Allgemein

Dax: Kein Glück – und dann kommt noch Pech dazu..

Als hätte der Dax nicht schon genug Probleme! Irgendwie weht derzeit der Wind dem deutschen Geschäftsmodell sowieso ins Gesicht, vor allem durch „The Donald“, der am Wochenende erneut in einem Interview das Thema Autozölle in den Fokus seiner Politik gerückt hatte. Dass diese Äusserungen Trumps jeglicher Sachgrundlage entbehren (wie wir in dem Artikel „Trumps Drohung gegen die EU: Warum er gar nicht daran interessiert sein kann, die Zölle abzuschaffen!“ gezeigt haben) steht auf einem anderen Blatt, den Märkten jedenfalls „schmeckt“ das nicht. Man könnte sagen: nach dem siebten Schlag hinereinander mit dem Zaunpfahl auf den Kopf beginnen die Aktienmärkte langsam zu kapieren, dass dieser Handelskrieg nicht so schnell vorbei gehen und sich in wonnigem Wohlgefallen nach friedvollen Verhandlungen in Luft auflösen wird! Wer hätte das bloß ahnen können…

Mit dem Handelskrieg hat der Dax sowieso schon einen schweren Stand, und wie eine alte Fußballer-Weisheit lautet: wenn man kein Glück hat, kommt häufig auch noch Pech dazu. Und dieses Pech für den Dax hat den Namen „Horst“ und sitzt in einem Bundesland, in dem eine letzte Woche erfolgte Forsa-Umfrage zu dem Ergebnis kam, dass das größte Problem Bayerns was ist? Die CSU – direkt vor der Flüchtlingsfrage. Und diese CSU hat sich irgendwie ziemlich heftig verpokert und ist aktuell dabei, sich aus dem politischen Geschehen erfolgreich auszumendeln. Dass die bayerische Regionalpartei nun erneut diese Zuspitzung riskierte, verwundert doch erheblich – wer Merkel gestern in dem „Sommerinterview“ im ZDF gesehen hat, der ahnt, wer hier siegreich aus diesem Kampf hervor gehen wird: nämlich die Kanzlerin, die extrem selbstsicher wirkte, weil sie weiß, wer in dem Pokerspiel das bessere machttaktische Blatt auf der Hand hat!

 

By Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=63330269

Dennoch wird es jetzt politisch erst einmal unruhig bleiben in Deutschland, mit einem Wort: die Unsicherheit bleibt, und das ist schlecht für den Dax. Dass um diesen Leitindex nicht zum Allerbesten steht, zeigt der Blick auf den Chart mühelos:


(Chart druch anklicken vergrößern)

Doppeltop bei 13200 Punkten, herber Abverkauf von gut 1000 Punkten, dann zwei impulsive, aber letztlich krachend gescheiterte Erholungsversuche mit tieferen Hochs: das ist der Stoff, aus dem Bären ihren Honig ziehen! Jetzt muß nur noch der Bereich 12100 nachhaltig unterboten werden. dann ist das Feld Richtung Süden weit offen..



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage