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Dax: Jetzt muß er aber liefern!

Über alternative Fakten und das covfefe der Wall Street!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es gibt ja eigentlich nichts Schlimmeres, als nervtötende Seitwärtsbewegungen: ein Schritt vor, zwei Schritte zurück, wieder ein Schritt vor – das Resultat dann ein Nullsummenspiel. So war es beim Dax seit Mitte Mai, der Index kam nicht über die 12700er-Marke, wollte aber auch nicht nach unten.

Heute nun auf X-Dax-Basis endlich der Ausbruch über die 12700er-Marke, nachdem der Nikkei massive Zugewinne verbuchen kann und damit wiederum auf die gestern überraschend guten ADP Arbeitsmarktdaten reagiert.

Für die Wall Street sind diese Daten offenkundig eine Art Beruhigungspille, die über die zuletzt überwiegend schwachen US-Konjunkturdaten hinweg trösten soll. Aber wie schon im Videoausblick thematisiert: die gestrigen Daten brauchen zunächst einmal eine Bestätigung durch die heutigen non-farm payrolls einerseits, andererseits ist der Arbeitsmarkt ein nachlaufender Indikator. Frühindikatoren hingegen, darunter die wichtigste die Kreditvergabe, signalisieren das Gegenteil, deuten auf einen deutlichen Abschwung der US-Wirtschaft hin!

Aber die Wall Street wollte dann eben doch Party machen, dem hat sich Japan angeschlossen, jedoch mit besseren Argumenten, nachdem in Nippon die Konjunkturdaten zuletzt immer besser geworden sind:

Shanghai Composite -0,03%
CSI300 -0,40%
ChiNext +0,30%
Nikkei +1,83%

Der X-Dax eröffnet mit einem Aufwärts-Gap und springt damit über die wichtige 12700er-Marke:

Nachdem endlich den Widerstand geknackt ist, muß der Dax nun aber auch liefern! Liefern bedeutet, dass der Index nun möglichst schnell in Richtung Allzeithoch bei 12840 Punkten marschieren sollte. Diese Zone ist nun die nächste Wegscheide: bei der 12700/10 war der Dax viermal gescheitert, bei der 12840 dreimal. Da muss der Dax also ein hartes Brett bohren, wenn der Höhenflug weiter gehen soll!

Stützend wirkt das negative Sentiment im Dax: die Profis sind fast zur Hälfte short, nur ein Viertel ist long, ein Drittel an der Seitenlinie (letzteres der höchste Wert seit März 2016). Mithin könnten also manche Profis gezwungen sein, in den Markt einzusteigen, zumal sich nun auch schon der große Verfall nähert, mit dem Potential, dass im Vorfeld des Verfalls Schieflagen gerade gerückt werden müssten.

Wenn es so ist, dass die US-Märkte wegen der gestrigen Arbeitsmarktdaten haussierten (vor allem der Nebenwerte-Index Russell2000 mit einem Plus von 2%), dann müsste die Logik doch eigentlich lauten: wenn die heutigen US-Arbeitsmarktdaten (Prognose 185.000 Stellen, Arbeitslosenquote 4,4%, Stundenlöhne +0,2%) enttäuschen würden, müssten die US-Märkte eigentlich fallen logischwerweise.

Aber was haben die US-Märkte schon mit Logik zu tun – wer in der Lage ist, einen Präsidenten zu wählen, der gestern ernsthaft meinte, dass das Pariser Klimaabkommen doch nur geschaffen worden sei, um den Amerikanern ihre Rohstoffe weg zu nehmen, der bewegt sich jenseits logischer Denkräume im Reich der alternativen Fakten. Alles irgendwie covfefe..

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    randyhofbeck

    2. Juni 2017 09:31 at 09:31

    hallo herr fugmann, stimmt, ich hab die rede über mich ergehen lassen, der präsidentenversuch hat sein land ins mittelater zurückgestuft

    • Avatar

      Gerd

      2. Juni 2017 09:43 at 09:43

      FMW:
      „…Aber was haben die US-Märkte schon mit Logik zu tun – wer in der Lage ist, einen Präsidenten zu wählen, der gestern ernsthaft meinte….“

      Ich vermute, dass Trump auch von seinen Bergarbeitern gewählt wurde, die Trump „so mag, dass er jetzt eingelöst hat, was er ihnen versprach.“
      Die (unlogischen) Akteure der US-Märkte sind laut Berichterstattung im Wahlkampf nicht diejenigen, welche ihn wählten.

  2. Avatar

    Gerd

    2. Juni 2017 10:26 at 10:26

    FMW:
    „Wenn es so ist, dass die US-Märkte wegen der gestrigen Arbeitsmarktdaten haussierten.., dann müsste die Logik doch eigentlich lauten: wenn die heutigen
    US-Arbeitsmarktdaten…enttäuschen würden, müssten die US-Märkte eigentlich fallen.“

    Und wenn sie nicht enttäuschen, könnte der Markt sogar noch steigen, weil dann die abwartend Skeptischen auch noch kaufen. Jetzt warten diese evtl. noch ab, ob die Zahlen um 14Uhr30 auch offizielle Bestätigung finden.
    Und wenn die heutigen Zahlen zudem aber nicht enttäuschen, sondern obendrein auch noch angenehm überraschen sollten, müssten die Märkte ja gleich zweimal noch weiter steigen.
    Alles ist möglich. „…logischweise.“
    WARUM IMMER NUR DAS NEGATIVE ERWARTEN?

  3. Avatar

    KARL MÜLLER

    2. Juni 2017 11:32 at 11:32

    Ist dann so gekommen wie ich gestern bereits schrieb: vor den affigen NFP Fake-Zahlen, vor einem langen WE und da Freitag ist steigt der Mist fröhlich weiter. Börse ist mittlerweile echt Riße ;-)

    Was für eine Kasperveranstaltung.

    VG KArl

    • Avatar

      berti

      2. Juni 2017 11:37 at 11:37

      aber hallo…..

      • Avatar

        KARL MÜLLER

        2. Juni 2017 11:43 at 11:43

        Mit Kasperveranstaltung meinte ich nicht herrn Riße sondern den „Markt“.
        Nur zur Klarstellung.

        Vg KArl

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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