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DAX kämpft mit Powell-Schock und Zollsorgen – Erholung wackelt

DAX kämpft mit Powell-Schock und Zollsorgen – Erholung wackelt
Grafik: ChatGPT

Der DAX setzte am Mittwoch seine Verlustserie fort und gab damit zum fünften Mal in Folge nach. Zwar sorgten zunächst schwächere US-Erzeugerpreise für Erleichterung, doch die Hoffnung auf nachlassenden Inflationsdruck verpuffte im Tagesverlauf. Zusätzlich für Unruhe an den Aktienmärkten sorgten neue Spekulationen über eine mögliche Abberufung von US-Notenbankchef Jerome Powell, nachdem Trump seinen Feldzug gegen den Fed-Chef eskalierte. Der deutsche Leitindex schloss schließlich mit einem Minus von 0,21 % bei 24.009 Punkten.

Parallel dazu hielten die anhaltenden Spannungen im Zollkonflikt zwischen den USA und der EU die Aktienmärkte in Atem. Obwohl US-Präsident Trump von Fortschritten sprach, blieb er Details schuldig, weshalb sich die Investoren stärker auf konkrete wirtschaftliche Auswirkungen als auf politische Aussagen konzentrieren. Alles in allem zeigte sich der Markt zur Wochenmitte von Unsicherheit und makroökonomischen Sorgen geprägt. Es deuttete vieles auf einen weiteren schwachen Tag im DAX hin, nachdem dieser erneut unter die Marke von 24.000 Punkten gefallen war. Doch im Handelsverlauf kehrten die Käufer zurück und nutzten die psychologisch wichtige Marke als Einstiegssignal. Nachbörslich ging es im Sog der US-Börsen weiter aufwärts, sodass der DAX heute mit einer großen Aufwärtslücke in den Handel starten dürfte.

Generell ist der laufende Erholungsversuch jedoch mit Vorsicht zu genießen. Der DAX ist technisch angeschlagen. Zudem spricht die schwache Saisonalität tendenziell eher für eine Fortsetzung der Konsolidierung. Das deutsche Börsenbarometer befindet sich weiterhin in einer breiten Seitwärtsrange und wird diese voraussichtlich auch nicht allzu bald auflösen. Auch von der Wall Street kommen aktuell keine klaren Impulse. Zwar überzeugten die Quartalszahlen großer US-Banken, doch dies reichte nicht aus, um die Aktienmärkte anzutreiben.

DAX vor Cluster-Widerstand

Long: Vorbörslich notiert der DAX mit über 24.200 Punkten rund 200 Punkte über seinem gestrigen Schlusskurs. Allerdings steuert er auf ein Cluster aus Widerständen zu, das bei 24.235 Punkten beginnt. Darüber liegt bei 24.254/265 der nächste horizontale Widerstand, gefolgt von 24.295 Punkten. Sollte er diese Zone durchbrechen, könnte er Kurs auf die Oberkante der Range bei 24.450/500 nehmen. Hier könnten die Bären dann den Druck erhöhen und für einen erneuten Rücksetzer sorgen.

Short: Scheitert der DAX im Bereich von 24.234 bis 24.254 Punkten, dürfte es zu einem Rücklauf in Richtung 24.160 Punkte kommen. Dort steht heute eine Richtungsentscheidung an. Hält er sich darüber, geht es weiter aufwärts. Fällt er hingegen darunter, rücken die Marken bei 24.100 und das Gap bei 24.009 in den Fokus. Zudem bleibt der Bereich um 24.000/960 für den DAX wegweisend. Hier hat er zuletzt ein Doppeltief bei 23.975/968 markiert.

DAX erholt, doch Trump sorgt für Unruhe an den Aktienmärkten

Dax-Chart von TradingView

DAX Unterstützungen:

24.160 – Horizontale

24.103 – vorher WS

24.009 – Gap 16.07.

24.000 – vorher WS

23.975 – Tagestief 14.07.

23-.968 – Tagestief 16.07.

23.960 – Horizontale

23.875 – Horizontale

23.843 – SMA50 (daily)

23.787 – Gap 04.07.

23.705 – Horizontale

DAX Widerstände:

24.207 – Tagesoch 16.07.

24.254 – Horizontale

24.266  – Tageshoch 15.04.

24.294 – Zwischenhoch

24.369 – Tageshoch 11.07.

24.386 – 61,8% Retracement

24.421 – Zwischenhoch

24.456 – Gap 10.07.

24.479 – ex Rekordhoch

24.575 – Zwischenhoch

24.639 – Rekordhoch 10.07.

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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