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Dax: Jetzt wird es spannend! Heißer Dezember..

Über schwarze Schwäne, steigende Ölpreise – und typische Muster..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Heute Nacht zunächst der Euphorie-Schub, weil die Nicht-OPEC-Länder der Kürzung der Öl-Produktion zugestimmet hatten am Wochenende – der Ölpreis schoss massiv nach oben. Ob das an der Sache etwas ändert, nämlich dass immer noch mehr Angebot als Nachfrage besteht? Kaum, zumal die US-Fracker in den Startlöchern stehen, am Freitag zeigte der starke Anstieg der aktiven Bohrlöcher in den rig counts, wohin die Reise gehen wird. Diese US-Fracker werden locker das Angebot ersetzen, das die OPEC/Nicht-OPEC kürzt.

So oder so aber steigen die Inflationserwartungen, daher steigen auch die Anleiherenditen der 10-jährigen US-Anleihe, auch die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe steigt heute Morgen über 0,4%. Also Alarmstimmung am Anleihemarkt, zumal schon am Freitag eine Flucht in die Sicherheit zu beobachten war durch den Abverkauf portugiesischer, vor allem aber italienischer Anleihen. Monte dei Paschis Versuch, neues Kapital aufzunehmen, wird immer mehr zur Hängepartie.

In Asien ein herber Abverkauf an China Aktienmärkten, der Tech-Index ChiNext verliert 5,5%! Man macht sich Sorgen in China über neuerliche Aussagen Trumps, aber auch über die wahrscheinliche Zinsanhebung der Fed am Mittwoch:

Shanghai Composite -2,45%
CSI300 -2,41%
ChiNext -5,51%
Nikkei +0,84%

Der „Schwarze Schwan“ aber ist das, was die amerikanischen Geheimdienste behaupten: dass es eine gezielte Manipulation zugunsten Trumps gegeben habe im Vorfeld der US-Wahl – das könnte noch schwere Turbulenzen nach sich ziehen, bis hin zur Wiederholung der US-Wahl. Wahrscheinlich ist nun die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses, den auch die Republikaner fordern – das wird noch eine „heiße Kiste“!

Heute Nacht zunächst Euphorie, die aber nun mehr und mehr abbröckelt, es könnte sich um den finalen „Goldenen Schuss“ der Rally gehandelt haben, wie im Videoausblick thematisiert. Alle Parameter auf Anschlag, die Dinge sind so extrem, dass eine Korrektur nun sehr wahrscheinlich wird. Der X-Dax bröckelt Stück für Stück bereits ab, in der Spitze lagen die Dax-Indikation heute Nacht noch bei 10340 Punkten:

dax12-12-16

Nach dem impulsiven Ausbruch aus der Seitwärtszone mit dem Anstieg über 10800/10835 Punkte droht nun ein Rücklauf auf den Ausbruchsbereich:

dax12-12-162

Solche Muster sind nicht gerade selten: Ausbruch, dann Rückkehr zur Ausbruchsmarke, die als Unterstützung dient, dann wieder nach oben. Ob es auch diesmal so kommt? Wir werden sehen. Das wird noch ein heißer Dezember..

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    back2life

    12. Dezember 2016 09:39 at 09:39

    Der Cocktail schwache Euro und steigende Oilpreise ist für Deutschland als Oilimporteur und damit der DAX nicht besonders gut. Die Euphorie über fallende Oilpreise verstehe ich auch nicht. Es bedeutet ja im grunde genommen nicht anders als die Weltweite Nachfrage lässt nach. Was ist aus Sicht der Investoren da großartig zu feiern? Na ja werden wir sehen wenn die Unternehmen nächtes mal Zahlen vorlegen.

  2. Avatar

    M.Müller

    12. Dezember 2016 10:01 at 10:01

    Läutet die Fed nächsten Mittwoch wieder die 2015er Jahresendralley ein ? Nicht was gesagt nur was getan wird ist ja wichtig, also schauen wir mal den Zentralbankstern auf die Finger :

    2015 Anfang Dezember. Der nachlassende Welthandel macht China, Japan und den UZA zu schaffen, die Währungskriege (Abwertungswettläufe) der Staaten hatten den Dollar auf hohem Niveau gelassen, die Weltleidwährung weiter angreifen oder warten war die Frage. Die Fed testete ihren Zinswunsch, und die anderen ZBs … stimmten zu und akzeptierten weiter dessen Rolle. Ergebnis war ein Minisprung im Dollar gefolgt von weiterem Abwerten desselben. Wegen des seit 8 Jahren erstmaligen Zinsschrittes reagierten Aktien, Interbankzinsen und Kreditausfallraten deutlich und viele (Banken) rannten ins Gold.

    2016 Anfang Dezember. Trotz vieler gefälschter Wirtschaftsdaten sind die UZA in der Rezession angekomen (offiziell droht „Überhitzen der Vollbeschäftigung“). Europa dagegen läuft dank ultrabilligem Euro super, in China blieb bisher die „harte Landung“ also das Chaos aus 10% auf 6% Wi-Wachstum aus. Doch von Einigkeit kann diesmal keine Rede sein. Sobald immer die Fed ihren Willen zum Zinsanstieg signalisierte entwerteten die anderen aggressiv dagegen, die US-Aktien flashcrashten jedes mal deutlich.

    Seit den UZ-Wahlen fühlt sich die Fed nun offenbar entscheidend weiter. Die Zinskurve wurde stark gestrafft, der Dollar sprang extrem hoch und das Anleihen-Blutbad war der Fed nie auch nur eine Silbe wert. Der alte Plan, die explodierten UZ-Schulden durch höhere Zinsen wieder zu lindern, könnte weitergehen … denn ein Hauptgläubiger der UZA (China) wendet sich immer weiter ab und droht deren Schuldenparty platzen zu lassen.

    Mit grossem und langem Widerstand der PBoC und der BoJ müssen die Amis rechnen, da hilft leider keine Nabelschau. Die EZB hat ja schon mindest Ende 2017 QE zugesagt, spielt dem Vogelnest komisch perfekt in die Karten. Wieder ist alles extrem : Aktien, Anleihen, Gold … es geht um alles und es reicht ein Funke. Längst sind die Märkte viel mehr Grossbankenphantasie als reale Abbildung von Angebot und Nachfrage.

    • Avatar

      Zinsangst

      12. Dezember 2016 11:39 at 11:39

      Warum vewenden Sie „Z“ statt „S“, z.B in USA?

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Wie lange handeln Sie schon mit Aktien? – Werbung

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Lieber Börsianer,

sind Sie auch einer der zahlreichen Neu-Börsianer, die seit Ausbruch der Corona-Krise mit dem Aktienhandel begonnen haben? Wenn ja, dann beglückwünsche ich Sie zu diesem Entschluss.
Im Wesentlichen haben in diesem Jahr drei Faktoren zur Stärkung der Aktionärskultur beigetragen:

1) Die Niedrigzinsen lassen die Menschen nach Alternativen zum klassischen Sparkonto suchen.
2) Online-Broker machen den Aktienhandel auch mit kleinen Geldbeträgen attraktiv.
3) Während der Corona-bedingten Zwangspause des öffentlichen und oft auch beruflichen Lebens hatten viele Menschen erstmals Zeit, sich mit Ihrer Geldanlage und Altersvorsorge zu beschäftigen.

Die Millenials entdecken die Börse

In den vergangenen Monaten habe ich bemerkt, dass vor allem junge Menschen die Börse für sich entdecken. Menschen, die um die Jahrtausendwende geboren wurden, zeigen ein großes Interesse an Geldanlagethemen. Das freut mich umso mehr, gelten die Deutschen doch oftmals als Aktienmuffel. Die Rendite der Anlageportfolios hinkte den Menschen in Aktienländern wie den USA deshalb oft deutlich hinterher. Das könnte sich jetzt mit einer neuen Generation von Aktionären ändern.

Doch es ist auch Vorsicht geboten. Viele Neu-Börsianer lassen sich vom Versprechen auf den schnellen Gewinn verführen. Manche vergessen, dass Sie mit echtem Geld agieren und lassen sich von den spielerisch gestalteten Apps der Online-Broker blenden.

Manchmal scheint es tatsächlich sehr einfach zu sein, an der Börse Geld zu verdienen. Doch vergessen Sie niemals: Die Flut hebt alle Boote. In Zeiten steigender Kurse, wie nach dem Corona-Crash am Anfang des Jahres, konnten Sie kaufen was…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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