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Dax: Kanzlerdämmerung – und eine weitreichende Entscheidung!

Wenn eines klar ist durch den Abbruch der Jamaika-Sondierungen, dann ist das die Tatsache, dass Angela Merkel in der Dämmerung ihrer Kanzlerschaft steht! Der Dax dagegen steht heute vor einer entscheidenden Weichenstellung!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wenn eines klar ist durch den Abbruch der Jamaika-Sondierungen, dann ist das die Tatsache, dass Angela Merkel in der Dämmerung ihrer Kanzlerschaft steht! Politisch gesehen werden nun „Köpfe rollen“ – zunächst der von CSU-Chef Seehofer, der nur bei einem Zustandekommen einer Jamaika-Koalition noch eine politische Zulunft gehabt hätte. Damit die CSU nicht noch weiter abrutscht, wird nun Söder den Chefposten übernehmen. Und Merkel? Wird wie einst Kohl weiter aussitzen, aber der Gegenwind wird immer größer – auf Dauer vermutlich zu groß. Der FDP dagegen wird das Scheitern angekreidet werden, vieles spricht dafür, dass man das Scheitern der Gespräche schon vorher geplant hatte, worunter das Image der Partei leiden wird, die Regierungsfähigkeit der Liberalen dürfte in Frage gestellt werden, was ihr bei nun wahrscheinlichen Neuwahlen schaden dürfte.

Die große Frage ist nun, wie die internationalen Finanzmärkte das Scheitern der Jamaika-Sondierungen werten! Merkel gilt ja als Stabilitätsanker, faktisch aber wird sie erst einmal (geschäftsführende) Kanzlerin bleiben. Durchaus denkbar also, dass vor allem die Leitbörse Wall Street das etwas lockerer sehen und sich davon nicht allzu stark beeindrucken lassen wird. Man hat sowieso seine eigenen Themen, vor allem die US-Steuerreform. Und solange die Hoffnung auf die US-Steuerreform nicht tot ist, werden die US-Indizes wohl nicht stark fallen!

Bislang ist die Reaktion der Märkte ja ohenhin eher als moderat einzustufen: die US-Futures zwar tiefer, aber nicht gerade ein Erdrutsch. Der Euro sogar wieder leicht erholt, nur der X-Dax zeigt sich stark volatil im frühen Handel:


(Charts durch Anklicken vergrößern!)

Ein Abwärtsgap also, gefolgt von einem ziemlich impulsiven rauf- und runter – noch jedoch hat der Index die 12850er-Zone verteidigt. Der Bereich 12840/50 ist von großer Bedeutung (Mai, Juni, September) wie auch der 4-Stunden-Chart zeigt:

Sollte der Dax also unter diese Zone fallen, wird es schwierig: das Anlaufen der 12760 sowie der Bereich 12680 (Doppel-Top aus Juli) wären dann logische Ziele auf der Unterseite. Sollte jedoch die Zone 12850 bis 12910 noch einmal verteidigt werden und der Index dann nach oben gehen, halten wir neue Allzeithochs beim Dax für wahrscheinlich! Die Unterstützungszone 12850/12910 nämlich wäre dann so betonhart, dass der nächste Aufwärts-Impuls – der vermutlich von den US-Märkten ausgehen wird – dem Index Flügel verleihen könnte.

Insofern fällt heute wohl eine weitreichende Entscheidung für den Dax!

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Savestrax

    20. November 2017 11:35 at 11:35

    Die FDP hat Mut bewiesen und das ganze beendet bevor irgendwelche Kompromisse erzielt worden wären, die niemanden in Deutschland etwas gebracht hätten.
    Das die anderen Parteien das nun nutzen, um von ihrer eigenen Schwäche abzulenken, ist nicht verwunderlich. Das ist (leider) Politik.

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Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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