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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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Dax: Konjunktur-Gewitter

Die Hiobsbotschaften der globalen Konjunktur werden immer drastischer..

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Die Hiobsbotschaften der globalen Konjunktur werden immer drastischer! Heute Nacht die katastrophalen Daten aus China (Export -20,7%; Importe -5,2%), heute morgen dann der Einbruch der Auftragseingänge der deutschen Industrie (-2,6%, Prognose war +0,5%; allerdings wurde der Vormonat aufgrund nachgemeldeter Großaufträge nach oben revidiert).

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Der Anleihemarkt in Gestalt der Rendite der 10-jährigen deutschen Bundesanleihe fällt auf 0,054% und nähert sich damit immer mehr der Negativrendite:

Es ist nun davon auszugehen, dass schlechte Nachrichten im derzeitigen auch wirklich schlechte Nachrichten sind – das gilt heute dann auch für die US-Arbeitsmarktdaten, die nach dem starken Vormonat (vermutlich aufgrund von Sondereffekten durch den government shutdown) viel Potential für Enttäuschung haben. Besonders giftig wäre bei den heutigen US-Daten die Kombination aus schwachen neuen Stellen aber gleichzeitig stärker als erwartet steigenden Stundenlöhnen. Das würde die Fed in eine verzwickte Lage bringen: ein Anstieg der Inflation bei gleichzeitig sich abkühlender Konjunkur!

Eher schlechte Nachrichten heute morgen auch in Sachen Handelskrieg: so berichtet das Wall Street Journal, dass es bisher keinerlei Vorbereitungen für ein Treffen zwischen Donald Trump und Xi Xinping gebe – das deutet darauf hin, dass ein irgendwie gearteter Deal noch nicht absehbar ist. China hat die Klage von Huawei gegen die USA als „vollkommen vernünftig“ bezeichnet, während der US-Botschafter in China, Terry Branstad, die Haltung Chinas in der Huawei-Frage als „nicht sehr smart“ bezeichnet hat in einem Interview (ebenfalls mit dem „Wall Street Journal“). All das zeigt, dass der Fall Huawei das Zünglein an der Waage sein dürfte – und die Amerikaner scheinen nicht zu verstehen, dass Huawei für Peking die Technologie-Speerspitze schlechthin ist und daher enorme Bedeutung hat!

Heute wird sich zeigen, ob der extrem dovishe Impuls durch Draghi und die EZB gestern nicht doch noch Früchte trägt – oder eben nicht. Der Freitag war fast jedes Mal in diesem Jahr Party-Time, aber momentan fehlt irgendwie der Party-Grund. Aber vielleicht zaubert ja irgendjemand mit einer Hoffnungs-Meldung (Deal USA-China steht unmittelbar bevor etc..) noch einmal ein Kaninchen aus dem Hut – aber bei den Hoffnungs-Kaninchen herrscht inzwischen schon eine nicht unerhebliche Inflation, die zu Abnutzungseffekten führt..

Der Dax handelt nun in Sichtweite der wichtigen 11390er-Unterstützung – bricht diese, dürfte die nächstliegende Unterstützung im Bereich 11250 Punkte eher früher als später erreicht werden. Auf der Oberseite bleibt die 11680 das Maß aller Dinge, im Chart erkennt man dazu zwei unschöne Doche, die für eine Trendwende sprechen:


(Chart durch anklicken vergrößern)

 


Von Don Amaro from Madeira Islands, Portugal, upload by Herrick 17:17, 4 December 2007 (UTC) – Thunder above Madeira waters, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3183104

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Finanznews

Ausweitung der Kampfzone! Marktgeflüster (Video)

Die Pläne der Trump-Administration, fünf weitere chinesische Unternehmen auf die „blacklist“ zu setzen, bedeuten eine Ausweitung der Kampfzone..

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Die Pläne der Trump-Administration, fünf weitere chinesische Unternehmen (aus dem Bereich Überwachungstechnik und Gesichtserkennung) auf die „blacklist“ zu setzen, bedeuten eine Ausweitung der Kampfzone, die nun einer weiteren Eskalation des Handelskriegs Vorschub leistet. US-Unternehmen berichten von Behinderungen durch Behörden in China, erste chinesische Firmen ordnen an, dass ihre Mitarbeiter amerikanische Waren boykottieren sollen. Dennoch halten sich die Aktienmärkte stabil – warum? Eine denkbare Erklärung ist, dass vor allem US-Adressen nun short sind bzw. sich short abgesichert haben. Heute Abend das FOMC-Protokoll (wir berichten ab 20.00Uhr bei FMW so zeitnah wie möglich)..

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Anleihen

Türkei: Warum der Druck auf Lira, Aktien und Anleihen bald enorm steigen könnte

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Aktuell schwächelt der türkische Kapitalmarkt bereits. Nach den jüngsten Vorgängen (Präsident Erdogan lässt die Wahl in Istanbul wiederholen) war das Vertrauen ausländischer Investoren in die Rechtsstaatlichkeit in der Türkei erneut geschwächt worden.

Die türkische Lira befindet sich seit Monaten in einem langsamen schleichenden Abwärtstrend. Die Aktienkurse in der Türkei befinden sich im Absturz. Heute notiert der türkische Leitindex BIST100 mit -1,5%, und ist nun seit sechs Tagen hintereinander am Fallen. Mit einem Tiefststand seit Anfang 2017 hat er aktuell auch den Zustand eines Bärenmarktes erreicht. Die Rendite für zehnjährige türkische Staatsanleihen steigt alleine heute um fast einen ganzen Prozentpunkt (Wahnsinn) auf aktuell 19,26%. Im Februar waren es noch 14%.

Und jetzt Achtung! In den nächsten Tagen könnte sich die Lage dramatisch verschärfen. Denn die Türkei will von Russland Raketensysteme kaufen. Laut einem offenbar auf Insiderquellen in US-Militärkreisen beruhenden Bericht von CNBC habe die Türkei noch zwei Wochen Zeit diesen Deal mit Russland zu stornieren. Die US-Regierung übt also massiven Druck aus. Man solle doch lieber Patriot-Raketen vom US-Hersteller Raytheon kaufen. Würde die Türkei ihre Bestellung nicht „umbuchen“, würden die USA der Türkei die Lieferung von F35-Flugzeugen aus US-Produktion verweigern, und womöglich würden die USA Sanktionen gegen die Türkei einführen. Man bedenke abseits von Donald Trumps „launigem“ Gemüt: Die Türkei ist NATO-Mitglied, und die Mitgliedsstaaten sollen Waffensysteme kaufen, die innerhalb der Gruppe kompatibel sind. Und das wird auf russische Raketen wohl kaum zutreffen.

Geht man davon aus, dass die Reporterin von CNBC richtig recherchiert hat (der Bericht klingt doch recht glaubwürdig), könnte es bald hoch her gehen zwischen der Türkei und den USA. Es ist kaum vorstellbar, dass Präsident Erdogan den Russen-Deal jetzt noch absagt. Dies wäre ein Gesichtsverlust in der Öffentlichkeit, weil er sich von den USA hätte diktieren lassen, wo er seine Waffen einkaufen darf.

Man bedenke, welche Turbulenzen die winzigen US-Sanktionen am Kapitalmarkt verursachten, als die Türkei einen US-Pastor freilassen sollte. Was wäre erst los bei dieser Verweigerung der Türken in Sachen Raketen-Einkauf? Es dürfte die US-Rüstungshersteller verdammt hart treffen solch große Aufträge nicht zu erhalten, also Raketen und 100 Kampfjets. Die Reaktion aus dem Weißen Haus könnte also heftig ausfallen, und damit auch die Turbulenzen am türkischen Kapitalmarkt.

Noch sind wir in dieser Sache im „Wenn-Modus“. Wenn dies passiert, könnte danach dies und jenes passieren. Aber wer in türkischen Aktien, der Lira oder in Anleihen unterwegs ist, sollte dieses Szenario für die nächsten Tage im Hinterkopf behalten!

Türkei Istanbul
Die Hagia Sophia in Instanbul. Foto: Julian Nitzsche CC BY-SA 4.0

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Indizes

Rüdiger Born: Fed Minutes heute Abend, schwacher Monat Mai

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Heute Abend um 20 Uhr deutscher Zeit gibt es die Fed Minutes. Darauf möchte ich im Video näher eingehen. Der Monat Mai wird wohl der erste Negativ-Monat für die Aktienmärkte in diesem Jahr werden. Kann man Rücksetzer nutzen? Haben Sie sich schon für den Trade des Tages angemeldet? Wenn nicht, dann bitte einfach hier ihre Daten eingeben, dann können Sie täglich meine Detailanalysen kostenfrei lesen.

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