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Dax: Das Leben der Anderen!

Viele von Ihnen kennen sicher den beeindruckenden Film „Das Leben der Anderen“ – und ähnlich wie dem Hauptdarsteller im Film geht es auch dem Dax: das Leben der Anderen ist derzeit viel spannender und beeindruckender als das Eigene!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Viele von Ihnen kennen sicher den beeindruckenden Film „Das Leben der Anderen“ – und ähnlich wie dem Hauptdarsteller im Film geht es auch dem Dax: das Leben der Anderen ist derzeit viel spannender und beeindruckender als das Eigene! Während der Dax gestern den Blues hatte aufgrund der hawkishen Aussagen im EZB-Protokoll und dem damit verbundenen Anstieg des Euro, feierte die Wall Street einmal mehr eine wilde Party: immer schneller immer höher!

Und der Dax: kuckt der enthusiastischen Party nur zu! Ist wie ein Mädchen, das bei einer Tanz-Veranstaltung nicht zum Tanz aufgefordert wird und dazu gezwungen ist, dem bunten Treiben der Anderen zuzusehen. Und so sieht die nüchterne Realität aus beim deutschen Leitindex:


(Charts jeweils durch anklicken vergrößern)

Und hier der Vergleich zwischen Dax und Dow Jones (30-Minuten-Chart):

Normalerweise schließen sich solche Lücken zwischen dem Dax und den US-Indizes irgendwann wieder, und vielleicht kann der Dax eben aus irgendwelchen Gründen demnächst diese Lücke schließen. Aber dazu müsste etwas passieren, was jetzt noch nicht absehbar ist (EZB-Vertreter spielen das gestrige Protokoll herunter oder Ähnliches).

Für den Dax gilt: immerhin hat er zunächst einmal die gestern durchbrochene Unterstützung bei 13220 Punkten wieder zurück erobern können. Wichtig ist nun, dass der Index nicht mehr das gestrige Tief im Bereich 13140 Punkten unterbietet! Gelänge hingegen der Anstieg über die 13300er-Marke, an der der Dax gestern gescheitert war, wäre das ein positives Signal. Dann der Bereich 13340 als nächste große Hürde, die der Dax überwinden muß.

Heute endlich der Start der US-Berichtssaison – und die Erwartungen an die heute berichtenden Banken JP Morgan und Wells Fargo ist eher gering (im Gegensatz zu den Erwartungen für andere Branchen!): so erwartet man etwa für JP Morgan einen Gewinnrückgang um knapp 5% zum Vorjahresquartal. Möglich also, dass die US-Berichtssaison damit anfängt, dass die Banken die eher niedrigen Erwartungen übertreffen (wir berichten dann zeitnah über JP Morgan ca. 12.50Uhr)..

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    leser

    12. Januar 2018 09:19 at 09:19

    Vielleicht lieg es an der Hasch-Freigabe in diversen US-Staaten?

  2. Avatar

    Wolfgang M.

    12. Januar 2018 09:41 at 09:41

    @Markus F. Markus, ich habe mir den 10-Jahreschart des Dow in logarithmischer Darstellung angesehen und erkenne, wie auch von PK festgestellt, eine sich ausbildende Fahnenstange, die bei gleichbleibendem Tempo den Dow schon bis Ende Februar auf 30 000 Punkte treiben würde. Das KGV läge dann selbst bei optimistischer Einpreisung der Effekte der Steuerreform bei über 20. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die US-Dickschiffe nicht vorher zur Gewinnmitnahme schreiten sollten – mit welcher Begründung auch immer. Also auch aus meiner Sicht: Korrektur ante portas.

  3. Avatar

    Hondo

    12. Januar 2018 14:14 at 14:14

    Hier mal eine Frage an die Experten von FMW. Der Euro steigt der Dax hat es schwer ist nachvollziehbar. Warum aber steigen die Indizes der anderen Euro Länder zb. Italien und Frankreich selbst Griechenland. Müßten die nicht noch mehr betroffen sein von der Verknappung des Euros, oder?? Oder gehen diese Länder davon aus, daß sie ihre Schulden eh nicht bezahlen und deshalb ist es egal? Am Ende bezahlt Deutschland sowieso. Wir haben da ein Dauer ABO drauf.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      12. Januar 2018 14:20 at 14:20

      @Hondo, das dürfte an der extrem exportlastigen Zusammentstellung des Dax liegen, die wiederum ja die exportlastige deutsche Wirtschaft widerspiegelt – das ist so extrem in keinem anderen europ. Land der Fall..

  4. Avatar

    Hondo

    12. Januar 2018 14:34 at 14:34

    Ja das hatte ich auch überlegt aber so ganz reicht mir das als alleinige Erklärung nicht das wäre zu einfach viel Export geht ja auch in Euro Länder und schuldentechnisch stehen wir eigentlich etwas besser da als die Anderen. Nun gut wir werden sehen.

    • Avatar

      Gerd

      12. Januar 2018 21:39 at 21:39

      So wie ich es verstanden hatte ist ein Ergebnis der Sondierungsgespräche, dass Deutschland den Erwartungen des Herrn Macron entgegenkommen wird.
      Das heißt die anderen Länder werden weiterhin bzw noch weit aus mehr vom großen Zahlmeister der EU profitieren.

      Ich weiß nicht, wie die erwähnten EU-Börsen letztlich geschlossen haben. aber eigentlich hätten sie Grund für einen Anstieg gehabt.

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