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Hoffnungsrally vor Realitätscheck DAX kämpft mit Schlüsselmarke – Make-or-Break

DAX-Erholung an Schlüsselmarke
Grafik: ChatGPT

Der DAX zeigt sich in dieser Woche weiter im Aufwind, kann mit der Dynamik der US-Börsen jedoch nicht Schritt halten. Anleger richten den Blick nun gespannt auf eine mögliche neue Gesprächsrunde zwischen dem Iran und den USA, preisen einen positiven Ausgang allerdings bereits teilweise ein. Trotz zuletzt abgebrochener Verhandlungen und der weiterhin blockierten Straße von Hormus hat sich die Marktstimmung deutlich aufgehellt – getragen vor allem von der Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt. Gleichzeitig signalisieren die Optionsmärkte, dass die Bullen aktuell die Kontrolle übernommen haben und weiterhin auf steigende Kurse setzen.

Unterstützung kommt dabei vor allem von den US-Börsen, wo sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq 100 neue Rekordstände erreicht haben. Investoren setzen dort verstärkt auf ein baldiges Ende des Nahostkonflikts sowie auf eine starke Quartalssaison, insbesondere im Technologiesektor. Gerade die Aktien der Halbleiterwerte konnten zuletzt deutlich zulegen, auch wenn die hohen Erwartungen gleichzeitig das Risiko von Enttäuschungen schüren.

Dennoch bleibt die Lage fragil, denn echte Fortschritte in den geopolitischen Verhandlungen sind bislang rar. Die aktuelle Zuversicht basiert maßgeblich auf der Hoffnung auf eine Verlängerung der Waffenruhe. Selbst im Falle eines Friedensschlusses dürften jedoch hohe Energiepreise, gestörte Lieferketten und eingeschränkte Förderkapazitäten weiterhin belastend wirken und die Inflation antreiben.

Charttechnisch hat sich die Situation hingegen deutlich verbessert: Während die US-Börsen wieder auf Rekordjagd gehen, konnte der DAX wichtige Widerstände überwinden. Entscheidend bleibt nun, ob die Marke von 24.300 Punkten nachhaltig durchbrochen wird, um weiteres Aufwärtspotenzial freizusetzen.

DAX ringt mit Widerständen

Der DAX ringt weiter mit zentralen Widerständen und bewegt sich technisch an einer entscheidenden Schwelle. Kann sich der Index oberhalb der 200-Tage-Linie bei 24.106 Punkten behaupten, rückt erneut die breite Widerstandszone zwischen 24.270 und 24.360 Punkten in den Fokus, an der er bereits am Vortag gescheitert war. In diesem Bereich dürfte die Aufwärtsdynamik jedoch spürbar nachlassen und er in eine Konsolidierungsphase übergehen.

Auf der Unterseite bleibt die Zone um 24.120 Punkte kurzfristig richtungsentscheidend. Ein Bruch dieser Marke eröffnet Abwärtspotenzial bis 24.080 und 24.040 Punkte. Bleibt hier eine Gegenreaktion aus, steigt das Risiko für einen Rücksetzer unter die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten mit nächsten Zielen bei 23.935 und 23.895 Punkten. In diesem Bereich könnte sich jedoch erneut eine Stabilisierung ausbilden und ein weiterer Anlauf auf die Oberseite folgen.

Ein Tagesschlusskurs unterhalb der EMA50 bei 23.933 Punkten würde das kurzfristige Chartbild hingegen eintrüben und das offene Gap bei 23.742 Punkten wieder in den Fokus rücken.

DAX vor Make-or-Break-Moment: Iran-Hoffnung treibt US-Börsen

Dax-Chart von TradingView

DAX Unterstützung:

24.059 – Tagestief 16.04.

23.996 – Tagestief 15.04.

23.938 – Horizontale

23.933 – SMA50 (H1)

23.742 – Gap 13.04.

23.482 – Tagestief 13.04.

DAX Widerstände

24.106 – 200-Tage-Linie

24.119 – 61,8% Retracement

24.259 – Tageshoch 16.04.

24.272 – Doppeltief der ex Range

24.360 – Horizontale

24.674 – Gap 02.03.

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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1 Kommentar

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Der DAX ist ein Performance Index und kein Kursindex und müsste deshalb zum Beispiel mit dem Dow Jones Total Return Index etc verglichen werden. …

    Wichtig zu wissen, wenn Sie sich Indexzertifikate kaufen…achten Sie bitte darauf nur Indexzertifikate zu erwerben …die den Dow Jones Total Return Index etc abbilden und nicht den einfachen Dow…

    Die Unterschiede in der Performance… der beiden Indexformen ….sind beträchtlich und summieren sich über die Jahre zu einer großen Differenz…

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