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Dax: Jetzt wird es eng!

Jetzt wird es eng für den Dax! Nachdem der deutsche Leitindex gestern noch einmal den sehr wichtigen Bereich bei 12530/35 getestet hat und dann nach oben drehte, sieht es nun eher nach weiteren Kursverlusten aus – vor allem wenn das ehemalige Ausbruchsniveau bei 12535 nach unten durchbrochen und damit der Anstieg der letzten Tage im Grunde negiert wird!

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Jetzt wird es eng für den Dax! Nachdem der deutsche Leitindex gestern noch einmal den sehr wichtigen Bereich bei 12530/35 getestet hat und dann nach oben drehte, sieht es nun eher nach weiteren Kursverlusten aus – vor allem wenn das ehemalige Ausbruchsniveau bei 12535 nach unten durchbrochen und damit der Anstieg der letzten Tage im Grunde negiert wird!

Mit dem endgültigen Scheitern der Gesundheitsreform ist jetzt eine neue Situation entstanden – es fehlt schlicht Geld, das durch die Gesundheitsreform gespart worden wäre für den amerikanischen Staat. Das wiederum stellt in Frage, wie die Trump-Administration in Sachen Wirtschafspolitik überhaupt noch vorgehen kann! Obamacare bleibt erst einmal in Kraft, man will nun laut dem republikanischen Mehrheitsführer Mitch McConell Obamacare abschaffen mit Sicht auf die nächsten zwei Jahre, aber selbst dafür könnte die Mehrheit bei den Republikanern fehlen.

Also Chaos vom Feinsten, damit zugleich der Bruch eines zentralen Wahlversprechen Trumps, der bekanntlich versprochen hatte, die weiter ausufernden Kosten für Obamacare für die US-Bürger und den Staat zurück zu fahren. Damit engt sich der Handlungsspielraum Trumps weiter ein, die Glaubwürdigkeit des US-Präsidenten ist schwer angekratzt. Und weil das so ist, werden wir sehr wahrscheinlich sehr bald sehr aggresive Töne hören in Richtung Nordkorea, weil Trump jetzt schnellstmöglich ein Ablenkungsmanöver braucht!

Der Dollar wiederum schwer unter Druck durch das erneute Scheitern der Trump-Administration – die Märkte riechen, dass alles, was Trump nun vorhat, direkt die Schulden der USA erhöht, und es ist alles andere als ausgeschlossen, dass der Greenback nun sehr schweren Zeiten entgegen geht. Und das wiederum bedeutet im Umkehrschluß Euro-Stärke, was die EZB unter Druck bringt und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Draghi auf der Pressekonferenz am Donnerstag sehr dovishe Aussagen machen wird. Denn die 1,15er-Marke bei Euro-Dollar ist die rote Linie, die die EZB in den Sand gezeichnet hat und die sie wohl nun versuchen wird zu verteidigen.

Was bedeutet das alles für den Dax? Der X-Dax jedenfalls eröffnet schon einmal mit einem Abwärtsgap und ist nun in der „neuralgischen Zone“ bei 12530/35:

Es war ja durchaus schon auffällig, dass der Dax das eigentliche Ziel bei 12730 Punkten nicht im Ansatz anlaufen konnte, sondern schon bei 12675 ein Doppeltop ausbildete. Fällt der Dax unter die 12535, dann gibt es im Bereich 12490/12500 noch einmal eine leichte Unterstützung, aber es „winken“ die Bereiche 12410 und, noch wichtiger, der Doppelboden bei 12310 Punkten. Die Ampeln beim Dax stehen jetzt mindestens auf gelb, vielleicht schon auf rot.

Von großer Bedeutung heute die Zahlen von Bank of America (12.50Uhr) und Goldman Sachs (13.10Uhr) – wir berichten hier wie immer zeitnahst..

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Weissbier-walter

    18. Juli 2017 09:17 at 09:17

    Dax 12515….Abwaerts und anschnallen,Draghi steht in den Startloechern

    • Avatar

      berti

      18. Juli 2017 09:31 at 09:31

      geht net weiter abwärts, wäre wieder zu schön…

  2. Avatar

    Gerd

    18. Juli 2017 13:35 at 13:35

    „…Euro-Stärke, was die EZB unter Druck bringt und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Draghi auf der Pressekonferenz am Donnerstag sehr dovishe Aussagen machen wird“

    Und warum kauft ihr dann nicht wie blöd? Alles was bei drei nicht auf den Bäumen ist – außer deutsche Banken natürlich.
    Denn gestern hatte die Redaktion angekündigt, dass es haussieren würde, wenn die EZB sich am Donnerstag dovish erklärt.
    Und der Begriff „haussieren“ heißt für mich mindestens mal vier, fünf Prozent.
    Also ab Donnerstag wird weder die 12670 noch die 12730 großartig Widerstand leisten.
    Insbesondere Berti, denk an die Grantler – und an deinen Short.
    (Ich habe meine beiden von vor ein paar Tagen wie angekündigt bei 520 und 470 eingedeckt).

    • Avatar

      Gerd

      18. Juli 2017 15:02 at 15:02

      Jetzt weiß ich, warum nicht wie blöd gekauft wird. Weil es noch weiter fällt.
      Wenn man bloß nicht gleich jemand von der EZB das Hüsteln anfängt, dann dreht es wahrscheinlich rucki zucki.

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Devisen

Aktuell: EZB-Entscheidung veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

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am

EZB-Tower in Frankfurt

Die EZB hat soeben ihre Entscheidung veröffentlicht.

Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00 Prozent. Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,50 Prozent. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25 Prozent.

Die Aufkauf- und Liquiditätsprogramme (PEPP, APP und TLTRO III) laufen wie bisher weiter.

Um 14:30 Uhr folgt die PK von Christine Lagarde. Wir berichten dann umgehend über alle interessanten Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

(2) The Governing Council will continue its purchases under the pandemic emergency purchase programme (PEPP) with a total envelope of €1,350 billion. These purchases contribute to easing the overall monetary policy stance, thereby helping to offset the downward impact of the pandemic on the projected path of inflation. The purchases will continue to be conducted in a flexible manner over time, across asset classes and among jurisdictions. This allows the Governing Council to effectively stave off risks to the smooth transmission of monetary policy. The Governing Council will conduct net asset purchases under the PEPP until at least the end of June 2021 and, in any case, until it judges that the coronavirus crisis phase is over. The Governing Council will reinvest the principal payments from maturing securities purchased under the PEPP until at least the end of 2022. In any case, the future roll-off of the PEPP portfolio will be managed to avoid interference with the appropriate monetary policy stance.

(3) Net purchases under the asset purchase programme (APP) will continue at a monthly pace of €20 billion, together with the purchases under the additional €120 billion temporary envelope until the end of the year. The Governing Council continues to expect monthly net asset purchases under the APP to run for as long as necessary to reinforce the accommodative impact of its policy rates, and to end shortly before it starts raising the key ECB interest rates. The Governing Council intends to continue reinvesting, in full, the principal payments from maturing securities purchased under the APP for an extended period of time past the date when it starts raising the key ECB interest rates, and in any case for as long as necessary to maintain favourable liquidity conditions and an ample degree of monetary accommodation.

(4) The Governing Council will also continue to provide ample liquidity through its refinancing operations. In particular, the third series of targeted longer-term refinancing operations (TLTRO III) remains an attractive source of funding for banks, supporting bank lending to firms and households.

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Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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am

Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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