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Dax: kritische Phase!

Die Aufholjagd Trumps verunsichert die Wall Street - die jetzt feststellt, dass man Clinton viel Spendengeld hat zukommen lassen und sie vielleicht doch nicht die nächste Präsidentin wird. Rache Trumps inklusive..

FMW-Redaktion

Der Dax kommt nun in eine sehr kritische Phase! Die US-Indizes zeigen weiter Schwäche, und das obwohl sich die (Staats-)Anleihenmärkte erholen konnten. Aber der Fokus in den USA wird nun zunehmend auf die sehr sportlichen Bewertungen am Aktienmarkt gelenkt, die Aufholjagd Trumps verunsichert die Wall Street (die jetzt feststellt, dass man Clinton viel Spendengeld hat zukommen lassen und sie vielleicht doch nicht die nächste Präsidentin wird; man fürchtet also die Rache Trumps). Dazu kommt die Frage, ob die Notenbanken das Spiel nach wie vor im Griff haben, oder wie gestern Rick Santelli sagte: „You can´t control the beast forever“ (womit er den Zugriff der Notenbanken auf die Anleihemärkte meinte).

In Asien der Nikkei stärker unter Druck mit einem Minus von 1,26% – man hält es nun für wahrscheinlich, dass die Bank of Japan nächste Woche den Einlagesatz weiter ins Negative senkt, daher werden japanische Banken abverkauft. In China heute Feiertag, doch zeigt sich in den letzten Tagen ein steiler Anstieg der Interbankenzinsen im Reich der Mitte.

Der liebe X-Dax heute hält sich etwas besser als die vorbörslichen Indikationen nahelegten:

dax150916

Und doch beschleicht uns ein gewisses Mißtrauen in Sachen Dax. Warum, wird im größeren Chartbild vielleicht deutlich:

dax1509162

Ein Doppeltop oben, damit deutet sich weiterhin eine M-Formation an, die sich nach unten auflöst mit den ersten Zielen 10260 und 10190. Wir bleiben daher weiter bei unserer Auffassung, dass Erholungen Verkaufsgelegenheiten darstellen.

Heute eine massive Häufung von US-Konjukturdaten, und wie schon im Videoausblick gesagt, sind schlechte Daten schlechte Daten, gute Daten dürften dagegen eher für Erleichterung sorgen. Zentral natürlich die US-Einzelhandelsumsätze (wir berichten wie immer darüber, ab 14.30Uhr), am US-Konsumenten hängt bekanntlich ja die US-Konjunktur.

Insgesamt gilt: die Bewertungen sind hoch, die Chancen für US-Unternehmen, wirklich Geld zu verdienen verschlechtern sich angesichts des Konjunkturumfelds – und das macht die US-Märkte anfällig. Nach den heutigen Daten werden wir mehr wissen..



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2 Kommentare

  1. Liebes FMW-Team,
    Ich würde mich freuen, mal eine Einschätzung / Kommentar zum Währungspaar USD/MXN zu lesen. Dieses Paar ist durchaus interessant, weil es hochvolatil und liquide ist. Durch die hohen mexikanischen Leitzinsen (extremer, positiver Swap) ist das Paar bei „Spekulanten“ auch sehr beliebt.
    Und nicht zuletzt ist das Paar gewissermaßen „korreliert mit den Chancen Donald Trump´s“. Hatte letztens dazu einen interessanten Artikel gelesen, den ich leider gerade nicht mehr finde. Und zuletzt ist das Paar direkt mit Rohstoffpreisen korreliert (Mexiko = 9.größter Ölproduzent) …
    Nur ein Vorschlag ;)
    Liebe Grüße

  2. PS: Die meisten Korrelationen sind durch die Notenbankeingriffe kaputtgegangen (vgl. USD/JPY).
    Die einzige wirklich zuverlässige Korrelation (neben UCAD/Öl), die ich derzeit kenne ist USD/MXN vs. Aktienmärkte/Indizes. Extrem negativ korreliert und ein zuverlässiger Indikator, der hilft, die Indizes einzuschätzen.

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