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Devisen

Dax: Stockende Rally

Heute wird die Sache etwas schwieriger, die Luft dünner, die Rally dürfte ins Stocken kommen..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Gestern hat der Dax nach fulminantem Anstieg kurzzeitig den Kampf um die 10.000er-Marke gewonnen – aber eben nur kurz: Heute wird die Sache etwas schwieriger, die Luft dünner, die Rally dürfte ins Stocken kommen. In Asien zunächst die Fortsetzung der Rally, doch vor allem zum Handelsende in Tokio Gewinnmitnahmen, nachdem unklar bleibt, wie groß der Stimulus wird – und ob es Helikoptergeld geben wird:

Shanghai Composite +0,19%
CSI300 +0,17%
ChiNext +1,72%
Nikkei +0,84%

Alles in allem wäre es alles andere als erstaunlich, wenn nun die Dinge schwieriger werden nach dem Bullen-Lauf der letzten Tage. Aber auch ein Abverkauf kündigt sich derzeit nicht an, solange die zentralen Hoffnungs-Komponenten (Japan-Stimulus, Bank of England, US-Berichtssaison) bestehen. Wir gehen jedoch davon aus, dass die ganz großen Hoffnungen in Sachen Japan enttäuscht werden – erst wenn es so weit ist, dürften die Märkte dann signifikanter korrigieren.

Heute zur Abwechslung einmal kein Aufwärts-Gap im Dax – schon das ist ein Hinweis, dass die Rally eine Pause braucht. Sieht man sich die US-Märkte an, fällt auf, dass der Aufschwung vorwiegend von Short-Eindeckungen getragen ist, die am meisten geshorteten Aktien legen am deutlichsten zu. Irgendwann aber ist auch der letzte Bär sein Fell losgeworden, sprich die Shorties aus dem Markt gekegelt – und damit entfällt dann ein wichtiger Treiber.

Dax1407162

Wenn der Dax den Sprung über das gstrige Tageshoch bei 10015 Punkten schafft, dürfte schnurstracks die wichtige 10100er-Widerstandszone angesteuert werden. Darüber dann Luft bis 10350, schließlich bis 10500.

Markttechnisch gut aber wäre noch einmal ein Rücklauf bis zu den Unterstützungen 9870 und vor allem 9840. Spätestens hier sollte der Index dann wieder drehen, um sich die Option auf iene weitere Aufwärtswelle zu erhalten. Im Grunde heute ein Zwischentag, man wartet nun schon auf die morgige Entscheidung der Bank of England, eine Zinssenkung um mindestens 0,25% gilt als sicher.

Heute die Fortsetzung der US-Berichtssaison mit JP Morgan. Solange die Aussicht auf Stimulus vorhanden ist, dürfte der Dax in der Summe gut unterstützt bleiben, auch wenn heute die Bäume wohl nicht mehr – anders als an den Vortagen – in den Himmel wachsen. Im großen Zeitfenster bleibt die Lage unverändert:

dax140716

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    13. Juli 2016 09:50 at 09:50

    ….wird die Luft dünner!Diese,abgedroschene Floskel,sollte FMW demnächst nicht mehr verwenden.Wie Sie auch selbst im Text mehrfach betonen,ist der Dachs weder ein Lungen-noch ein Kiemenatmer!Vielmehr gehört er zu der sich sehr stark vermehrenden Spezies der Stimulusatmer!Kamelartig reicht ihm in gewissen Zeitabständen ein Stimuluspaket&es geht ihm wieder auf längere Zeit prächtig!

  2. Avatar

    KSchubert

    13. Juli 2016 11:01 at 11:01

    Lieber Herr Fugmann,
    mit Ihrer neulichen „Goldwarnung“ lagen Sie gar nicht so übel! Ich hoffe, Sie haben dies irgendwie praktisch umgesetzt :-) Dennoch würde ich für einen Short lieber noch die 1385 abwarten…
    VG

  3. Avatar

    leser

    13. Juli 2016 11:24 at 11:24

    Der Chart zeigt es doch ganz schön: Ein Sägezahnmarkt seit Anfang des Jahres. Da wo der Dax jetzt steht, waren wir schon im Januar. In solchen Märkten verlieren die meisten Anleger jede Menge Geld, da es keinen klaren Trend gibt.

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Devisen

Türkische Lira verliert spürbar – warum das kein gutes Zeichen ist

Redaktion

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Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira verliert heute spürbar gegenüber US-Dollar und Euro. US-Dollar vs Lira steigt gegenüber Freitag Abend von 7,62 auf 7,78. Euro vs Lira steigt von 9,02 auf 9,24. Das entscheidende bei diesen Kursbewegungen ist: Die Kursgewinne für die türkische Lira, die seit letztem Donnerstag entstanden, sind jetzt wieder verpufft. Denn wir erinnern uns: Am letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank den Leitzins um gigantische 4,75 Prozentpunkte auf 15 Prozent angehoben, um endlich die Inflation in der Türkei einzudämmen. Gut, genau diese Höhe der Zinsanhebung war erwartet worden – aber sie war durch die steigende türkische Lira in den beiden Wochen vorher schon gut eingepreist worden. Dennoch dürfte es aktuell für die Lira-Bullen am Devisenmarkt deprimierend sein, dass diese drastische Zinsanhebung nicht in einer schnell weiter aufwertenden Lira mündet.

Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen. Die aktuelle Lira-Abwertung ist derzeit auch deswegen so auffällig, weil gerade heute der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) im Chartverlauf ganz klar verliert, und ein Tief aus den letzten Tagen nach unten durchbrochen hat. Also: Der US-Dollar ist heute ganz eindeutig der Verlierer, kann aber gegen die türkische Lira klar gewinnen. Daran sieht man, dass es sich wohl um eine eigenständige Schwäche der Lira handelt!

Türkische Lira immer noch unter Druck durch physische Verkäufe im Inland?

Das andere schlechte Zeichen für die türkische Währung ist, dass türkische Bürger und Unternehmen die Lira-Stärke der letzten Tage offenbar dafür nutzen um ihre Bestände in US-Dollar und Euro weiter aufzubauen, wofür natürlich die türkische Lira verkauft werden muss. Denn nur mit Markttechnik und Gewinnmitnahmen aus den letzten Tagen ist diese aktuelle Lira-Abwertung nur schwerlich zu erklären. Laut aktuellen Berichten bestehen jetzt 57 Prozent aller Bankguthaben in der Türkei aus Fremdwährungen – im Juli seien es noch 50 Prozent gewesen. Und die türkischen Sparer würden immer noch relativ geringe Zinserträge in Lira erhalten in Relation zur hohen Inflation.

Das würde natürlich erklären, dass man die Flucht in Fremdwährungen weiter bevorzugt. Die Umsätze in der Lira am internationalen Devisenmarkt waren heute Vormittag eher dünn. Von daher liegt die Vermutung nahe, dass Bürger und Unternehmen in der Türkei eben diese Lira-Stärke seit letztem Donnerstag nutzten um auch heute am Montag türkische Lira gegen US-Dollar und Euro zu tauschen. Ist kaum großes Volumen am internationalen Devisenmarkt in der Lira vorhanden, kann so ein physischer Kaufdrang den Kurs spürbar beeinflussen. Es ist gut möglich, dass die Lira deswegen heute diese Abwertung vollzieht.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Allgemein

Brexit-Einigung? Wie das Pfund letztlich auch auf den Goldpreis abstrahlen kann

Claudio Kummerfeld

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Das Brexit-Wort über dem Union Jack

Auch wenn die Brexit-Verhandlungen jüngst wegen einem Corona-Fall in der EU-Delegation unterbrochen wurden, so legt ein ganz aktueller Artikel im „The Guardian“ nahe, dass der Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der EU doch noch ein Erfolg werden könnte. Über die wichtigsten Punkte gäbe es bereits Einigungen. Also, nehmen wir jetzt mal an, dass wirklich dieses kleine Wunder geschieht, und man sich in den nächsten Tagen wirklich noch auf einen Brexit-Deal einigt.

Brexit-Deal bringt Pfund spürbar nach oben?

Dann, da ist sich die Analystengemeinde relativ einig, sollte dies für das britische Pfund eine spürbare Aufwertung gegenüber US-Dollar und Euro bedeuten. Denn bei einem geregelten und relativ zollfreien Handel mit dem Kontinent wäre das ein kräftiger Pluspunkt für die britische Wirtschaft! Aber kommen wir zu den möglichen Folgewirkungen, die sich bis zum Goldpreis erstrecken können.

Der Dollar-Index ist ein Währungskorb des US-Dollar gegenüber anderen weltweit wichtigen Währungen wie dem Euro, Pfund, Schweizer Franken, Yen usw. Der Euro stellt in diesem Korb gegenüber dem US-Dollar das Schwergewicht dar mit 57,6 Prozent Gewichtung. Das britische Pfund ist in diesem Korb mit 11,9 Prozent Anteil vertreten. Dennoch: Sollte das Pfund dank Brexit-Einigung plötzlich kräftig aufwerten, könnte dies den Dollar-Index spürbar runterziehen.

Fallender US-Dollar bringt Goldpreis zum Steigen

Und ein fallender US-Dollar bedeutet grundsätzlich eine Aufwertung für alle Assets, die global hauptsächlich in US-Dollar gehandelt werden, wie der Ölpreis und auch der Goldpreis. Letzterer ist seit Monaten äußerst sensibel in Bezug auf Bewegungen im US-Dollar. So kann eine kräftige Aufwertung im britischen Pfund daher über einen schwächeren US-Dollar zu einem steigenden Goldpreis führen. Soweit das Szenario. Ob es so kommt, und ob das mit dem Brexit-Deal überhaupt etwas wird… das kann Stand jetzt wohl nicht mal die beste Glaskugel sagen. Im Chart sehen wir den Verlauf des Pfund gegen den US-Dollar seit Mitte 2017.

Chart zeigt Pfund gegen US-Dollar seit dem Jahr 2017

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