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Dax: Kosten für Put-Optionen schießen vor Brexit-Abstimmung in die Höhe

Das Bedürfnis nach Absicherung ist groß, die zu zahlenden Prämien für Dax-Puts schießen in die Höhe..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Man kann nicht wirklich behaupten, dass der Dax derzeit mit Panik der Abstimmung der Briten entgegen sehen würde. Der Index hält sich über der 10.000er-Marke – was sicher nicht der Fall wäre, wenn die Märkte wirklich mit dem Brexit rechnen würden. Aber eines ist doch auffällig: das Bedürfnis nach Absicherung ist dennoch groß. Denn gerade der Dax wäre anfällig für ein Ausscheiden der Briten, besonders die deutsche Automobilindustrie, die 20% ihrer Exporte über den Ärmelkanal schickt.

Insgesamt geht es um 9% der Erlöse der Dax-Unternehmen. Und da ist das Bedürfnis nach Absicherungen durch Put-Optionen groß. Und wo große Nachfrage, da steigt der Preis, daher schießen derzeit die Kosten für Dax-Puts stark in die Höhe:

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Die britischen Brexit-Befürworter argumentieren: die Deutschen werden doch nicht so blöd sein, und sich für Zölle einsetzen, wenn sie sich selbst damit schaden würden. Und damit haben sie durchaus ein Argument auf ihrer Seite. Aber entscheidend ist eben nicht wirklich Deutschland, sondern die EU als Gesamtheit.

Wie auch immer. Heute um gegen 16.30 Uhr wird die nächste Brexit-Umfrage veröffentlicht. Sie soll breiter angelegt sein mit etwa 3000 Befragten – die vorhrigen Umfragen basierten meist auf der Befragung von 2000 Interviewten. Wir halten Sie wie immer zeitnah auf dem Laufenden, sobald das Ergebnis der Umfrage vorliegt..

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Jörg

    22. Juni 2016 11:49 at 11:49

    Schon gestern schrieb ich, daß es den Brexit nicht geben wird. Warum wird das ignoriert?

    Das britische Parlament ist an das an die Abstimmung der Bürger nicht(!) gebunden. Eine Entscheidugn für den Brexit würde einfach ignoriert. Einen Brexit wird es also nicht geben, das ist somit schon heute klar – nicht erst am Freitag. Siehe: http://www.welt.de/politik/ausland/article156407529/Beim-Brexit-duerfte-das-Parlament-das-Volk-ignorieren.html .

    Viel beunruhigender als GB ist für mich ohnehin das gegenüberliegende Ende der EU: – Polen!
    Polen wird inzwischen (als Kriegsvorbereitung gegen Rußland?) zu einer Erdogan-artigen Diktatur verwandelt. Siehe http://www.voltairenet.org/article192229.html .

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      22. Juni 2016 12:00 at 12:00

      @Jörg, wenn das Votum zugunsten Brexit ausfallen würde und das Parlament das nicht umsetzt, kracht es in UK – das werden sie nicht riskieren wollen..

    • Avatar

      Steven

      22. Juni 2016 13:18 at 13:18

      Das votum gibts es überhaupt nur weil Cameron das Volk nicht mehr ignorieren kann …ukip ..Wahlversprechen der letzten Wahl.

      Ignoriert (vermeindlich) weil deine Stimme und die der Welt (aka Bild.de) nur eine n von 7mrd ist .

  2. Avatar

    Jörg

    22. Juni 2016 13:33 at 13:33

    @Markus Fugmann
    Für die britischen Abgeordneten würde es noch viel mehr „krachen“, wenn sie sich dem US-israelischen Willen (GB hat gefälligst in EU zu bleiben) widersetzen würden! Das einhellige Presse-Gekreische, als Steinmeier es wagte Mäßigung gegenüber Rußland walten zu lassen, sagt doch alles!

    Im übrigen Merkel-Gabriel lassen Bundeswehrsoldaten in Syrien einen (von unserer Verfassung strengstens verbotenen!) Angriffskrieg gegen die Syrer, ihren Staat und ihre Regierung führen. „Kracht“ es? Nein!
    Der „Rundfunkbeitrag“ wurde eingeführt. „Kracht“ es? Nein!

    Wenn eine Volksabstimmung in der BRD für den Austritt aus der Nato stimmen würde: Wäre die Bundesregierung/das Parlament daran gebunden? Nein! Hätten die Abgeordneten Angst, daß es in der Bevölkerung gegen sie „kracht“? Nein!
    Würde es überhaupt „krachen“? Nein! In Polen „kracht“ die Bevölkerung nicht. In der BRD nicht. Und in GB wird das nicht anders sein. Barrikaden von Revolutionären, die es wenigstens noch im historischen Frankreich und im historischen Deutschland (sogar in Preußen) gegeben hat, hat es in England und Großbritannien noch nie – nie!! – gegeben („that’s not britisch!“)!

    • Avatar

      Gixxer

      22. Juni 2016 14:03 at 14:03

      Ich sehe das ganze so:
      Was wäre, wenn eine knappe Mehrheit für den Brexit stimmen würde und das Parlament sich tatsächlich dieser Entscheidung widersetzt?
      Was würde in den anderen Ländern der EU geschehen? Und ich denke jetzt nicht an den Wunsch mancher Länder ebenfalls auszutreten.
      Ich gehe zwar nicht davon aus, dass die Mehrheit für einen Brexit zustande kommt, daher sind das alles nur Mutmaßungen, es würde mich aber trotzdem brennend interessieren.
      Und genau darin liegt die größere Gefahr, wenn das Parlament sich gegen das Volk entscheidet, es würde zeigen, dass der Wille des Volkes in der EU egal ist (Demokratie?). Aber wer weiß, vielleicht würde es das Volk in der EU aufgrund der aktuellen EM ja gar nicht mitbekommen.

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Aktienmärkte: Wall Street mit Allzeithochs, Dax dümpelt – warum? Marktgeflüster (Video)

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Die Aktienmärkte der Wall Street (S&P 500 und Nasdaq 100) erreichen heute neue Allzeithochs, aber der Dax dümpelt weiter vor sich hin mit heute leichten Verlusten. Warum? Ist es der starke Euro (bzw. der schwache Dollar)? Dabei sind heute die eher „Value“-lastigen US-Indizes Dow Jones und Russell 2000 stark, also jene Indizes, die wie der Dax sehr wenig Tech-lastig sind und viele einstige „Corona-Verlierer“ enthalten, die doch besonders von der Impfstoff-Hoffnung profitieren. Unterdessen überhitzen die Aktienmärkte in den USA ungebremst weiter, es werden historische Extreme überboten. Aber die Anleihemärkte senden eine andere Botschaft: die Renditen der US-Staatsanleihen fallen – ungewöhnlich, wenn wirklich die von den Aktienmärkten erhoffte riesengroße Erholung der Wirtschaft wirklich kommen sollte..

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Aktien

Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Dax noch mit Aufwärtspotenzial bis Jahresende? Tradingideen bei Apple und Euro

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Die Experten der trading house Börsenakademie empfehlen die Aktien von Apple zu kaufen. Derzeit könne man per Market-Order direkt in den Markt einsteigen. Bei Euro gegen US-Dollar könne man ebenfalls market kaufen. Die beiden Ideen werden im Video konkret begründet.

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