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Dax: Jetzt wird es Zeit – 5 vor 12..

Jetzt nämlich muß eine Drehung her, sonst wird es ungemütlich!

Markus Fugmann

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am

Jetzt wird es aber Zeit für den Dax! Jetzt nämlich muß eine Drehung her, sonst wird es ungemütlich! Gestern schrieb Henrik Becker in seinem charttechnischem Ausblick für den Dax auf Elliott-Wave-Basis:

„Die aktuell noch ablaufende Korrektur dient der Ausbildung von Welle (ii) und damit als Grundstock für die anschließende Welle (iii). Das maximale Potenzial von (ii) liegt auf dem 0.76 Retracement (11.198 Punkte) und kann durchaus noch an den kommenden Tagen angelaufen werden. Dieser Schritt ist kein Muss – doch vollends auszuschließen ist diese Variante auch nicht. Lediglich ein signifikantes Unterschreiten würde eine Regelverletzung darstellen, ganz abgesehen von einem Schlußkurs unterhalb dieser Unterstützung. Massiv unterstützt wird dieses Kursniveau zusätzlich durch die auf gleichem Niveau liegende untere hellrote Trendkanallinie.“

 

 

Mit anderen Worten:  wenn jetzt nicht die Drehung nach oben kommt, ist der Zug nach oben erst einmal abgefahren! Dann nämlich droht zunächst ein Wiedersehen mit der 11150er-Unterstützung, an der der X-Dax aktuell handelt:

 

(Chart durch anklicken vergrößern)

 

Wenn die 11150er-Unterstützung wiederum nicht hält, ist die wahrscheinliche Folge das Anlaufen des bisherigen Jahrtestiefs bei 11050 Punkten. Unschön ist weiterhin, dass der Dax aus der unteren Begrenzung des seit Anfang November bestehenden Abwärtstrendkanals heraus gekippt ist. Der deutschen Leitindex müsste nun wieder über die 11200er-Marke steigen, um wenigstens in diesen Kanal wieder einzutauchen (siehe Chart).

 

Das Unschöne an der aktuellen Situation ist aber nicht nur die Charttechnik! Vielmehr nervt, dass das Schicksal des deutschen Leitindex derzeit in London verhandelt wird – mit der Frage, wie wahrscheinlich ein harter Brexit ist (was wiederum sehr wahrscheinlich wäre, wenn Theresa May innenpolitisch scheitert). Ohne ein klares Signal, dass der Deal UK-EU doch zustande kommt, bleibt es für den Dax schwer, weil stets ein Damoklessschwert über den europäischen Aktienmärkten hängt.

Weiterhin nervt, dass das Schicksal des Dax von der Wall Street abhängt – das im Grunde ja immer so, aber derzeit eben auch etwas weniger erfreulich für die Bullen als in den letzten Jahren, als es vor allem die US-Tech-Werten waren, die wie Bäume in den Himmel wuchsen (wovon der Dax aber wenig profitieren konnte mangels eigener Tech-Werte). Nun beginnt die Schrumpfung dieser US-Tech-Werte, und die Erfahrung lehrt, dass nach der Übertreibung nach oben dann meist eine Übertreibung nach unten folgt. Sollte das passieren, wird der Dax bald in Richtung der 10.000er-Marke laufen..

Damit all das vermieden werden kann, muß vor allem heute, am absehbar Umsatz-stärksten Tag dieser Woche, eine Wende her, ein game changer. Wenn der nicht kommt, wird es wirklich ungemütlich  – denn dann werden die vor lauter amerikanischen Tech-Werten berstend vollen Depots von Profi-Investoren wie auch Privatinvestoren implodieren..

 

 

Von Erkaha – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38837187

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Columbo

    20. November 2018 10:10 at 10:10

    Alle reden vom Brexit, aber werft doch bitte mal einen Blick auf die steigenden Renditen der italienischen Staatsanleihen. Wenn das so weitergeht, wirds gefährlich. Möglicherweise läßt man sie auch nur steigen, um Italien Angst zu machen, damit man zum ersehnten Kompromiß mit Brüssel kommt?

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MDax war auf lange Sicht die deutlich bessere Wahl als der Dax

Claudio Kummerfeld

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Der MDax repräsentiert sozusagen nach den 30 wichtigsten deutschen Börsentiteln (Dax) die nachfolgenden 50 wichtigsten Unternehmen. Sozusagen die „zweite Reihe“ in Sachen Größe, Volumen, Wichtigkeit und Bekanntheit. Auch wir bei FMW beachten in der Regel die großen Indizes wie den Dax, aber praktisch gar nicht den MDax. Dabei war der auf lange Sicht viel erfolgreicher als der Dax. Darauf hat die Deutsche Börse heute mit einer Info zum 25. Jubiläum des Index hingewiesen. Demnach hat der MDax seit seiner Auflegung eine Rendite von 1.083 Prozent erzielt, während der Dax um 485 Prozent zulegte – wobei der Großteil der Outperformance in den vergangenen zehn Jahren entstand.

Laut Deutscher Börse gab es den größten Tagesverlust im MDax mit -10,9 Prozent am 12. März 2020, und den größten Tagesgewinn mit +12 Prozent am 13. Oktober 2008. Zum Start im Jahr 1996 sah man einen Indexstand von 2.629 Punkten, und nun zum Jubiläum sehen wir 31.206 Punkte. Das entspricht einer jährlichen Performance von 10,9 Prozent. Schauen wir mal auf den folgenden Chart. Hier haben wir seit Sommer 2006 (also rechtzeitig vor Ausbruch der Finanzkrise 2008) den Dax vergleichen mit dem MDax. Der kleine Bruder erzielte 257 Prozent Plus, der große Brude „nur“ 130 Prozent.

Chart zeigt Langfristvergleich zwischen Dax und MDax

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