DAX daily: Euphorische US-Börsen ziehen den Dax nach oben

Stefan Jäger

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am

Der Dax schleppt sich im gestrigen Handel zurück in Richtung der 14.000er Marke, während der Nasdaq und S&P500 mit Leichtigkeit auf neue Rekordstände fliegen. Insbesondere bei den Technologiewerten haben die Anleger wieder fleißig zugegriffen. Die Börsianer erhoffen sich durch das Duo Biden/Yellen weiteren Stimulus für die Konjunktur sowie Schecks für die Kleinanleger zum Zocken an den Aktienmärkten. Wer will es ihnen verdenken, es ist wie in einem Paradies, wo es ständig Geld von Regierungen und Notenbanken regnet. Selbst eine Verschärfung und Verlängerung der Corona-Maßnahmen kann die Kauflaune der Anleger nicht bremsen.

Im Gegensatz zu den US-Indizes befindet sich der deutsche Leitindex aber immer noch in einer Konsolidierung auf hohem Niveau. Für weitere Aufwärtsimpulse muss der Dax die Hürden bei 13.960 und 14.000 überwinden. Das gestrige Tageshoch lag bei 13.952 Punkten, damit fehlt also noch ein Stück zur runden Marke. Den Handel hat der Dax schließlich mit einem Plus von 106 Punkten (0,77%) bei 13.921 beendet. Das heutige Ziel sollte somit der Sprung über die 14.000er Marke sein.

News und fundamentale Daten

Nach der gestrigen Vereidigung von Joe Biden steht heute mit der EZB-Sitzung das nächste Highlight der Woche auf dem Plan. Für 13.45 Uhr ist die Zinsentscheidung angesetzt, um 14.30 Uhr folgt anschließend noch die Pressekonferenz der EZB-Chefin Christine Lagarde. Die Anleger erhoffen sich dann neue Hinweise über die zukünftige Geldpolitik. Allerdings ist nicht mit neuen geldpolitischen Lockerungen zu rechnen, nachdem die EZB im Dezember bereits ihr Anleihekaufprogramm um 500 Milliarden ausgeweitet hatte.

Zudem erscheinen zeitgleich noch ein paar Wirtschaftsdaten aus den USA. Unter anderem werden die wöchentlichen Erstanträge und Folgeanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Zusätzlich erscheinen die Daten der Baugenehmigungen (Dez) sowie der Philly Fed Herstellungsindex. Den Termin um 14:30 Uhr stellt aufgrund der zahlreichen Daten ein interessantes Trading-Event für Dax-Händler dar. Aus Unternehmenssicht sind die Quartalszahlen von dem Medizintechnik-Unternehmen Intuitive Surgical, dem IT-Unternehmen IBM sowie dem Halbleiterhersteller Intel interessant. Die Anteilseigner von dem zuletzt stark unter Druck geratenen Chip-Riesen Intel werden nach dem Rauswurf des CEO Bob Swan ganz genau auf die Zahlen und den Ausblick schauen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Der Dax notiert vorbörslich an der Widerstandszone bei 13.960. Damit der Sprung über die 14.000er Marke gelingt, muss der Bereich sowie das Nachthoch bei 13.980 überwunden werden. An der 14.029 wartet dann die 161,8% Extension. Setzt sich der Anstieg fort, dann dürfte der Dax noch das offene Gap bei 14.049 schließen. Sollte dem Dax dort nicht die Puste ausgehen, dann wäre die Zone bei 13.115 bis 13.131 das nächste Ziel.

Die energische Rally der US-Indizes hat den Dax in den letzten Tagen angetrieben. Aber sogar die Wall Street benötigt mal eine Verschnaufpause, das würde wiederum den Dax bei seiner Zurückeroberung der 14.000er Marke ausbremsen. Eine erste Unterstützung befindet sich im Bereich der 13.902. Unterhalb der 13.900 dürfte sich die Abwärtsbewegung bis zur 13.870 fortsetzen. Dort könnte der Dax wieder Halt finden, ansonsten wäre das gestrige Tagestief bei 13.835 das nächste Ziel. Ein Bruch des Tiefs würde den Index wieder zur markanten Unterstützungszone bei 13.800 führen.

Der Börsen Jäger

Haben Sie Interesse an konkreten Trading-Ideen, dann werfen Sie doch einen Blick auf unseren neuen Service „Der Börsen Jäger“. In dem kostenlosen Börsenbrief nehme ich Sie mit auf die Jagd und vermittle interessante Anregungen zu fundierten Handelsmöglichkeiten sowohl für die bekannten Indizes und Aktien, als auch für die Devisen- und Rohstoffmärkte.

Dax daily: Ausblick 21.01. - H1-Chart - Schafft der Dax die 14.000?

Dax Unterstützungen (US):

13.898 – M15-Chart

13.870 – mehrfache US

13.804 – Punkt 1 Topbildung (H4)

13.700 – Punkt 2 Bodenbildung (H1)

13.672 – Tagestief 15.01.

13.600/630 – US-Zone

13.566 – Tagestief 05.01.

Dax Widerstände (WS):

13.958 – 61,8% Retracement (14.131 – 13.672)

13.988 – offenes Gap 14.01.

14.000 – psychologische Marke

14.029 – 161,8% Extension (13.670)

14.049 – Gap 08.01.

14.115 – 127,5 % Extension

14.131 – Tageshoch 08.01.

14.167 – 261,8% Extension (13.672)

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Inflation und das Paradox der Erwartungen! Marktgeflüster (Video)

Eines scheint für die Investoren klar zu sein: wenn die Coronakrise überwunden ist, kommt die Inflation. Aber das wäre besonders schlecht für den Reflations-Trade!

Markus Fugmann

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Eines scheint für die Investoren klar zu sein: wenn die Coronakrise überwunden ist, kommt die Inflation – deshalb spielen alle Investoren den „Reflations-Trade“ und kaufen vor allem Aktien aus den Sektoren Energie, Industrie und Materialien. Es sind aber vor allem diese Sektoren, die eine besonders hohe Verschuldung aufweisen – und aufgrund der Politik der Notenbanken dennoch derzeit extrem günstig Schulden machen können. Aber wenn die Inflation wirklich steigt, dann beginnen die Kapitalmarkt-Zinsen zu steigen – und das erschwert die Tragfähigkeit der Schulden jener Unternehmen, die derzeit im Reflations-Trade gekauft werden. Im Grunde ist das ein Paradox: wenn die Inflation wirklich käme, wären diejenigen Aktien die Verlierer, die im Reflations-Trade derzeit immens nach oben gekauft werden..

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