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Indizes

Dax: Kurzfristig Potential für Erholung – aber das Tief ist wohl noch nicht erreicht..

Erholungen sind jetzt wahrscheinlich – aber das sind übergeordnet Verkaufsgelegenheiten..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Der verprügelte Dax

Der Dax hat gestern wieder Federn lassen müssen und fiel auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren. Sber nicht nur das: gleichzeitig kippte der Index auch aus dem (kurzfristigen) Abwärtstrendkanal, der seit Anfang November besteht, nach unten weg:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Nun haben die Bullen noch eine Hoffnung: der deutsche Leitindex hat eine Art Doppel-Boden gebildet, der zumindest im kurzen Zeitfenster die Basis sein kann für eine Erholung. Der erste wichtige Widerstand ist dann die 11200er-Marke, die zugleich eben die untere Abwärtrendkanal-Begrenzung darstellt. Wenn der Dax es schafft, wenigstens wieder in diesen Abwärtstrendkanal einzutauchen, wäre zumindest eine Schlacht gewonnen für die Bullen, wenngleich noch lange nicht der Krieg! Denn nach wie vor sind die Optimisten in einer strategisch ungünstigen Position:

Wie man hier sieht, sind im längeren Zeitfenster die alten Aufwärtstrends „kaputt“, das sieht alles nach einer abgeschlossenen Top-Formation aus. Daher sollte man – auch wenn technische Erholungen aus überverkauften Markt-Situationen natürlich nicht ausbleiben – vorsichtig bleiben und nicht bei jedem Kurs-Wackler nach oben gleich eine Trenwende ausrufen!

 

Vorbote für Erholung?

Aber kurzfristig könnte es eben doch zu einer Erholung kommen, da auch Dow Jones und S&P 500 einen Doppelboden gebildet haben. Auffallend war gestern vor allem, dass es die Tech-Werte waren, die besser (oder eher: weniger schlecht) liefen als der Gesamtmarkt (Ausnahme jedoch Apple nach der Abstufung durch Goldman Sachs). Da es eben die Tech-Werte (vor allem die FAANG-Aktien, also Facebook, Amazon, Apple, Netflix und Google) waren, die den Abverkauf eingeleitet haben, könnte dies eine Art Vorbote sein für eine Erholung des Gesamtmarkts an der Wall Street.

Noch aber ist hier der Konjunktiv angebracht. Jetzt müssen die US-Indizes nämlich auch zeigen, dass sie den saisonalen Vorteil unmittelbar vor Thanksgiving nutzen können. Zu erwarten ist heute bereits eher wenig Volumen an der Wall Street, daher kann schon der Wille einiger weniger größerer Player reichen, die Märkte nach oben zu ziehen.

Dass die Stimmungs-Lage gelinde gesagt angeschlagen ist, sieht man nicht nur am Fear & Greed-Index, der auf einem extrem niedrigen Wert von 7 steht, sondern auch an der Tatsache, dass die durchschaubar optimistischen Aussagen gestern von Larry Kudlow in Sachen Handelskrieg völlig verpufften.

 

Erholungen bleiben Verkaufsgelegenheiten

Gleichwohl: es braucht jetzt einen game changer, damit mögliche Erholungen nachhaltiger sind als bisher. Dieser game changer können eigentloch nur zwei Dinge sein: erstens wirklich glaubhafte Aussagen in Richtung einer Entspannung im Handelskrieg USA-China, und zweitens eine geänderte Haltung der Fed. Solange bei beiden Belastungsfaktoren keine Entwarnung gegeben werden kann, bleiben Erholungen nach wie vor Verkaufsgelegenheiten..

 

Foto: Deutsche Börse AG

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