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Dax: Klebt an der 12.000er-Marke fest..

Je länger es dauert, dass dem Dax der Befreiungsschlag deutlich über den 12.000er-Bereich gelingt, umso größer wird das Risiko einer Top-Bildung mit anschließender Korrektur...

FMW-Redaktion

Faktisch klebt der Dax seit knapp zwei Wochen im Umfeld der 12.000er-Marke fest. Nach oben fehlt die Kraft und der Impuls, der einen weiteren Anstieg bergünden könnte, auf der Unterseite fehlt noch der Wille oder ein auslösendes Moment. Am Freitag hatte das Gerücht den Dax belastet, wonach die EZB über eine mögliche Zinsanhebung gesprochen habe – damit ist nun ein neues Thema gesetzt! Zwar wird sich an der Geldpolitik der EZB angesichts der Wahlen in dieser Woche in Holland sowie April/Mai in Frankreich vorerst sicher nichts ändern, aber die Fantasie ist nun da. Das macht sich in der Stärke des Euro bemerkbar, aber auch bei der Schwäche deutscher Staatsanleihen, doch kann der Dax von der viel beschworenen, jedoch nicht belegten Rotation von Anleihen in Aktien bislang überhaupt nicht profitieren.

Die Wahlen in Holland und die Fed-Sitzung sind die beiden Großereignisse dieser Woche, bei beiden glaubt man den Ausgang zu kennen: in Holland wird Gerd Wilders nicht Regierungschef, und die Fed wird die Zinsen anheben. Alles andere wäre eine faustdicke Überraschung und würde die Märkte auf dem falschen Fuß erwischen.

Heute geht es mangels Konjunkturdaten und absehbaren Schneestürmen an der Ostküste der USA wohl erst einmal ruhiger zu. Nach den sehr anständigen US-Arbeitsmarktdaten aus den USA sind Asiens Märkte verhalten freundlich:

Shanghai Composite +0,75%
CSI300 +0,87%
ChiNext +1,07%
Nikkei +0,15%

Der X-Dax startet mehr oder weniger unverändert:

Wir sehen die Chancen höher, dass der Dax noch einmal das Gap im Bereich 11860 schließt als dass der Index schnell ein neues Jahreshoch generieren würde. Auslöser wäre der Bruch der Unterstützungszone 11915/20. Allerdings dürfte der Bereich 11860 bis 11835 im ersten Anlauf halten, dann wäre eine erneute Attacke in Richtung 12.000 Punkte zu erwarten. Je länger es aber dauert, dass dem Dax der Befreiungsschlag deutlich über den 12.000er-Bereich gelingt, umso größer wird das Risiko einer Top-Bildung mit anschließender Korrektur.

Beim Euro sehen wir dagegen Rücksetzer als Kaufgelegenheiten an, spätestens im Bereich 1,0660 oder 1,0670 dürfte die Gemeinschaftswährung wieder nach oben drehen. Vielleicht wird dann ein deutlich stärkerer Euro, der zum Dollar über die 1,09 sogar bis in den Bereich 1,13 steigen könnte, zu einem Belastungsfaktor für den Dax..



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1 Kommentar

  1. Die Wahlen in Holland und die Fed-Sitzung sind die beiden Großereignisse dieser Woche, bei beiden glaubt man den Ausgang zu kennen: in Holland wird Gerd Wilders nicht Regierungschef, und die Fed wird die Zinsen anheben.“

    Leider ist diese These falsch, ein Herr-was-weiß-ich darf gerne die Macht übernehmen. Alles super ! Was hat das mit dem EUR/USD zu tun ?
    Ich würde mal sagen : Gar nix ? :D

    VG

    Marko

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