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Dax: Jetzt wird es Zeit!

Jetzt wird es aber langsam Zeit für den Dax die Vorgaben der Wall Street umzusetzen und Strecke nach oben zu machen – denn was nicht steigt, hat die Tendenz zu fallen! So konnte der deutsche Letindex doch nur relativ wenig Kapital aus der dynamischen Rally vor allem der Tech-Werte an der Wall Street schlagen. So oder so: es wird Zeit, dass der Dax die Widerstandszone bei 11490/11500 Punkten überwindet:

 


(Chart durch anklicken vergößern)

Charttechnisch wäre das ein riesengroßer Schritt für den Dax: denn dann würde sich eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation bilden (Kopf bei 11050; Schultern bei 11150, Nackenlinie bei 11500), die dem Dax dann ein ganzes Spielfeld öffnen würde! Das klassische Potential auf der Oberseite wäre dann die Strecke vom Kopf bis zur Nackenlinie (11050 bis 11500 Punkte), also faktisch ca. 450 Punkte! Rechnet man die 450 Punkte auf die 11500er-Marke „oben drauf“, könnte der Dax also fast bis zur 12.000er-Marke steigen!

Könnte. Muß er aber auch mal machen. Derzeit ist die Gemengelage komplex: eine gewisse Nervosität unmittelbar vor den US-Zwischenwahlen, dazu naht mit Apple (heute 21.30Uhr die Zahlen) das Ende der US-Berichtssaison. Saisonal ist die Lage eigentlich günstig, auch und gerade in Jahren mit US-Zwischenwahlen, dazu können immer mehr US-Unternehmen wieder eigene Aktien zurück kaufen (blackout period endet absehbar für die meisten US-Konzerne).

Das sind die positiven Faktoren. Die negativen aber sind nicht ohne: die Charts der US-Indizes sind „kaputt“ (noch aber besteht die Chance auf Reparatur), einige Krisenbarometer sind angesprungen (Dollar, Kreditmärkte), die Fed-Politik bleibt eher ein Gegenwind als ein Rückenwind, die Ausblicke der US-Konzerne sind und bleiben mau, ebenso deren Umsätze. Dazu der Handelskrieg..

Mithin spricht die Zeit gegen die Bullen – die wirkliche Drehung an den Aktienmärkten dürfte erst kommen, wenn die Fed einknickt. Aber dafür müssten eben diese Aktienmärkte noch sehr viel weiter fallen! Zur Erinnerung: das Schlammsel begann am 03.Oktober mit den Aussagen von Fed-Chef Powell – und nur er kann es wohl auch wieder beenden. Das aber passiert erst, wenn durch massiv gefallene Aktienmärkte die Realwirtschaft betroffen ist, und nach wie vor steht der Dow Jones ein paar tausend Pünktchen höher als zum Zeitpunkt der Wahl von Donald Trump. Da ist also noch viel Luft für die Fed, bis sie wirklich nervös wird..

Bislang also haben es sowohl die Wall Street als auch der Dax nur geschafft, die Überverkauftheit abzubauen – ein Kaufsignal aber ist noch lange nicht sichtbar. Das Überwinden der 11500er-Marke wäre ein erstes Hoffnungssignal für die Bullen..

 

Foto: deutsche Börse AG



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