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Dax: Konterchance

Der Dax hat also heute die Chance auf einen bullischen Konter – aber wie im Fußball kommt es eben jetzt auch darauf an, den Konter zu Ende zu spielen und zum Abschluß zu kommen. Der Start ist schon einmal nicht so schlecht..

Redaktion

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FMW-Redaktion

An der Wall Street gestern bei den Indizes leichte Verluste, der Nasdaq stärker unter Druck, aber dann zum Handelsende diese Verluste doch eingrenzend – das waren die Vorgaben für den asiatischen Handel. Aber in Fernost sehen wir das Widerauftauchen der Risikobereitschaft, nachdem gestern die europäischen Indizes wie der Dax den größten Tagesverlust seit fast einem Monat verbuchten.

Sicher: das war nicht allzu dramatisch beim Dax, zumindest wenn man das mit dem Abverkauf des Nasdaq am Freitag vergleicht. Nun aber, so sieht es zumindest jetzt aus, scheint sich die zwischenzeitliche Panik beim Nasdaq zu legen: nachdem die Herde panisch und ziemlich kopflos in eine Richtung gelaufen war mit extremer Volatilität, hat sich die Dynamik wieder deutlich abgeschwächt. Mit anderen Worten: die Algos relaxen wieder!

Denn die Algos fürchten nichts mehr als Volatiltiät – ihre menschlichen Programmierer haben in ihre DNA hineingeschrieben, dass Schwankungsbreite zu fürchten sei. Und weil es zu sehr geschwankt hatte, kam eine Kettenreaktion in Gang, die zwischenzeitlich unkontrolliert war. Was andere Indizes wie den Dow Jones jedoch nicht davon abgehalten hat, während der Panik beim Nasdaq auf ein neues Allzeithoch zu steigen.

Shanghai Composite +0,30%
CSI300 +0,01%
ChiNext +1,02%
Nikkei +0,02%

Der X-Dax nimmt die vergleichsweise freundlichenVorgaben aus Fernost zum Anlaß, mit einem kleinen Aufwärtsgap zu starten und dann gleich noch was oben drauf zu packen:

Der Dax hat also heute die Chance auf einen bullischen Konter – aber wie im Fußball kommt es eben jetzt auch darauf an, den Konter zu Ende zu spielen und zum Abschluß zu kommen. Der Start ist schon einmal nicht so schlecht, jetzt braucht es das Anschlußmomentum, mithin also weitere Anstiege. Erstes Anzeichen eines erfolgreichen Konters wäre der Anstieg über den Bereich 12745/50 – ein Niveau, bei dem der Dax zuletzt immer wieder gescheitert war. Nächster relevanter Widerstand dann das Doppel-Top bei 12820 Punkten – ginge es darüber, ist der Weg bis zur Einstellung des Allzeithochs bei 12880 Punkten frei.

Auf der Unterseite sollte der Dax nun nicht mehr unter die Zone 12670 Punkte fallen, darunter dann noch das Verlaufstief bei 12630/35 Punkten.

Wir gehen derzeit davon aus, dass ein Sprung über den 12820er-Widerstand eher schwierig wird, sehen aktuell aber auch wenig Druck auf der Unterseite am heutigen Handelstag. Es dürfte also recht entspannt zugehen heute, die große Tech-Nervosität scheint erst einmal überwunden zu sein, man geht wieder zum „business as usual“ über..

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

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SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

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Achtung Trader: Deutsche Börse führt „Xetra Trade-at-Close“ ein

Claudio Kummerfeld

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Achtung Trader! Ab 24. November bietet die Deutsche Börse für Trades über Xetra eine neue Handelsmöglichkeit an, die „Xetra Trade-at-Close“ Order. Sie bietet laut aktueller Aussage der Deutschen Börse eine zusätzliche Möglichkeit für Handelsteilnehmer zum offiziellen Schlusskurs zu handeln. Der Service steht dann für alle Wertpapiere im Xetra-Handel zur Verfügung. Hier die Details zu dem neuen Angebot im Wortlaut von der Deutschen Börse:

„Schlussauktionen gelten als Säule der Marktstabilität und des Anlegerschutzes. Sie bündeln die Liquidität pro Wertpapier zu einem Zeitpunkt und gewährleisten eine effiziente Preisbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen. Xetra Trade-at-Close adressiert die wachsende Nachfrage nach Orderausführungen am Ende des Handelstages“, sagt Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der neue Service bietet verschiedene Vorteile: Mit Xetra Trade-at-Close können Marktteilnehmer Aufträge auch nach Ende der Schlussauktion auf Xetra eingeben. Sie profitieren davon, zu einem festen Preis zu handeln, ohne an der Preisbildung in der Schlussauktion teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, Positionen vor Ende des Handelstages zu schließen und dabei mit zusätzlicher Liquidität im börslichen Handel zu interagieren.

Wird die Option Trade-at-Close für eine Order ausgewählt, werden Aufträge, die in der Schlussauktion nicht ausgeführt wurden, automatisch in die Trade-at-Close-Phase übertragen. Während der Trade-at-Close-Phase können auch neue Orders eingegeben werden. Der Schlusskurs wird vor allem von Buy-side-Kunden wie Pensionskassen oder Investmentfonds zur Berechnung von Portfoliorenditen, zur Bewertung von Investmentfonds und als Grundlage für viele Derivategeschäfte verwendet.

Xetra-Bildschirme der Deutschen Börse
Xetra-Bildschirme. Foto: Deutsche Börse AG

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